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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Sozialwissenschaften

Nach Förderinstitutionen sortiert

Hier finden Sie eine Übersicht der aktuell am ISW laufenden Forschungsprojekte nach Förderinstitutionen geordnet.

 

 

DFG

Why do coalition governments (not) comply with the policy commitments they have made in coalition agreements? Before coalition governments take over executive offices, they typically engage in intensive coalition negotiations and publish a comprehensive coalition agreement in which they provide a detailed account of the policy reforms they plan to enact in government. Even though these coalition agreements are not legally binding, they importantly constrain the behaviour of cabinet parties as coalition parties can be publicly blamed for not complying with the promises they have made in the coalition agreement. However, previous case study evidence shows that only about two thirds of all the policy reforms promised in coalition agreements were actually enacted. Despite the central importance of coalition agreements for the legislative behaviour of multiparty cabinets during their time of office, the literature has been primarily devoted to studying the formation and the survival of coalition cabinets while our knowledge about policy-making in multiparty cabinets during their time of office is still scarce. We therefore aim to close this important gap in the literature by pursuing two major objectives. First, we will develop a comprehensive theoretical framework that conceptualizes the enactment of coalition agreements as a process that is simultaneously affected by internal cabinet factors (salience, conflict, preference tangentiality, bargaining power) and external factors (public opinion, economic performance, institutional veto-players). Second, we will test our theoretical expectations by compiling a new and comprehensive dataset on the enactment of more than 100 coalition agreements negotiated by multiparty cabinets in 24 West and East European countries from 2000 until 2015 and by combining this novel dataset with information on cabinet features, public opinion, economic performance and institutional characteristics.

Leitung: Prof. Dr. Heike Klüver, Hanna Bäck

Laufzeit: 10/2018 - 09/2021

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


In dem Projekt werden Ausmaß und Ursachen der Justizialisierung von Landespolitik analysiert. Gefragt wird einerseits danach, ob und bis zu welchem Grad Entscheidungen von Landesverfassungsgerichten den Handlungsspielraum von Landesparlamenten determiniert haben. Die Wirkung verfassungsgerichtlicher Urteile und Beschlüsse wird anhand eines „Stärkeindexes“ erfasst, um den verfassungsgerichtlichen Einfluss auf parlamentarische Gesetzgebungsmacht in den Bundesländern zu erschließen. Das Projekt adressiert somit eine zentrale Dimension von Verfassungsdemokratien: das Spannungsverhältnis von politischer Selbstbestimmung und Verfassungsgerichtsbarkeit. Andererseits wird angenommen, dass Dimensionen und Ausmaß einer möglichen Justizialisierung – neben den rechtlichen Rahmenbedingungen – abhängig sind von institutionellen und personalen Faktoren, d.h. vom Kompetenzprofil und von der Zusammensetzung des jeweiligen Landesverfassungsgerichtes. Das Projekt verknüpft somit akteur- und institutionentheoretische Ansätze, um die erkenntnisleitenden Fragestellungen zu beantworten.

Leitung: Dr. Werner Reutter

Laufzeit: 04/2018 - 03/2021

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Eigene Stelle


Dieses innovative Projekt betrachtet Ungleichheit über den Lebensverlauf aus einer dynamischen Perspektive. Es wird untersucht wie Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Familienverläufe im frühen Erwachsenenalter zusammenwirken und gemeinsam die Akkumulation von Benachteiligung oder von Vorteilen über den Lebensverlauf verursachen. Dabei wird auf der Basis von Längsschnittdaten über 20 Jahre in fünf europäischen Ländern und mit Hilfe von neusten statistischen Methoden der quantitativen Lebensverlaufsanalyse eine vergleichende Perspektive eingenommen. Ziel ist es zu analysieren, wie ökonomische und institutionelle Unterschiede zwischen den Ländern Lebensverläufe und daraus resultierende ökonomische Ungleichheiten beeinflussen. Das frühe Erwachsenenalter ist eine zentrale Phase des Übergangs in der Individuen verschiedenen Entscheidungen gegenüber stehen - bezüglich Ausbildung, Arbeitsplatz, Partnerschaften und Elternschaft - welche ihre zukünftigen Lebenschancen beeinflussen. Dieses Projekt untersucht zentrale Wendepunkte in Lebensverläufen, Wechselwirkungen zwischen ihnen und wie sie zur Akkumulation von Ungleichheit zwischen und innerhalb sozialer Gruppen beitragen. 

Leitung: Prof. Dr. Anette Éva Fasang

Laufzeit: 03/2018 - 02/2021

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Fragen der Reproduktion und Familiengründung stehen im Zentrum der (sozial-)politischen und wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. In Deutschland kam es zu einer zunehmenden rechtlichen Gleichstellung hetero- und homosexueller Lebensformen, doch bestehen soziale, institutionelle und rechtliche Ungleichheiten fort. Neue Reproduktionstechnologien erleichtern zwar mehr Menschen eine Elternschaft, doch Menschen jenseits des heterosexuellen (Ehe-)Paarseins sind hiervon oft ausgenommen, da aufgrund der gesellschaftlichen Hetero- und Paarnormativität abweichende Lebens- und Liebesformen abgewertet oder ausgeschlossen werden. Wir möchten daher die Heterogenität familialer Lebensformen jenseits der heterosexuellen Kleinfamilie - sog. Regenbogen- oder LGBTIQ-Familien - aus einer ungleichheitssoziologischen Perspektive theoretisch und empirisch fokussieren.

