Humboldt-Universität zu Berlin - Vergleichende Demokratieforschung und die Politischen Systeme Osteuropas

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Mehrdad Payandeh: Das verfassungsrechtliche Verbot rassistischer Diskriminierung – Dogmatik im internationalen und interdisziplinären Kontext

  • Wann 06.07.2021 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Online
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Rassismus und rassistische Diskriminierung werden in Deutschland so intensiv diskutiert wie noch nie. Welchen Beitrag das verfassungsrechtliche Verbot rassistischer Diskriminierung hierbei leisten kann, ist indes alles andere als klar. Wie kann ein Gericht überhaupt feststellen, ob eine Diskriminierung aufgrund der „Rasse“ vorliegt? Erfasst das Verbot auch mittelbare Diskriminierungen und wie verhält es sich zu Befunden von strukturellem bzw. institutionellem Rassismus? Verpflichtet es den Staat dazu, Menschen vor rassistischer Diskriminierung zu schützen? Und erlaubt oder gebietet es Förder- und Gleichstellungsmaßnahmen für von Rassismus und Diskriminierung Betroffene, etwa in Form einer „Migrantenquote“? Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten widmet sich der Beitrag dem Potential internationaler und interdisziplinärer Impulse für die Verfassungsdogmatik.

 

Mehrdad Payandeh ist Professor für Internationales Recht, Europarecht und Öffentliches Recht an der Bucerius Law School in Hamburg.

 

Die Veranstaltung ist Teil der Vorlesungsreihe Landscapes of Equality. Sie findet online statt, Anmeldung via lsi(at)rewi.hu-berlin.de.