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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Sozialwissenschaften

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  • W2-Stiftungsprofessur "Soziologie der Sozialpolitik"

Am Institut für Sozialwissenschaften (ISW) der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wird eine neue Professur für „Soziologie der Sozialpolitik“ eingerichtet. Die auf Dauer eingerichtete Stiftungsprofessur wird in den ersten fünf Jahren mit mehr als einer Million Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Damit soll ein Beitrag zur Stärkung von Forschung und Lehre im Bereich der Sozialpolitik an deutschen Hochschulen geleistet werden. Die Professur soll sich schwerpunktmäßig mit Fragen des Verhältnisses von Ungleichheit und Sozialpolitik beschäftigen. Vor dem Hintergrund des rapiden Wandels der Arbeitswelt, des technologischen Wandels und sozialstrukturellen Veränderungen soll erforscht werden, wie verschiedene Gruppen der Gesellschaft von Änderungen betroffen sind und welche neuen Anforderungen sich dadurch an investive und umverteilende Sozialpolitik stellen. Dabei soll nicht nur eine mehrdimensionale Ungleichheitsperspektive leitend sein, sondern es sollen auch subjektive Aspekte und Copingstrategien berücksichtigt werden. Die Forschung der Professur soll auch Fragen der Neugestaltung sozialpolitischer Instrumente adressieren. Ziel ist es, anhand von empirischen Befunden sowohl für die Politik als auch die Öffentlichkeit transparent zu machen, wie sich unterschiedliche sozialpolitische Entscheidungen sowohl auf den Lebensverlauf von Individuen als auch auf Kenngrößen wie Primärverteilung, Teilhabechancen und zukünftige Einkommensverteilung auswirken. Die Professur wird in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und dem dort ansässigen Sozio-oekonomischen Panel (DIW Berlin / SOEP) auf Dauer eingerichtet und soll durch die Mitwirkung am Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) einen Beitrag zur evidenzbasierten Erforschung des Wandels des Systems der sozialen Sicherung leisten.

Leitung: Prof. Dr. Johannes Giesecke, Prof. Dr. Steffen Mau

Laufzeit: 01/2018 - 12/2022

Förderung: Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung


Bewertungen finden dort statt, wo es um die Sicherung von hochgeschätzten Gütern geht. In der Wissenschaft ist das wertvollste Gut die wissenschaftliche Qualität. Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn hat schon immer auf wissenschaftlicher Qualitätssicherung basiert, die jedoch nicht als externe Bewertung sondern innerhalb der scientific community selbst vorgenommen wird. Von der Auswahl der Gutachtenden basierend auf ihrer sozialen Vertrauenswürdigkeit in der Royal Society bis hin zum aktuellen single-, double- oder triple-blind Peer Review ist die Beurteilung der wissenschaftlichen Qualität von Methoden, Theorien oder empirischen Erkenntnissen immer ein zentraler Mechanismus gewesen, um scientific communities zu etablieren und zu erhalten. Zwar ist Peer Review oft kritisiert worden. Dennoch hat es sich als Goldstandard zur Bewertung wissenschaftlicher Qualität durchgesetzt.

Angesichts der Vielfalt von Bewertungspraktiken in der Wissenschaft fragen wir danach, wie wissenschaftliche Qualitätssicherung in unterschiedlichen Situationen und Kontexten verstanden und praktiziert wird. Ziel ist es, erstens einen Beitrag zur vergleichenden empirischen Beforschung von Bewertungspraktiken in Wissenschaft und Hochschule und zweitens einen Beitrag zu aktuellen theoretischen Diskussionen im Rahmen der Soziologie des Wertens und Bewertens zu leisten.

Leitung:  Dr. Anne K. Krüger, Prof. Dr. Martin Reinhart

Laufzeit: 10/2016 – 09/2019

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung


Das Projekt findet im Rahmen des Forschungsprojekts des Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung statt (HSFK) und soll den aktuellen Forschungsstand in den Bereichen Rechtsextremismus, islamistischer Radikalisierung und Linksextremismus abbilden. Das Gesamtprojekt umfasst ein interdisziplinäres Forschungsteam aus dem akademischen und praktischen Feld, welche sich mit der Ergründung der Phänomene auf Makro-, Meso- und Mikroebene beschäftigt. Darüber hinaus wirft es einen Blick auf die Rolle der Medien und die Möglichkeiten der Evaluation von Deradikalisierungsmaßnahmen.

Unser Teilprojekt am BIM konzentriert sich auf Gruppenprozesse. Wir werden die Ergebnisse in verschiedensten Publikationenformen, parlamentarischen Abenden und Transferveranstaltungen vorstellen, um den Status Quo der Forschung für die Tätigkeiten der relevanten Akteur*Innen nutzbar zu machen.

Leitung: Prof. Dr. Naika Foroutan, David Meiering

Laufzeit: 10/2017 - 10/2018

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung