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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Sozialwissenschaften

Aktuelle Forschungsprojekte

 

Die Forschungsprojekte können Sie nach verschiedenen Kriterien durchsuchen.

I. Nach Forschungsgebieten

  • Demokratie und Transformation
  • Soziale und politische Ungleichheiten
  • Migration und die urbane Welt
  • Wissenschaftsforschung

II. Nach Förderinstitutionen

  • DFG
  • Europäische Projekte
  • Ministerien
  • Stiftungen
  • Sonstige

III. Alle aktuellen Forschungsprojekte nach Laufzeit geordnet

 

 

 Am Institut für Sozialwissenschaften (ISW) der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wird eine neue Professur für „Soziologie der Sozialpolitik“ eingerichtet. Die auf Dauer eingerichtete Stiftungsprofessur wird in den ersten fünf Jahren mit mehr als einer Million Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Damit soll ein Beitrag zur Stärkung von Forschung und Lehre im Bereich der Sozialpolitik an deutschen Hochschulen geleistet werden. Die Professur soll sich schwerpunktmäßig mit Fragen des Verhältnisses von Ungleichheit und Sozialpolitik beschäftigen. Vor dem Hintergrund des rapiden Wandels der Arbeitswelt, des technologischen Wandels und sozialstrukturellen Veränderungen soll erforscht werden, wie verschiedene Gruppen der Gesellschaft von Änderungen betroffen sind und welche neuen Anforderungen sich dadurch an investive und umverteilende Sozialpolitik stellen. Dabei soll nicht nur eine mehrdimensionale Ungleichheitsperspektive leitend sein, sondern es sollen auch subjektive Aspekte und Copingstrategien berücksichtigt werden. Die Forschung der Professur soll auch Fragen der Neugestaltung sozialpolitischer Instrumente adressieren. Ziel ist es, anhand von empirischen Befunden sowohl für die Politik als auch die Öffentlichkeit transparent zu machen, wie sich unterschiedliche sozialpolitische Entscheidungen sowohl auf den Lebensverlauf von Individuen als auch auf Kenngrößen wie Primärverteilung, Teilhabechancen und zukünftige Einkommensverteilung auswirken. Die Professur wird in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und dem dort ansässigen Sozio-oekonomischen Panel (DIW Berlin / SOEP) auf Dauer eingerichtet und soll durch die Mitwirkung am Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) einen Beitrag zur evidenzbasierten Erforschung des Wandels des Systems der sozialen Sicherung leisten.

Leitung: Prof. Dr. Johannes Giesecke, Prof. Dr. Steffen Mau

Laufzeit: 01/2018 - 12/2022

Förderung: Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung


Fragen der Reproduktion und Familiengründung stehen im Zentrum der (sozial-)politischen und wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. In Deutschland kam es zu einer zunehmenden rechtlichen Gleichstellung hetero- und homosexueller Lebensformen, doch bestehen soziale, institutionelle und rechtliche Ungleichheiten fort. Neue Reproduktionstechnologien erleichtern zwar mehr Menschen eine Elternschaft, doch Menschen jenseits des heterosexuellen (Ehe-)Paarseins sind hiervon oft ausgenommen, da aufgrund der gesellschaftlichen Hetero- und Paarnormativität abweichende Lebens- und Liebesformen abgewertet oder ausgeschlossen werden. Wir möchten daher die Heterogenität familialer Lebensformen jenseits der heterosexuellen Kleinfamilie - sog. Regenbogen- oder LGBTIQ-Familien - aus einer ungleichheitssoziologischen Perspektive theoretisch und empirisch fokussieren.