Leitung: Prof. Dr. phil. Christine Wimbauer, Dr. Almut Peukert, Dr. phil. Mona Motakef

Laufzeit: 01/2018 - 12/2020

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Dieses Projekt untersucht den Besitz von individuellem Vermögen in Paarhaushalten. Das Vermögen ist eine ökonomische Ressource, die ihrem Besitzer viele Vorteile bietet, die durch Einkommen alleine nicht erreichbar sind. Vermögen ist somit ein wichtiger und eigenständiger Aspekt von sozialer Ungleichheit. Dabei ist vor allem individuelles Vermögen - in Abgrenzung zum Haushaltsvermögen - in Zeiten von instabilen Paarbeziehungen und sich verändernden Wohlfahrtsstaaten zur ökonomischen Absicherung im Lebenslauf zunehmend bedeutsam. Die bisherige Forschung hat zwar gezeigt, dass Frauen im Vergleich zu Männern in heterosexuellen Paarbeziehungen oft weniger individuelles Vermögen besitzen. Wie diese Ungleichheiten entstehen, bleibt aber weitgehend unklar. Deshalb wird im vorliegenden Forschungsvorhaben der Frage nachgegangen, was die individuelle Vermögensbildung und Vermögensungleichheiten in Paarbeziehungen bedingt. Durch die Beantwortung dieser Frage wird erstens ein besseres Verständnis der genderspezifischen Wirkung von Paarbeziehungen auf die Vermögensbildung gewonnen. Zweitens wird das Wissen über die Entstehung von ökonomischen Ungleichheiten bei Paaren erweitert. Drittens werden kontextuelle Einflussfaktoren der individuellen Vermögensbildung aufgedeckt. Das Projekt nutzt dazu Theorien der Ressourcenverteilung in Paarhaushalten und kombiniert diese mit einer Lebenslaufperspektive. Es wird dabei angenommen, dass bekannte Prozesse der Vermögensbildung auf der Haushaltsebene unzureichend untersuchte und ungleiche Auswirkungen auf das individuelle Vermögen von Frauen und Männern haben. Zudem wird angenommen, dass diese Prozesse sich in verschiedenen Ländern unterscheiden, z.B. aufgrund spezifischer Steuergesetzgebung. Diese Annahmen werden überprüft, indem die Dynamiken individueller Vermögensbildung in Paarbeziehungen in verschiedenen Ländern aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht werden. Dazu werden quantitative, sekundäre Längsschnittdaten aus Australien, Deutschland, Großbritannien und den USA genutzt. Diese Daten werden durch empirische Wachstums- und Veränderungsmodelle sowie mit Modellen, die biographische Komplexität abbilden können, analysiert. Diese Analysen werden durch Faktorielle-Survey-Experimente ergänzt, in denen subjektive Einstellungen zu individuellem Vermögen in Paaren in allen vier Ländern gemessen werden. Diese Primärdaten werden mit Mehrebenenmodellen ausgewertet. Die Zusammenführung der Ergebnisse aus beiden Analyseteilen ermöglicht eine umfassende Beantwortung der Forschungsfrage. So kann das Entstehen von bedeutsamen, ungleichen Lebenschancen von Frauen und Männern aufgrund ihres Vermögens erklärt werden

Leitung: Prof. Dr. Philipp Lersch

Laufzeit: 03/2017 - 03/2020

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 


The second project phase aims to establish how EU professionals negotiate 'European' and 'local' stocks of knowledge in the context of EU-funded projects and how they influence the implementation of such projects, especially the allocation of financial resources. In addition to the aforementioned two countries Spain will be included in the study to also gain further insights about a Member State much affected by the eurozone crisis. Using the example of two selected areas of EU funding - the EU cohesion policy and the research funding 'Horizon 2020' -, the study places the procurement and translation services provided by funding specialists as well as the apparent difficulties encountered during this process under close investigation. By focusing on the practical dimension of EU-funded projects, Subproject 5 takes a close look at one of the central pillars of Europe's current crisis management strategy and explores the 'technical' implementation of EU policy-making from a sociological perspective, placing special emphasis on employment and knowledge. With these objectives in mind the study is meant to provide a better understanding of problems and challenges of Europeanization triggered by increasing expertization and professionalization of EU governance.

 Leitung: Prof. Dr. Steffen Mau

 Laufzeit: 10/2015 – 10/2018 (2. Phase)

 Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Recent protests against austerity measures and the political pressure experienced by governments across the Eurozone point to the vital importance of public opinion about Europeanization for policy-making and political conflict. This research project investigates the causes of citizen attitudes toward European integration and the European Union (EU). My main goal is to determine whether political elites (politicians, experts, and political parties) have the capacity to influence public opinion and to manufacture political majorities for or against European integration. I focus on elite influence through political rhetoric and party competition, and I study the interaction of these types of communication with individual dispositions that are known to be strongly correlated to EU attitudes. The extant literature relies almost entirely on non-experimental observational studies, and has so far failed to provide valid evidence for the extent of elite influence. I address this issue by conducting a series of seven political psychological experiments, combined with an analysis of existing data from public opinion surveys, media content assessments, and party manifesto codings.

