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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Sozialwissenschaften

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Offener Brief des Geschäftsführenden Direktors des Instituts für Sozialwissenschaften und der Dekanin der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät

 

 

Liebe Mitglieder des Instituts für Sozialwissenschaften,

die Besetzung des Instituts für Sozialwissenschaften geht in die dritte Woche und ein Ende ist nicht absehbar. Die Belastung durch die Besetzung und auch der Unmut über die Situation wird für die Lehrenden am Institut und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer größer. Auch für die Studierenden, die sich nicht an der Besetzung beteiligen, wird die Situation nicht einfacher.

Mittlerweile lässt es sich nicht mehr verhindern, dass die rechtswidrige Besetzung erhebliche Auswirkungen auf den regulären Studienbetrieb des Instituts für Sozialwissenschaften hat. In den ersten zwei Wochen der Besetzung ist es durch großen Einsatz der Institutssekretärin noch gelungen, für die besetzten sieben Seminarräume weitgehend Ersatz zu finden. Schon dieser Ersatz entsprach in vielen Fällen nicht den Erwartungen von Lehrenden und Studierenden und war mit erheblichem organisatorischen Mehraufwand verbunden. Für die verbleibenden Wochen der Vorlesungszeit können Ersatzräume nicht mehr in dem bisherigen Umfang bereitgestellt werden. In der Woche vom 30. Januar 2017 müssen daher mindestens 30 Veranstaltungen entfallen, in der Woche vom 6. Februar werden es mindestens 50 Veranstaltungen sein. Wir bedauern die durch die Besetzung verursachten Nachteile für die Studierenden sehr, sehen uns jedoch derzeit nicht in der Lage, Abhilfe zu schaffen.

Da in den vergangenen Tagen viele unterschiedliche Informationen kursierten, informieren wir hiermit noch einmal über die Lehrsituation im Bereich Stadtsoziologie. Herr Holm wurde Ende 2016 für zwei Jahre beurlaubt und seine Stelle wird für eben diese zwei Jahre vertreten. Da die befristete Vertretung einer Dauerstelle immer nur mit 4 LVS erfolgt, fehlen dem Lehrbereich derzeit rechnerisch pro Semester 4 LVS. Kurzfristig wurden Lösungen gefunden, um ausreichende Lehre sicherzustellen, das Defizit von 4 LVS bleibt aber für die Zeit der Vertretung der Stelle erhalten. Die Institutsleitung ist im Gespräch mit dem Lehrbereich Stadtsoziologie über eine tragfähige Lösung.

Instituts- und Fakultätsleitung hoffen, dass es sehr bald möglich sein wird, die normale Lehre am Institut für Sozialwissenschaften vollständig wieder aufzunehmen. Die Institutsleitung bietet an, nach Beendigung der Besetzung den mit dem Diversitätstag im Jahr 2015 begonnenen Dialog über Inhalte und Formen der Lehre am Institut für Sozialwissenschaften mit allen Statusgruppen fortzuführen.

 

Prof. Dr. Johannes Giesecke                                                     Prof. Dr. Julia von Blumenthal
Geschäftsführender Direktor des ISW                                        Dekanin der KSBF 

 

Lesen Sie auch den offenen Brief von HU-Präsidentin Sabine Kunst