Leitung: Prof. Dr. phil. Christine Wimbauer, Dr. Almut Peukert (Soziologie der Arbeit und der Geschlechterverhältnisse)

Laufzeit: 01/2018 - 12/2020

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


In der Forschungswerkstatt kooperiert ein interdisziplinäres, internationales und mehrsprachiges Team in wechselnden Konstellationen. Alle Beteiligten teilen ein gemeinsames Interesse an dem Forschungsgegenstand „Verfassungspolitik in der Türkei“, betrachten das Thema jedoch aus unterschiedlichen disziplinären und nationalen Blickwinkeln.

Leitung: Silvia von Steinsdorff in Kooperation mit Assoc. Prof. Ece Göztepe (Bilkent Universität) 

Laufzeit: 2017 – 2019 (2. Phase)

Förderung: Stiftung Mercator (im Programm "Blickwechsel: Studien zur zeitgenössischen Türkei").


As Scientific Programme Coordinator for the NORFACE Program „Welfare State Futures,“ my proposed coordination strategy emphasizes three different avenues of networking, communication, and capacity-building: the creation of a Project Leader Council; the organization of a series of thematic workshops that would bring together members of different WSF projects; utilizing synergy effects across projects to promote training of young and emerging researchers and the dissemination of research results to both scholars and the public.

 Leitung: Prof. Ph. D. Ellen Immergut (Vergleichende Analyse politischer Systeme)

 Laufzeit: 04/2015 – 06/2019

 Förderung:

Conflicts between religion and secularity (i.e., secular and religious discourses, norms, actors, and institutions) are shaped differently in differing socio-legal contexts in the Middle East and Europe. While current scholarship has often studied this tension by focusing on religious rituals (head-scarf, minarets, animal slaughter, etc.), we claim that new light can be shed on the religion/secularity tension by exploring a broader set of examples concerning bodily politics, that is legal contestations over images of the body and authority over the body. To explore the way secularity and religion shape and are shaped by the legal regulation of body politics we focus on three recent controversies: male circumcision, brain-dead organ donation, and abortion in three different countries Germany, Israel, and Turkey.

Leitung: Prof. Gökce Yurdakul, Prof. Shai Lavi (Tel Aviv University)

Laufzeit: 01/2016 - 12/2018

Förderung: German-Israeli Foundation (GIF)


The second project phase aims to establish how EU professionals negotiate 'European' and 'local' stocks of knowledge in the context of EU-funded projects and how they influence the implementation of such projects, especially the allocation of financial resources. In addition to the aforementioned two countries Spain will be included in the study to also gain further insights about a Member State much affected by the eurozone crisis. Using the example of two selected areas of EU funding - the EU cohesion policy and the research funding 'Horizon 2020' -, the study places the procurement and translation services provided by funding specialists as well as the apparent difficulties encountered during this process under close investigation. By focusing on the practical dimension of EU-funded projects, Subproject 5 takes a close look at one of the central pillars of Europe's current crisis management strategy and explores the 'technical' implementation of EU policy-making from a sociological perspective, placing special emphasis on employment and knowledge. With these objectives in mind the study is meant to provide a better understanding of problems and challenges of Europeanization triggered by increasing expertization and professionalization of EU governance.

 Leitung: Prof. Dr. Steffen Mau

 Laufzeit: 10/2015 – 10/2018 (2. Phase)

 Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Das Projekt HEALTHDOX beschäftigt sich mit der Zukunft europäischer Gesundheitspolitik. Entsprechend der 5 übergreifenden Forschungsthemen der Ausschreibung untersuchen wir, wie sich die Gesundheitsreformen der letzten Jahre auf Gesundheitsausgaben, Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung und Einstellungen gegenüber dem Gesundheitssystem sowie dem Sozialstaat an sich ausgewirkt haben. Im abstrakten Sinn gehen wir der Fragen nach, ob es ein Paradox bei der zukünftigen Ausrichtung von Gesundheitssystemen gibt.