Leitung: Prof. Dr. Konstantin Vössing (Vergleichende Analyse politischer Systeme)

Laufzeit: 02/2013 – 12/2017

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Die sozialen und wirtschaftlichen Transformationen der letzten drei Jahrzehnte stellen Nationalstaaten vor große Herausforderungen. Neben der häufig diskutierten Neuausrichtung von Sozialstaaten, gilt dies in gleichem Maße für andere Politikbereiche, wie z.B. Bemühungen um eine nachhaltige Landwirtschafts- oder Migrationspolitik. Während diese Entwicklungen einer Vielzahl von OECD Staaten gemein sind, lassen sich empirisch erhebliche Unterschiede in Grad und Natur der Reformbemühungen zwischen unterschiedlichen Ländern und Regierungen beobachten. Mit den angesprochenen Reformen sind wesentliche Entscheidungen über die Umverteilung von Ressourcen innerhalb der betroffenen Gesellschaften verbunden. Die Umverteilung betrifft sowohl etablierte Interessen- und Wählergruppen, als auch neu-entstandene soziale und politische Gruppierungen. Eine wesentliche Frage für die Analyse der zugrundeliegenden Entscheidungsprozesse ist, inwieweit politischer Wettbewerb und Wählerdruck die Entwicklungen und Ergebnisse in den genannten Politikfeldern prägen

Leitung: Prof. Ph. D. Ellen Immergut (Vergleichende Analyse politischer Systeme)

Laufzeit: 03/2013 – 09/2017

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Seit einigen Jahren wird die ‚Prekarisierung‘ von Erwerbsarbeit vermehrt wissenschaftlich und öffentlich diskutiert. Die soziologische Prekarisierungsforschung nimmt hierbei aber oft einen auf einzelne Individuen und auf Erwerbsarbeit fokussierten Blick ein. Doch prekäre Be-schäftigung ist nicht nur häufig mit geringem Einkommen, sondern auch mit weniger Anerkennungschancen verbunden. Anerkennungsdefizite prekärer Beschäftigung sind jedoch bisher kaum untersucht, ebenso die sozialen Folgen prekärer Beschäftigung im Lebenszusammenhang und für die Geschlechterverhältnisse. Daher möchte das beantragte Vorhaben eine anerkennungs- und geschlechtertheoretische Perspektive auf prekäre Beschäftigung im Lebenszusammenhang entwickeln. Im Zentrum steht die interaktive (Paar-)Praxis der Herstellung von Anerkennung und von (Geschlechter-)Ungleichheiten bei prekär Beschäftigten mit und ohne Paarbeziehung. In Verbindung der Work and Family-, der Prekarisierungs- und der Anerkennungsforschung im Anschluss an Axel Honneth und Judith Butler sollen die Wechselwirkungen von prekärer Beschäftigung mit Paar- und Nahbeziehungen, dem Haushaltskontext, weiteren Lebensbereichen und mit Ge-schlechterkonzepten und dem Geschlechterverhältnis untersucht werden. Mittels qualitativer Paar- und Einzelinterviews und in einer konsequent rekonstruktiv-intersubjektiven Forschungslogik möchte das Projekt Anerkennungschancen, das Verhältnis von ‚Arbeit‘ und ‚Leben‘ / ‚Liebe‘ sowie (Geschlechter-)Ungleichheiten bei prekär Beschäftigten er-forschen: Wofür finden die Einzelnen in der Erwerbssphäre und in der Sphäre sozialer Nahbeziehungen Anerkennung und wie nehmen sie dies wahr? Weitet sich die Prekarisierung auf den gesamten Lebenszusammenhang und damit auch auf Nah- und Paarbeziehungen aus? Oder können soziale Nahbeziehungen Einschränkungen von Anerkennung in der Erwerbssphäre mildern? Wie gestaltet sich dies bei Personen ohne Partner/in, die nicht über die Anerkennungsform ‚Liebe‘ im Bereich von Paarbeziehungen verfügen? Und (wie) verändern sich tradierte Geschlechterleitbilder, Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlechterverhältnisse durch prekäre Beschäftigung?

Leitung: Prof. Dr. phil. Christine Wimbauer

Laufzeit: 03/2015 – 09/2017

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Europäische Projekte

The Jean Monnet Network 'Enhancing Visibility of the Academic Dialogue on EU-Turkey Cooperation' (VIADUCT) brings together 40 partners from 36 countries. In addition to partners from all EU member states, there are  project participants from Turkey, Egypt, Georgia, Iceland, Iraq, Israel, Switzerland, and Norway.

VIADUCT’s general objective is to foster policy dialogue and to contribute in the exchange of views among academics and pracitioners on recent developments in both the EU and Turkey. The aim is to improve and to enhance the teaching and research on this topic. VIADUCT’s target groups are academics, students and practitioners, civil society and general public.

