Humboldt-Universität zu Berlin - German Politics

Teaching WiSe 2021/22

In the winter semester of 2020/21 we are offering a number of courses. For further information please refer to the linked entries in course catalogue.

 

Jochen (2)

Prof. Dr. Jochen Müller

Projektseminar: Voting Advice Applications – Entwicklung und Auswertung (Teil 2)
 

Im Vorfeld von Wahlen werden heute vielfach Voting Advice Applications (VAAs) genutzt, um herauszufinden, wie sich Parteien zu einzelnen Themen verhalten und mit welchen Parteien große Übereinstimmungen bestehen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der von der Bundeszentrale für politische Bildung betriebene Wahl-O-Mat.

Der Politikwissenschaft erlauben Daten, die mit VAAs erhoben wurden, interessante Einblicke in das Verhalten von Wählenden und Parteien. Im Rahmen des zweisemestrigen Projektseminars wird eine VAA zu den Berliner Wahlen (Herbst 2021) entwickelt und ausgewertet.

Im Sommersemester 2021 haben wir, ausgehend von der existierenden Forschung und im Austausch mit Medien und Parteien, Thesen entwickelt. In Vorbereitung dazu haben wir uns mit dem Design von VAAs, mit theoretischen Überlegungen zur Präferenzbildung und mit Fragen der (Berliner) Kommunalpolitik beschäftigt. Im Wintersemester werten wir die datenschutzkonform gewonnenen Daten zu Wählerpräferenzen und Parteipositionen aus. Diese Daten stellen die Basis für die Hausarbeiten dar, in denen die Studierenden selbstgewählte Fragestellungen beantworten. Untersucht werden können etwa die thematischen Interessen und Präferenzen der Wählerschaft oder die Positionierung der Parteien.

montags 14.00 - 18.00 Uhr in Präsenz, Raum 004, Uni 3b

 

 
Vorlesung Politisches System der BRD

Wer entscheidet über die deutsche Migrations- und Integrationspolitik? Wie und warum haben sich die deutschen Parteien über die letzten 70 Jahre verändert? Wie steht es um die Haltung der Deutschen zu Demokratie und ihrer Verfassung?

Die Veranstaltung bietet eine breite Einführung in die Politik in Deutschland und damit Antworten auf diese und ähnliche Fragen. Die Studierenden erhalten einen Überblick über die zentralen politischen Akteure (Parteien, Interessengruppen etc.) sowie die institutionellen Rahmenbedingungen (etwa die Rolle des Bundesverfassungsgerichts). Im Zentrum steht die Frage, wie Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger in staatliches Handeln übersetzt werden. Dabei nehmen wir eine vergleichende Perspektive ein: die Bestandteile deutscher Politik werden a) zur Situation in anderen Ländern in Bezug gesetzt und b) unter Rückgriff auf allgemeine Theorien und Modelle der Vergleichenden Politikwissenschaft beleuchtet. Dadurch ergibt sich ein Verständnis für die Besonderheiten des politischen Systems Deutschlands. Der Fokus liegt auf der Situation seit der Wiedervereinigung, allerdings werden wir auch die Entwicklungsgeschichte von Institutionen und politischen Konflikten diskutieren.

Die Muster und Besonderheiten deutscher Politik werden auch anhand konkreter Beispiele vermittelt, die sich aus der aktuellen Berichterstattung und politischen Debatten ergeben können.

donnerstags 10.00 - 12.00 Uhr, digital

 

Kolloquium: Politisches System der BRD
 
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Tristan Klingelhöfer

Grundkurse zur Vorlesung Politisches System der BRD (deutsch und englisch)

 

donnerstags 18.00 - 20.00 Uhr in Präsenz, Raum 002/003, Uni 3b (englisch)

freitags 16.00 - 18.00 Uhr in Präsenz, Raum 002/003, Uni 3b (deutsch)

 

 
 
weitere Grundkurse zur Vorlesung Politisches System der BRD
 
Prof. Dr. Silvia von Steinsdorff

freitags 10.00 - 12.00 Uhr in Präsenz, Raum 002/003, Uni 3b

 
Dominika Tronina

donnerstags 16.00 - 18.00 Uhr in Präsenz, Raum 002/003, Uni 3b

 

Dominic Gohla

montags 8.30 - 10.00 Uhr, digital

donnerstags 8.30 - 10.00 Uhr, digital

 

Dr. Martin Nagelschmidt

montags 14.00 - 16.00 Uhr in Präsenz, Raum 002/003 Uni 3b

dienstags 14.00 - 16.00 Uhr, digital

 

Dr. Norma Osterberg-Kaufmann

dienstags 14.00 - 16.00 Uhr, digital

 

Luke Shuttleworth

montags 12.00 - 14.00 Uhr in Präsenz, im Hauptgebäude UdL 6, Hörsaal 2002

 

 

 

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmedes

Regieren im Parteienbundesstaat: Informelle Kooperation im deutschen Regierungssystem

 

Regieren ist durch das formale Zusammenwirken der Verfassungsorgane geprägt, hängt in der Verfassungswirklichkeit jedoch in mindestens dem gleichen Maße von informellen Aushandlungsprozessen ab. Dies gilt in besonderer Weise für das deutsche Regierungssystem, in dessen Praxis das Spannungsverhältnis zwischen parlamentarischer Konkurrenzdemokratie und bundesstaatlicher Verhandlungsdemokratie auszugleichen ist. Das föderale Miteinander zwischen dem Bund und den Ländern wird dabei überlagert von den Strukturen und Gesetzmäßigkeiten des Parteienwettbewerbs. In dem Seminar sollen die formellen, insbesondere aber auch die informellen Aspekte des Regierens in Deutschland beleuchtet werden. Hierbei soll ein besonderer Schwerpunkt auf die in Deutschland gelebte Praxis des kooperativen Föderalismus sowie die Rolle des Parteiensystems gelegt werden.

digital und im Block, siehe KVV