Leitung: Prof. Ph. D. Ellen Immergut (Vergleichende Analyse politischer Systeme)

Laufzeit: 2/2015 – 09/2018

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Nicht ein Gespenst geht um in Europa - sondern viele: die Gespenster politischer Ratlosigkeit. Was tun? An Krisendiagnosen und Antwortversuchen mangelt es nicht. Doch eine Theorie politischer Ratlosigkeit fehlt. Denn die Frage "Was tun?" stellt sich nicht von selbst. Wann, wie und von wem wird sie gestellt und dadurch politische Ratlosigkeit überhaupt erst fest- und hergestellt? Politische Akteure haben ein Interesse an dieser Frage. Sie werfen einander Ratlosigkeit vor und antworten darauf mit konkurrierenden Politikangeboten. Politische Beraterinnen und Berater sind gleichfalls an der Frage der Ratlosigkeit interessiert. Um ihren Ratschlägen Gehör zu verleihen, schaffen und vergrößern sie den Beratungsbedarf ihrer Adressaten, den sie mit ihren Ratschlägen bedienen. Ähnliches gilt für Politikberatungs-Theoretiker. Sie erhöhen die Aufmerksamkeit für ihre Theorien und für ihre Meta-Ratschläge über den richtigen Umgang mit Rat, indem sie hierzu Ratlosigkeit fest- und herstellen. Die politische (Ideen-)Geschichte des Rats kann daher als eine Geschichte nicht allein der Reduktion, sondern zugleich der Produktion politischer Ratlosigkeit gelesen und erzählt werden. Vor ihrem Hintergrund lässt sich eine Theorie politischer Ratlosigkeit skizzieren. Diese wird die Gespenster der ratlosen Gegenwart zwar kaum vertreiben. Sie kann sie aber begreifbarer machen, indem sie anstelle schneller Antworten die Frage politischer Ratlosigkeit selbst wieder zum Beratungsgegenstand macht.

Leitung: Dr. phil. Felix Wassermann

Laufzeit: 02/2015 – 08/2018

Förderung: Volkswagen Stiftung


Welche verschiedenen Positionen zum Verbot der Vollverschleierung bestehen innerhalb der Gruppe der Trägerinnen selbst? Wie wird die Debatte darum von den Niqab tragenden Frauen selbst wahrgenommen, die über sie geführt wird? Was sind die unterschiedlichen Motive, die Vollverschleierung anzulegen und wie empfinden sie die Reaktionen der Öffentlichkeit? Welche Formen der Handlungsmacht erleben sie durch die Verschleierung und wo sehen sie Einschränkungen? Die Beantwortung dieser Fragen soll mithilfe der hier geplanten Studie durch eine möglichst große Zahl an Interviewpartnerinnen auf eine breitere Datenbasis gestellt werden. Durch leitfadengestützte qualitative Interviews werden von einem möglichen Verbot betroffene Frauen befragt, so dass verschiedene Positionen und Haltungen innerhalb der Gruppe herausgearbeitet werden können. Durch diese Vorgehensweise wird nicht die Position einer einzelnen Person als pars pro toto genommen, sondern systematisch die mögliche Vielfalt an Positionen herausgearbeitet.

Leitung: Prof. Dr. Gökçe Yurdakul (G.Simmel Prof. Comparative Studies on Diversity/Social Conflicts)

Projektmitglieder: Dr. Ulrike Hamann, Soraya Hassoun, Dorina Kalkum

Laufzeit: 6/2017 – 2/2018

Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


How European welfare states will develop is hard to predict. People’s current aspirations, ideas and assumptions will be important drivers of change and persistence and of the extent to which conflict and solidarity surround change. This project uses innovative methods (deliberative democratic forums and qualitative cross-national focus group surveys) to develop an understanding of people’s aspirations for the Europe their children will inhabit. The interactive and discursive methods deal directly with people’s ideas, but are rarely used in comparative welfare studies. The project is essentially forward-looking. It will contribute to theoretical work on the main cleavages and solidarities driving social policy in and to more practical consideration of the parameters of acceptable policy change. It will supply new findings relevant to the politics and sociology of welfare and provide data for reanalysis and as a base-line in future studies. Research teams in six different European welfare states (United Kingdom, Belgium, Denmark, Germany, Norway, Slovenia) started their work on 1 February 2015. The research consortium will be led by Peter Taylor-Gooby (University of Kent, UK).