Leitung: Prof. Dr. Silvia von Steinsdorff

Laufzeit: 09/2017 - 08/2020

Förderung: Erasums+


The project aims to foster a more peaceful generation in Europe and in Turkey that approaches migrants with positive attitudes to overcome prejudices, tackle discrimination and help social inclusion through intercultural communication. It will aim to achieve this objective via an international peace dialogue campus network of university students, led by 30 "Peace Envoys". They will be trained for 2 years in the Peacemakers project to develop their problem solving, critical thinking, collaborative working and conflict resolution skills through rigorous academic preparation, experiential education and leadership development. Both formal (online course) and non-formal (train-the-trainer camps) education methods will be used. The 30 Peace Envoys will be composed of 6 students from 5 partner universities (except Aberta, which is an open university that only offers online education). They will gather in 3 train-the-trainer camps in Istanbul, Florence, Rotterdam respectively. Each train-the-trainer camp will take place for 5 days. In these train-the-trainer camps, the Peace Envoys will be trained as trainers, who will be assigned, right after the Train-the-trainer Camp 1, with the task of training student groups and creating peace dialogue students’ clubs in their home universities, which will finally become a "Peace Dialogue Campus Network".
This program is led by Koc University in Istanbul, with a generous funding from Erasmus Plus. The project will last for 2 years and it will be completed in March 2020.

Partners: Erasmus University in Rotterdam (the Netherlands), Gaziantep University (Turkey), Universidade Aberta (Portugal), Humboldt-Universitat zu Berlin (Germany), University of Bologna (Italy) and Koc University (Turkey)

Leitung: Prof. Gökce Yurdakul

Laufzeit: 01/2018 - 03/2020

Förderung: Erasums+


As Scientific Programme Coordinator for the NORFACE Program „Welfare State Futures,“ my proposed coordination strategy emphasizes three different avenues of networking, communication, and capacity-building: the creation of a Project Leader Council; the organization of a series of thematic workshops that would bring together members of different WSF projects; utilizing synergy effects across projects to promote training of young and emerging researchers and the dissemination of research results to both scholars and the public.

Leitung: Prof. Ph. D. Ellen Immergut (Vergleichende Analyse politischer Systeme)

Laufzeit: 04/2015 – 06/2019

Förderung: Norface / Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Das Projekt HEALTHDOX beschäftigt sich mit der Zukunft europäischer Gesundheitspolitik. Entsprechend der 5 übergreifenden Forschungsthemen der Ausschreibung untersuchen wir, wie sich die Gesundheitsreformen der letzten Jahre auf Gesundheitsausgaben, Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung und Einstellungen gegenüber dem Gesundheitssystem sowie dem Sozialstaat an sich ausgewirkt haben. Im abstrakten Sinn gehen wir der Fragen nach, ob es ein Paradox bei der zukünftigen Ausrichtung von Gesundheitssystemen gibt.

Leitung: Prof. Ph. D. Ellen Immergut (Vergleichende Analyse politischer Systeme)

Laufzeit: 2/2015 – 09/2018

Förderung: Norface / Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


How European welfare states will develop is hard to predict. People’s current aspirations, ideas and assumptions will be important drivers of change and persistence and of the extent to which conflict and solidarity surround change. This project uses innovative methods (deliberative democratic forums and qualitative cross-national focus group surveys) to develop an understanding of people’s aspirations for the Europe their children will inhabit. The interactive and discursive methods deal directly with people’s ideas, but are rarely used in comparative welfare studies. The project is essentially forward-looking. It will contribute to theoretical work on the main cleavages and solidarities driving social policy in and to more practical consideration of the parameters of acceptable policy change. It will supply new findings relevant to the politics and sociology of welfare and provide data for reanalysis and as a base-line in future studies. Research teams in six different European welfare states (United Kingdom, Belgium, Denmark, Germany, Norway, Slovenia) started their work on 1 February 2015. The research consortium will be led by Peter Taylor-Gooby (University of Kent, UK).

Leitung: Prof. Peter Taylor-Gooby (Universität Kent, GB), deutsches Teilprojekt: Prof. Dr. Steffen Mau

Projektmitglieder: Dr. Jan-Ocko Heuer, Prof. Dr. Steffen Mau

Laufzeit: 2/2015 – 1/2018

Förderung: Norface / Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Ministerien

  • W2-Stiftungsprofessur "Soziologie der Sozialpolitik"

