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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Sozialwissenschaften

Soziale und politische Ungleichheiten sowie Arbeit und Lebensführung

Moderne Gesellschaften und Demokratien befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen politischer Gleichheit und sozialer Ungleichheit. Der Forschungsschwerpunkt „Soziale und politische Ungleichheiten“ befasst sich sowohl mit den unterschiedlichen Ausprägungen, den damit verbundenen Konflikten, den Ursachen wie auch mit den Legitimationsmustern von Ungleichheit. Soziale Ungleichheiten  resultieren dabei aus der Ungleichverteilung und intergenerationalen Transmission von ökonomischem, sozialem und kulturellem Kapital, sie können aber auch durch zugeschriebene Differenzkategorien wie Alter, Geschlecht oder Ethnizität vermittelt sein und sozialstaatlich moderiert werden. In der globalisierten Welt entstehen sie zudem durch die unterschiedliche Eingebundenheit in internationale Produktions- und Finanzregime und überspringen somit die Grenzen der nationalstaatlich organisierten  Gesellschaften. Politische Ungleichheiten sind häufig gesellschaftlich codiert wie etwa das Interesse an und das Wissen über Politik, das klassen-, schicht- und milieuspezifisch variiert. Darüber hinaus ergeben sich politische Ungleichheiten aus der differenziellen Verteilung von Staatsbürgerrechten.

Die Veränderungen von Arbeit, Geschlecht und privater Lebensführung werden aus handlungs-, organisations- und institutionentheoretischen sowie international vergleichenden Perspektiven betrachtet. Arbeit wird als zentrale Dimension sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Machtverhältnisse und im Gesamtzusammenhang von Arbeit und Leben betrachtet. Die gesellschaftliche und betriebliche Organisation von Arbeit wird in verschiedenen sozial- und politökonomischen wie auch sozialhistorischen Kontexten und in ihren Wechselwirkungen mit individuellen Lebensverlaufsmustern erforscht (z. B. Care and Career). Neben den makro- und mesoanalytischen Perspektiven auf sozialstrukturelle und institutionelle Umbrüche der Arbeitsgesellschaft werden auf mikroanalytischer Ebene auch Sozialisationsprozesse in Bezug auf Arbeit, Lebensführung, Geschlecht und Familie in den Blick genommen. Schließlich wird entlang explizierter kritisch-normativer Maßstäbe untersucht, welche Konsequenzen die aktuellen Entwicklungen von Arbeit und Lebensführung für soziales und politisches Handeln und die Entstehung neuer Formen von sozialen Beziehungen und kollektivem und zivilgesellschaftlichem Handeln mit sich bringen und welche Auswirkungen sie auf Prozesse sozialer Integration, soziale Ungleichheit, soziale wie geographische Mobilität und demographische Entwicklungen haben.

Hier können Sie die aktuellen Forschungsprojekte zum Thema soziale und politische Ungleichheiten sowie Arbeit und Lebensführung einsehen.

Lehrbereiche

Mikrosoziologie

Prof. Dr. Anette Fasang

Empirische Sozialforschung

Prof. Dr. Johannes Giesecke

Social Science Research Methods

Prof. Dr. Martin Kroh

Makrosoziologie

Prof. Dr. Steffen Mau

 

 

Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse

Prof. Dr. Christine Wimbauer, Prof. Dr. sc. oec. Karin Lohr

Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung

Prof. Jutta Allmendinger

Industrielle Ökologie und Klimawandel

Prof. Dr. Helga Weisz