Leitung: Prof. Peter Taylor-Gooby (Universität Kent, GB), deutsches Teilprojekt: Prof. Dr. Steffen Mau

Projektmitglieder: Dr. Jan-Ocko Heuer, Prof. Dr. Steffen Mau

Laufzeit: 2/2015 – 1/2018

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


This post doc project examines the impact of constitutional politics on the stability of autocratic and hybrid regimes. In line with recent research, it argues that constitutions and constitutional politics have a variety of purposes both in substance and in effect in these contexts. Assuming that ruling alone and absolutely is merely a theoretical possibility, political power is always, even in its most absolute sense dependent on a cohesive group and "a device" (following Ginsburg and Simpser) to control this group. In a surprisingly high number of cases, these devices of choice are constitutions. More importantly, hybrid regimes establish a unique form of commitment to constitutions. This results in fierce political conflicts over amendments. Hence, this project aims to understand how and why constitutional rule in autocratic and hybrid regimes helps to consolidate state power. The project utilizes an event-history approach, which allows to estimate the effects of the factors on the dependent variable (duration of the autocratic regime) over time. The preliminary factors found to hold some predictive power are few leadership changes, defeat in war, and low level of constitutional politics in general. The sample includes the constitutions of independent states that have existed between 1918 and 2015.

Leitung: Dr. Anna Fruhstorfer

Laufzeit: 2016 – 2017

Förderung: Volkswagen Stiftung


Recent protests against austerity measures and the political pressure experienced by governments across the Eurozone point to the vital importance of public opinion about Europeanization for policy-making and political conflict. This research project investigates the causes of citizen attitudes toward European integration and the European Union (EU). My main goal is to determine whether political elites (politicians, experts, and political parties) have the capacity to influence public opinion and to manufacture political majorities for or against European integration. I focus on elite influence through political rhetoric and party competition, and I study the interaction of these types of communication with individual dispositions that are known to be strongly correlated to EU attitudes. The extant literature relies almost entirely on non-experimental observational studies, and has so far failed to provide valid evidence for the extent of elite influence. I address this issue by conducting a series of seven political psychological experiments, combined with an analysis of existing data from public opinion surveys, media content assessments, and party manifesto codings.

Leitung: Prof. Dr. Konstantin Vössing (Vergleichende Analyse politischer Systeme)

Laufzeit: 02/2013 – 12/2017

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Das Projekt "Was ist der 'Islamische Staat'? Netzwerk-Staaten als Bedrohung für offene Gesellschaften" verfolgt zwei Ziele: Erstens sucht es aufständische Netzwerk-Staaten - am Beispiel des so genannten "Islamischen Staats" (IS) - als einen neuen Typus nichtstaatlicher Gewaltakteure in der internationalen Politik zu beschreiben. Zweitens zielt es auf ein umfassendes Verständnis der spezifischen Bedrohung ab, die Akteure wie der IS für offene multikulturelle Gesellschaften darstellen. Netzwerk-Staaten sind weder Terrornetzwerke noch territorial begrenzte souveräne Staaten, sondern hybride Akteure, die Elemente von Terrornetzwerken und souveränen Territorialstaaten auf neuartige Weise miteinander verbinden. Der IS vertraut einerseits auf globale Netzwerke ausländischer Kämpfer, Gelder und Waffen. Andererseits kontrollieren seine Führer bestimme territoriale Enklaven und generieren dort Legitimität durch die Bereitstellung öffentlicher Güter wie auch durch klassische Guerillataktiken des Terrors und der ideologischen Indoktrination. Am Beispiel des IS bearbeiten wir vier Fragen: 1. Wie lässt sich der gegenwärtige Aufstieg aufständischer Netzwerk-Staaten erklären? 2. Inwiefern, wenn überhaupt, unterscheiden sich heutige aufständische Netzwerk-Staaten von historischen Guerillabewegungen und deren Staatsbildungsversuchen? 3. Wie genau bedrohen aufständische Netzwerk-Staaten offene multikulturelle Gesellschaften im Allgemeinen und Deutschland sowie Australien im Besonderen? 4. Welche Strategien sind am effektivsten, um der von aufständischen Netzwerk-Staaten ausgehenden Bedrohung offener multikultureller Gesellschaften zu begegnen? Das Projekt sieht eine zweijährige Zusammenarbeit der deutschen und australischen Projektteilnehmer mit vier einmonatigen Intensiv-Arbeitsphasen in Berlin und Brisbane vor.