Am Institut für Sozialwissenschaften (ISW) der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wird eine neue Professur für „Soziologie der Sozialpolitik“ eingerichtet. Die auf Dauer eingerichtete Stiftungsprofessur wird in den ersten fünf Jahren mit mehr als einer Million Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Damit soll ein Beitrag zur Stärkung von Forschung und Lehre im Bereich der Sozialpolitik an deutschen Hochschulen geleistet werden. Die Professur soll sich schwerpunktmäßig mit Fragen des Verhältnisses von Ungleichheit und Sozialpolitik beschäftigen. Vor dem Hintergrund des rapiden Wandels der Arbeitswelt, des technologischen Wandels und sozialstrukturellen Veränderungen soll erforscht werden, wie verschiedene Gruppen der Gesellschaft von Änderungen betroffen sind und welche neuen Anforderungen sich dadurch an investive und umverteilende Sozialpolitik stellen. Dabei soll nicht nur eine mehrdimensionale Ungleichheitsperspektive leitend sein, sondern es sollen auch subjektive Aspekte und Copingstrategien berücksichtigt werden. Die Forschung der Professur soll auch Fragen der Neugestaltung sozialpolitischer Instrumente adressieren. Ziel ist es, anhand von empirischen Befunden sowohl für die Politik als auch die Öffentlichkeit transparent zu machen, wie sich unterschiedliche sozialpolitische Entscheidungen sowohl auf den Lebensverlauf von Individuen als auch auf Kenngrößen wie Primärverteilung, Teilhabechancen und zukünftige Einkommensverteilung auswirken. Die Professur wird in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und dem dort ansässigen Sozio-oekonomischen Panel (DIW Berlin / SOEP) auf Dauer eingerichtet und soll durch die Mitwirkung am Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) einen Beitrag zur evidenzbasierten Erforschung des Wandels des Systems der sozialen Sicherung leisten.

Leitung: Prof. Dr. Johannes Giesecke, Prof. Dr. Steffen Mau

Laufzeit: 01/2018 - 12/2022

Förderung: Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung


Bewertungen finden dort statt, wo es um die Sicherung von hochgeschätzten Gütern geht. In der Wissenschaft ist das wertvollste Gut die wissenschaftliche Qualität. Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn hat schon immer auf wissenschaftlicher Qualitätssicherung basiert, die jedoch nicht als externe Bewertung sondern innerhalb der scientific community selbst vorgenommen wird. Von der Auswahl der Gutachtenden basierend auf ihrer sozialen Vertrauenswürdigkeit in der Royal Society bis hin zum aktuellen single-, double- oder triple-blind Peer Review ist die Beurteilung der wissenschaftlichen Qualität von Methoden, Theorien oder empirischen Erkenntnissen immer ein zentraler Mechanismus gewesen, um scientific communities zu etablieren und zu erhalten. Zwar ist Peer Review oft kritisiert worden. Dennoch hat es sich als Goldstandard zur Bewertung wissenschaftlicher Qualität durchgesetzt.

Angesichts der Vielfalt von Bewertungspraktiken in der Wissenschaft fragen wir danach, wie wissenschaftliche Qualitätssicherung in unterschiedlichen Situationen und Kontexten verstanden und praktiziert wird. Ziel ist es, erstens einen Beitrag zur vergleichenden empirischen Beforschung von Bewertungspraktiken in Wissenschaft und Hochschule und zweitens einen Beitrag zu aktuellen theoretischen Diskussionen im Rahmen der Soziologie des Wertens und Bewertens zu leisten.

Leitung:  Dr. Anne K. Krüger, Prof. Dr. Martin Reinhart

Laufzeit: 10/2016 – 09/2019

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung


Das Projekt findet im Rahmen des Forschungsprojekts des Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung statt (HSFK) und soll den aktuellen Forschungsstand in den Bereichen Rechtsextremismus, islamistischer Radikalisierung und Linksextremismus abbilden. Das Gesamtprojekt umfasst ein interdisziplinäres Forschungsteam aus dem akademischen und praktischen Feld, welche sich mit der Ergründung der Phänomene auf Makro-, Meso- und Mikroebene beschäftigt. Darüber hinaus wirft es einen Blick auf die Rolle der Medien und die Möglichkeiten der Evaluation von Deradikalisierungsmaßnahmen.

Unser Teilprojekt am BIM konzentriert sich auf Gruppenprozesse. Wir werden die Ergebnisse in verschiedensten Publikationenformen, parlamentarischen Abenden und Transferveranstaltungen vorstellen, um den Status Quo der Forschung für die Tätigkeiten der relevanten Akteur*Innen nutzbar zu machen.

Leitung: Prof. Dr. Naika Foroutan, David Meiering

Laufzeit: 10/2017 - 10/2018

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung


Welche verschiedenen Positionen zum Verbot der Vollverschleierung bestehen innerhalb der Gruppe der Trägerinnen selbst? Wie wird die Debatte darum von den Niqab tragenden Frauen selbst wahrgenommen, die über sie geführt wird? Was sind die unterschiedlichen Motive, die Vollverschleierung anzulegen und wie empfinden sie die Reaktionen der Öffentlichkeit? Welche Formen der Handlungsmacht erleben sie durch die Verschleierung und wo sehen sie Einschränkungen? Die Beantwortung dieser Fragen soll mithilfe der hier geplanten Studie durch eine möglichst große Zahl an Interviewpartnerinnen auf eine breitere Datenbasis gestellt werden. Durch leitfadengestützte qualitative Interviews werden von einem möglichen Verbot betroffene Frauen befragt, so dass verschiedene Positionen und Haltungen innerhalb der Gruppe herausgearbeitet werden können. Durch diese Vorgehensweise wird nicht die Position einer einzelnen Person als pars pro toto genommen, sondern systematisch die mögliche Vielfalt an Positionen herausgearbeitet.

