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Humboldt-Universität zu Berlin - Migration und Geschlecht

Aktuelles


Neues Projekt im Rahmen des DeZIM-Rassismusmonitors eingeworben:

Showing your religion: The hijab and the equality of opportunities in the german labour market

 

Im Fokus dieses Projektes stehen Formen des anti-muslimischen Rassismus und dessen Konsequenzen auf die Arbeitsmarktintegration von in Deutschland lebenden Muslim*innen. Für eine umfassende Untersuchung von Rassismus aufgrund der Zugehörigkeit zum Islam ist es dabei nicht ausreichend Muslim*innen unter einer Kategorie zu fassen. Das Projekt zeichnet sich durch die Verknüpfung von Religion und Gender sowie durch die Bedeutung des Kopftuchtragens aus. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Zerrin Salikutluk, Magdalena Krieger (DIW Berlin) und Dr. Simon Kühne (Universität Bielefeld).

 

Call for Papers: Zweites DeZIM-Vernetzungstreffen und DeZIM-Workshop Series 

 

Am 12.11.2020, 11-18 Uhr, findet an der Universität Duisburg-Essen das zweite DeZIM-Vernetzungstreffen unter dem Titel „Please Mind the Gap! Zum Verhältnis von Migration und Gender in der Integrations- und Migrationsforschung“ statt. Die Veranstaltung ist gleichzeitig Teil der DeZIM-Workshop Series. Migrationsforscher*innen mit einem Genderbezug sind eingeladen sich bis zum 15.10. zum Vernetzungstreffen per Email bei den Organisator*innen (Katrin.Menke at uni-due.de &  Varthini.Sivapatham at uni-due.de) anzumelden. Nachwuchswissenschaftler*innen, die ihre Forschung vorstellen möchten, werden gebeten bis zum 20.09. einen Abstract bei den Organisator*innen per Email (Katrin.Menke at uni-due.de & Zerrin.Salikutluk at hu-berlin.de) einzureichen. 

 

Neue Veröffentlichung mit Georg Lorenz, Zsófia Boda und Malte Jansen im British Journal of Sociology of Education

 

SOCIAL INFLUENCE OR SELECTION? PEER EFFECTS ON THE DEVELOPMENT OF ADOLESCENTS’ EDUCATIONAL EXPECTATIONS IN GERMANY

Educational expectations are a key predictor of educational attainment. Throughout adolescence, friends increasingly function as ‘significant others’ and, thus, can affect the development of these expectations. Although scholars often interpret the clustering of students with similar expectations within friendship networks as the outcome of peer influence, a similarity of friends can also be a result of friendship selection processes and preselection due to ability tracking. We apply multilevel social network models to panel data of adolescents from Germany (1,992 ninth-grade students in 91 classes) to disentangle these mechanisms. Beyond selecting similar friends (homophily), we find that adolescents adapt their expectations towards the average expectations of their friends (social influence) but only in secondary-school tracks that support diverse educational paths. We conclude that peer socialization is important for the development of students’ educational expectations in contexts that are sufficiently heterogeneous to allow for the emergence of distinct peer milieus. Link

 

Neue Veröffentlichung mit Jonas Wiedner und Johannes Giesecke in den WSI-Mitteilungen Ausgabe 03/2020

 

WACHSENDE MIGRATIONSBEZOGENE UNGLEICHHEIT DURCH TECHNOLOGISCHEN UND SEKTORALEN WANDEL? DIE ARBEITSMARKTPOSITION TÜRKISCHER MIGRANT*INNEN IN WESTDEUTSCHLAND ZWISCHEN 1976 UND 2013

Bei aktuellen Debatten um strukturelle Veränderungen des deutschen Arbeitsmarkts im Zuge des technologischen Wandels wird selten auf die Situation von Migrant*innen eingegangen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Beitrag mit den Auswirkungen des strukturellen Wandels der deutschen Wirtschaft auf die Arbeitsmarktintegration von türkischen Migrant*innen. Die Autoren werten dazu Daten der Mikrozensus von 1976 bis 2013 aus und vergleichen Arbeitsmarktindikatoren von Deutschen und türkischen Migrant*innen der ersten Generation. Die Ergebnisse zeigen, dass bestehende Differenzen in der Qualifikationsstruktur durch die Bildungsexpansion im Zeitverlauf zugenommen haben, während mit dem Übergang in einen dienstleistungsdominierten Arbeitsmarkt die Bedeutung formaler Abschlüsse wuchs. Damit verbunden sanken die Erwerbschancen, Berufspositionen und Einkommen besonders von männlichen türkischen Migranten im Vergleich zu deutschen Personen. Entgegen den Prognosen klassischer Theorien glichen sich die Arbeitsmarktchancen von Migrant*innen nicht mit der Aufenthaltsdauer an ; vielmehr hat der sektorale Wandel des Arbeitsmarkts Nachteile von türkischen Migrant*innen der ersten Generation verstärkt. Link

 

Workshop "Alltagsmobilität und gleichberechtigte Teilhabe - Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt?" vom 24.01.2020

Fotos: Zerrin Salikutluk

Am 24.01.2020 fand der erste Forschungs-Praxis-Workshop zum Projekt „Gesunde Teilhabe – Die Verknüpfung von Gesundheit, Sport, Mobilität und sozialer Kohäsion“ statt, das aus Mitteln der Berlin University Alliance gefördert wird. Das Ziel des Workshops war es, einen Austausch zwischen wissenschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren zu initiieren und unterschiedliche Perspektiven auf die Themen Teilhabe, Mobilität und gesellschaftlicher Zusammenhalt zu sammeln.

 Nach einer Vorstellungsrunde folgte ein kurzes Impulsreferat der Forscherinnengruppe. Im Sinne des geplanten Austausches entstand eine Diskussion um den Gegenstand der Alltagsmobilität mit den Teilnehmer*innen. Zu Beginn wurde insbesondere der Zusammenhang von Mobilität als Voraussetzung für die Teilhabe verschiedener sozialer Gruppen thematisiert.  Infolgedessen wurden Hürden in den Blick genommen, die für eine gleichberechtigte und nachhaltige Mobilität bestehen – nicht nur auf individueller Ebene, sondern auch auf gesellschaftlicher oder politischer Ebene. Jedoch ließen sich bezüglich einer gleichberechtigten und nachhaltigen Mobilität auch Chancen identifizieren, die beispielsweise in einer Verbesserung des gemeinsamen Zusammenlebens oder auch in einer klimafreundlicheren Bilanz liegen.

 Die Veranstaltung schloss mit einer Nachbereitung seitens der Teilnehmer*innen und einem Ausblick zur weiteren Zusammenarbeit. Der Workshop diente als ideenreiche Austauschgelegenheit und zur strukturierten Diskussion eines komplexen Themas mit vielfältigen Perspektiven. Es war ein gelungener Auftakt für die Planung eines transdisziplinären Projekts.

 

Fotos: Tobias Weidmann
 

 

 

ESR-Artikel als "Top-Cited Paper" frei zugänglich

 

Why Do Immigrant Students Aim High? Explaining the Aspiration-Achievement Paradox of Immigrants in Germany ist als einer der Top-Cited Papers der letzten Jahre beim European Sociological Review bis zum 30. Juni 2019 unter diesem Link frei zugänglich.