Leitung: Prof. Dr. phil. Herfried Münkler

Laufzeit: 01/2016 – 12/2017

Förderung: Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)


Das Forschungsprojekt untersucht Ansprüche an betriebliche Partizipation und lebensweltliche Reproduktion vor dem Hintergrund subjektiver Krisen- und Ungleichheitserfahrungen im Bereich hochqualifizierter Arbeit. Im Fokus stehen die Wahrnehmungen und Handlungsorientierungen von Fach- und Führungskräften sowie betrieblichen Interessenvertretungen. Deren Ansprüche an den Gesamtzusammenhang von Arbeit und Leben, wie er sich insbesondere über das Geschlechterverhältnis vermittelt, werden im Kontext der Umstrukturierung von betrieblichen Leistungsregimen, Personalentwicklungsmaßnahmen und Vereinbarkeitsstrukturen betrachtet. Die arbeits- und geschlechterpolitischen Konfliktlagen, die sich daraus ergeben, sollen im Projekt für das exemplarische Untersuchungsfeld Deutsche Bahn AG empirisch rekonstruiert werden, um Ansatzpunkte für eine Strategie der Demokratisierung von Arbeit zu identifizieren.

Leitung: Prof. Dr. sc. phil. Hildegard-Maria Nickel

Laufzeit: 02/2016 – 12/2017

Förderung: Hans-Böckler-Stiftung


Ziel der Studie ist es, durch eine Analyse der Wohnverhältnisse die sozialen Herausforderungen der Wohnungspolitik genauer zu definieren und Kriterien für eine armutsfeste und bedarfsorientierte soziale Grundsicherung im Bereich des Wohnens zu entwickeln. Darüber hinaus soll die Studie durch die Abschätzung der sozialen Versorgungsbedarfe einen substantiellen Beitrag für eine verstärkte soziale Orientierung in den aktuellen wohnungspolitischen Diskussionen erarbeiten. Aufbauend auf den statistischen Auswertungen sollen die Potentiale der bundespolitischen Instrumente der Wohnungspolitik für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen analysiert werden.

Leitung: Dr. rer. pol. Henrik Lebuhn (Stadt- und Regionalsoziologie)

Laufzeit: 11/2016 – 10/2017

Förderung: Hans-Böckler-Stiftung


Die sozialen und wirtschaftlichen Transformationen der letzten drei Jahrzehnte stellen Nationalstaaten vor große Herausforderungen. Neben der häufig diskutierten Neuausrichtung von Sozialstaaten, gilt dies in gleichem Maße für andere Politikbereiche, wie z.B. Bemühungen um eine nachhaltige Landwirtschafts- oder Migrationspolitik. Während diese Entwicklungen einer Vielzahl von OECD Staaten gemein sind, lassen sich empirisch erhebliche Unterschiede in Grad und Natur der Reformbemühungen zwischen unterschiedlichen Ländern und Regierungen beobachten. Mit den angesprochenen Reformen sind wesentliche Entscheidungen über die Umverteilung von Ressourcen innerhalb der betroffenen Gesellschaften verbunden. Die Umverteilung betrifft sowohl etablierte Interessen- und Wählergruppen, als auch neu-entstandene soziale und politische Gruppierungen. Eine wesentliche Frage für die Analyse der zugrundeliegenden Entscheidungsprozesse ist, inwieweit politischer Wettbewerb und Wählerdruck die Entwicklungen und Ergebnisse in den genannten Politikfeldern prägen