Leitung: Prof. Dr. Gökçe Yurdakul (G.Simmel Prof. Comparative Studies on Diversity/Social Conflicts)

Projektmitglieder: Dr. Ulrike Hamann, Soraya Hassoun, Dorina Kalkum

Laufzeit: 6/2017 – 2/2018

Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Stiftungen

In der Forschungswerkstatt kooperiert ein interdisziplinäres, internationales und mehrsprachiges Team in wechselnden Konstellationen. Alle Beteiligten teilen ein gemeinsames Interesse an dem Forschungsgegenstand „Verfassungspolitik in der Türkei“, betrachten das Thema jedoch aus unterschiedlichen disziplinären und nationalen Blickwinkeln.

Leitung: Prof. Dr. Silvia von Steinsdorff in Kooperation mit Assoc. Prof. Ece Göztepe (Bilkent Universität) 

Laufzeit: 2017 – 2019 (2. Phase)

Förderung: Stiftung Mercator (im Programm "Blickwechsel: Studien zur zeitgenössischen Türkei")


Das Institut für Sozialwissenschaften (ISW) und das neue in Gründung befindliche Integrative Research Institute Law and Society (IRI LSI) der Humboldt-Universität zu Berlin heißen vier Einstein-Gastwissenschaftlerinnen willkommen, die hier aus juristischer und politikwissenschaftlicher Perspektive zum Themenkomplex „Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Autokratisierung" forschen werden.

Die Forscherinnen-Gruppe, die aus den Mitteln des Wissenschaftsfreiheits-Programms der Einstein Stiftung Berlin finanziert wird, kooperiert eng mit vier weiteren Einstein-Fellows, die am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) angesiedelt sind und sich mit Fragen von „Migration und Flucht“ beschäftigen.

Das gemeinsame Forschungsinteresse der Einstein-Fellows am ISW und am LSI gilt verschiedenen Aspekten des democratic backsliding und der Entwicklung neuer Formen autoritärer Herrschaft in der Türkei. Die Forscherinnen untersuchen aus unterschiedlichen disziplinären Perspetiven, wie angesichts der gegenwärtigen globalen Krise rechtsstaatlicher Demokratien Verfahren und Strategien entwickelt werden können, um demokratische Werte, Prinzipien und Institutionen (besser) zu schützen. Die Forschungsprojekte der vier Wissenschaftlerinnen fügen sich hervorragend in den bereits bestehenden Forschungsschwerpunkt am LSI ein.

Leitung: Prof. Dr. Silvia von Steinsdorff (ISW), Prof. Dr. Anna-Bettina Kaiser (Juristische Fakultät), Prof. Dr. Philipp Dann (Juristische Fakultät)

Laufzeit: 08/2018 – 12/2019

Förderung: Einstein Stiftung


JUNITED geht zurzeit dem Erkenntnisinteresse nach, welche Reaktionsspektren auf ein sich wandelndes Einwanderungsland konkret mit Bezug auf die Themen Islam und Muslime in Deutschland empirisch zu erfassen sind. Die Islam- und Muslimbilder in Deutschland dienen dabei als Gradmesser der gesellschaftlichen Haltung gegenüber Minderheiten in einer sich pluralisierenden und heterogenisierenden Gesellschaft. Die Forschungsgruppe untersucht, wie vorhandene kulturelle und nationale Interpretationsmuster („Narrationen des Deutschseins“) im Zusammenspiel mit soziostrukturellen Faktoren den Diskursraum für Integrations- und Migrationsfragen in einer sich diversifizierenden Gesellschaft gestalten. Das Forschungsvorhaben stellt sich zur Aufgabe, diese Interaktionen zwischen kulturellen Narrativen und strukturellen Bedingungen herauszuarbeiten und zu analysieren. Das Studiendesign ist explizit auf diese Aufgabe ausgerichtet und unterscheidet sich theoretisch wie methodisch von bisher durchgeführten Studien, die entweder nur soziostrukturelle Elemente und Abstiegsängste thematisierten oder solche, die vor Allem kulturelle Faktoren zur Erklärung von Rassismus und Ausgrenzungstendenzen heranzogen. Um die theoretischen Annahmen empirisch zu überprüfen, fand eine quantitative, deutschlandweite Bevölkerungsumfrage (N=8270) statt. Durch qualitative Codierungen wurde das Material analytisch ergänzt. Auf der Basis dieses Datensatzes wurden bisher drei Bundesstudien und vier Bundesländerstudien vor allem zum Thema Einstellungen zu MuslimInnen in der postmigrantischen Gesellschaft veröffentlicht. 

Leitung: Prof. Dr. Naika Foroutan, Dr. Coskun Canan

Laufzeit: 06/2012 - 05/2019

Förderung: Stiftung Mercator


Teilzeit, Leiharbeit, Minijobs, Soloselbstständigkeit: Immer mehr Menschen in Deutschland sind prekär beschäftigt, das ist bekannt. Was aber bedeutet das subjektiv für die Betroffenen? Welche sozialen Folgen erwachsen daraus? „Ich gehe davon aus, dass sich Unsicherheiten auch in anderen Dimensionen wie der Fürsorge, der Gesundheit, der Teilhabe, im Wohnen und – was mich besonders interessiert – in Paarbeziehungen und Freundschaften zeigen können“, sagt Dr. Mona Motakef. Sie beschäftigen die Anerkennungsdefizite, die mit einem prekären Job einhergehen können. Können sie durch die Anerkennung in einer Liebesbeziehung abgefedert werden? Steigern sie sich, wenn es auch dort nicht gut läuft? Gelingt es prekär Beschäftigten, ob allein oder als Paar lebend, überhaupt alternative Quellen für Anerkennung zu finden? 

Leitung: Dr. phil. Mona Motakef

Laufzeit: 09/2018 - 03/2019

Förderung: Hans-Böckler-Stiftung


Conflicts between religion and secularity (i.e., secular and religious discourses, norms, actors, and institutions) are shaped differently in differing socio-legal contexts in the Middle East and Europe. While current scholarship has often studied this tension by focusing on religious rituals (head-scarf, minarets, animal slaughter, etc.), we claim that new light can be shed on the religion/secularity tension by exploring a broader set of examples concerning bodily politics, that is legal contestations over images of the body and authority over the body. To explore the way secularity and religion shape and are shaped by the legal regulation of body politics we focus on three recent controversies: male circumcision, brain-dead organ donation, and abortion in three different countries Germany, Israel, and Turkey.

Leitung: Prof. Gökce Yurdakul, Prof. Shai Lavi (Tel Aviv University)

Laufzeit: 01/2016 - 12/2018

Förderung: German-Israeli Foundation (GIF)


Nicht ein Gespenst geht um in Europa - sondern viele: die Gespenster politischer Ratlosigkeit. Was tun? An Krisendiagnosen und Antwortversuchen mangelt es nicht. Doch eine Theorie politischer Ratlosigkeit fehlt. Denn die Frage "Was tun?" stellt sich nicht von selbst. Wann, wie und von wem wird sie gestellt und dadurch politische Ratlosigkeit überhaupt erst fest- und hergestellt? Politische Akteure haben ein Interesse an dieser Frage. Sie werfen einander Ratlosigkeit vor und antworten darauf mit konkurrierenden Politikangeboten. Politische Beraterinnen und Berater sind gleichfalls an der Frage der Ratlosigkeit interessiert. Um ihren Ratschlägen Gehör zu verleihen, schaffen und vergrößern sie den Beratungsbedarf ihrer Adressaten, den sie mit ihren Ratschlägen bedienen. Ähnliches gilt für Politikberatungs-Theoretiker. Sie erhöhen die Aufmerksamkeit für ihre Theorien und für ihre Meta-Ratschläge über den richtigen Umgang mit Rat, indem sie hierzu Ratlosigkeit fest- und herstellen. Die politische (Ideen-)Geschichte des Rats kann daher als eine Geschichte nicht allein der Reduktion, sondern zugleich der Produktion politischer Ratlosigkeit gelesen und erzählt werden. Vor ihrem Hintergrund lässt sich eine Theorie politischer Ratlosigkeit skizzieren. Diese wird die Gespenster der ratlosen Gegenwart zwar kaum vertreiben. Sie kann sie aber begreifbarer machen, indem sie anstelle schneller Antworten die Frage politischer Ratlosigkeit selbst wieder zum Beratungsgegenstand macht.

Leitung: Dr. phil. Felix Wassermann

Laufzeit: 02/2015 – 08/2018

Förderung: Volkswagen Stiftung


This post doc project examines the impact of constitutional politics on the stability of autocratic and hybrid regimes. In line with recent research, it argues that constitutions and constitutional politics have a variety of purposes both in substance and in effect in these contexts. Assuming that ruling alone and absolutely is merely a theoretical possibility, political power is always, even in its most absolute sense dependent on a cohesive group and "a device" (following Ginsburg and Simpser) to control this group. In a surprisingly high number of cases, these devices of choice are constitutions. More importantly, hybrid regimes establish a unique form of commitment to constitutions. This results in fierce political conflicts over amendments. Hence, this project aims to understand how and why constitutional rule in autocratic and hybrid regimes helps to consolidate state power. The project utilizes an event-history approach, which allows to estimate the effects of the factors on the dependent variable (duration of the autocratic regime) over time. The preliminary factors found to hold some predictive power are few leadership changes, defeat in war, and low level of constitutional politics in general. The sample includes the constitutions of independent states that have existed between 1918 and 2015.

Leitung: Dr. Anna Fruhstorfer

Laufzeit: 2016 – 2017

Förderung: Volkswagen Stiftung


Das Forschungsprojekt untersucht Ansprüche an betriebliche Partizipation und lebensweltliche Reproduktion vor dem Hintergrund subjektiver Krisen- und Ungleichheitserfahrungen im Bereich hochqualifizierter Arbeit. Im Fokus stehen die Wahrnehmungen und Handlungsorientierungen von Fach- und Führungskräften sowie betrieblichen Interessenvertretungen. Deren Ansprüche an den Gesamtzusammenhang von Arbeit und Leben, wie er sich insbesondere über das Geschlechterverhältnis vermittelt, werden im Kontext der Umstrukturierung von betrieblichen Leistungsregimen, Personalentwicklungsmaßnahmen und Vereinbarkeitsstrukturen betrachtet. Die arbeits- und geschlechterpolitischen Konfliktlagen, die sich daraus ergeben, sollen im Projekt für das exemplarische Untersuchungsfeld Deutsche Bahn AG empirisch rekonstruiert werden, um Ansatzpunkte für eine Strategie der Demokratisierung von Arbeit zu identifizieren.