Leitung: Prof. Ph. D. Ellen Immergut (Vergleichende Analyse politischer Systeme)

Laufzeit: 03/2013 – 09/2017

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Seit einigen Jahren wird die ‚Prekarisierung‘ von Erwerbsarbeit vermehrt wissenschaftlich und öffentlich diskutiert. Die soziologische Prekarisierungsforschung nimmt hierbei aber oft einen auf einzelne Individuen und auf Erwerbsarbeit fokussierten Blick ein. Doch prekäre Be-schäftigung ist nicht nur häufig mit geringem Einkommen, sondern auch mit weniger Anerkennungschancen verbunden. Anerkennungsdefizite prekärer Beschäftigung sind jedoch bisher kaum untersucht, ebenso die sozialen Folgen prekärer Beschäftigung im Lebenszusammenhang und für die Geschlechterverhältnisse. Daher möchte das beantragte Vorhaben eine anerkennungs- und geschlechtertheoretische Perspektive auf prekäre Beschäftigung im Lebenszusammenhang entwickeln. Im Zentrum steht die interaktive (Paar-)Praxis der Herstellung von Anerkennung und von (Geschlechter-)Ungleichheiten bei prekär Beschäftigten mit und ohne Paarbeziehung. In Verbindung der Work and Family-, der Prekarisierungs- und der Anerkennungsforschung im Anschluss an Axel Honneth und Judith Butler sollen die Wechselwirkungen von prekärer Beschäftigung mit Paar- und Nahbeziehungen, dem Haushaltskontext, weiteren Lebensbereichen und mit Ge-schlechterkonzepten und dem Geschlechterverhältnis untersucht werden. Mittels qualitativer Paar- und Einzelinterviews und in einer konsequent rekonstruktiv-intersubjektiven Forschungslogik möchte das Projekt Anerkennungschancen, das Verhältnis von ‚Arbeit‘ und ‚Leben‘ / ‚Liebe‘ sowie (Geschlechter-)Ungleichheiten bei prekär Beschäftigten er-forschen: Wofür finden die Einzelnen in der Erwerbssphäre und in der Sphäre sozialer Nahbeziehungen Anerkennung und wie nehmen sie dies wahr? Weitet sich die Prekarisierung auf den gesamten Lebenszusammenhang und damit auch auf Nah- und Paarbeziehungen aus? Oder können soziale Nahbeziehungen Einschränkungen von Anerkennung in der Erwerbssphäre mildern? Wie gestaltet sich dies bei Personen ohne Partner/in, die nicht über die Anerkennungsform ‚Liebe‘ im Bereich von Paarbeziehungen verfügen? Und (wie) verändern sich tradierte Geschlechterleitbilder, Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlechterverhältnisse durch prekäre Beschäftigung?

Leitung: Prof. Dr. phil. Christine Wimbauer

Laufzeit: 03/2015 – 09/2017

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


The TRANSFORmIG project entails interdisciplinary, multi-method research in selected localities in Great Britain, Germany and Poland. Spanning sociology, anthropology, urban and media studies, the project investigates with the help of a longitudinal qualitative study, individual and group interviews, ethnography and discourse analysis how people’s attitudes and skills to act in diverse societies change over time and in dependence with historical and contemporary conditions....

Leitung: Prof. Magdalena Nowicka

Laufzeit: 03/2013 - 08/2017

Förderung: Europäische Union (EU)