Leitung: Prof. Dr. sc. phil. Hildegard-Maria Nickel

Laufzeit: 02/2016 – 12/2017

Förderung: Hans-Böckler-Stiftung


Ziel der Studie ist es, durch eine Analyse der Wohnverhältnisse die sozialen Herausforderungen der Wohnungspolitik genauer zu definieren und Kriterien für eine armutsfeste und bedarfsorientierte soziale Grundsicherung im Bereich des Wohnens zu entwickeln. Darüber hinaus soll die Studie durch die Abschätzung der sozialen Versorgungsbedarfe einen substantiellen Beitrag für eine verstärkte soziale Orientierung in den aktuellen wohnungspolitischen Diskussionen erarbeiten. Aufbauend auf den statistischen Auswertungen sollen die Potentiale der bundespolitischen Instrumente der Wohnungspolitik für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen analysiert werden.

Leitung: Dr. rer. pol. Henrik Lebuhn (Stadt- und Regionalsoziologie)

Laufzeit: 11/2016 – 10/2017

Förderung: Hans-Böckler-Stiftung

 

 

Sonstige

Europaweit bestimmt die eigene Migrationsgeschichte die sozial-ökonomische Positionierung der Menschen. Die Positionierung, aber auch die Aufstiegschancen der Migrant/innen in Deutschland sind schlechter als diejenigen der Deutschen ohne Migrationshintergrund. In der selbstständigen Beschäftigung sehen Wissenschaftler/innen eine Chance für die soziale Mobilität der Migrant/innen. Ob jedoch die Unternehmensgründung tatsächlich zum nachhaltigen sozial-ökonomischen Aufstieg führt, und wenn ja, unter welchen Bedingungen, ist höchst umstritten. Diesbezüglich wird auf die „ethnische Falle“ oder auf das erhöhte Armutsrisiko der Selbständigen verwiesen. Jedoch fehlen Studien, die systematisch untersuchen, wie sich Migrationshintergrund, Selbstständigkeit und soziale Ungleichheiten zu einander verhalten. Diese Lücke will das geplante Vorhaben schließen.

Leitung: Prof. Dr. Magdalena Nowicka, Prof. Maria Nawojczyk (AGH Krakow, Polen)

Laufzeit: 06/2016 - 12/2018

Förderung: Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)


Das Projekt "Was ist der 'Islamische Staat'? Netzwerk-Staaten als Bedrohung für offene Gesellschaften" verfolgt zwei Ziele: Erstens sucht es aufständische Netzwerk-Staaten - am Beispiel des so genannten "Islamischen Staats" (IS) - als einen neuen Typus nichtstaatlicher Gewaltakteure in der internationalen Politik zu beschreiben. Zweitens zielt es auf ein umfassendes Verständnis der spezifischen Bedrohung ab, die Akteure wie der IS für offene multikulturelle Gesellschaften darstellen. Netzwerk-Staaten sind weder Terrornetzwerke noch territorial begrenzte souveräne Staaten, sondern hybride Akteure, die Elemente von Terrornetzwerken und souveränen Territorialstaaten auf neuartige Weise miteinander verbinden. Der IS vertraut einerseits auf globale Netzwerke ausländischer Kämpfer, Gelder und Waffen. Andererseits kontrollieren seine Führer bestimme territoriale Enklaven und generieren dort Legitimität durch die Bereitstellung öffentlicher Güter wie auch durch klassische Guerillataktiken des Terrors und der ideologischen Indoktrination. Am Beispiel des IS bearbeiten wir vier Fragen: 1. Wie lässt sich der gegenwärtige Aufstieg aufständischer Netzwerk-Staaten erklären? 2. Inwiefern, wenn überhaupt, unterscheiden sich heutige aufständische Netzwerk-Staaten von historischen Guerillabewegungen und deren Staatsbildungsversuchen? 3. Wie genau bedrohen aufständische Netzwerk-Staaten offene multikulturelle Gesellschaften im Allgemeinen und Deutschland sowie Australien im Besonderen? 4. Welche Strategien sind am effektivsten, um der von aufständischen Netzwerk-Staaten ausgehenden Bedrohung offener multikultureller Gesellschaften zu begegnen? Das Projekt sieht eine zweijährige Zusammenarbeit der deutschen und australischen Projektteilnehmer mit vier einmonatigen Intensiv-Arbeitsphasen in Berlin und Brisbane vor.

Leitung: Prof. Dr. phil. Herfried Münkler

Laufzeit: 01/2016 – 12/2017

Förderung: Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)


  • Projekte zur Internationalisierung

Weitere Informationen können Sie hier finden.

Leitung: Prof. Dr. Silvia von Steinsdorff

Laufzeit: laufend

Förderung: DAAD