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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Sozialwissenschaften

GeT MA WP 10/2014

Turkish Foreign Policy towards the Balkans. The influence of traditional determinants on Davutoğlu’s conception of Turkey-Balkan Relations (Marija Mitrovic, Serbia)

 

The aim of this thesis is to use the constructivist approach to international relations and Alexander Wendt's conception of agency-structure relationships in international politics to explain structural determinants of Turkey's policy towards the Balkans in the recent period. I’ll try to answer the question of how and to what extent the traditional foreign policy understanding influences the identity and behavior of new actors in Turkey’s foreign policy and which are the elements of the “old” ideational structure that could be observed in the current relations between Turkey and the Balkans. I take Turkey’s foreign policy principles, observable from the period of founding of the Republic till the end of the Cold War as a given structure, and try to show how they influence the formulation of what is called Turkey’s new foreign policy and the behavior of Turkey towards the Balkans in the period from 2009, when Ahmet Davutoğlu took office of Minister of Foreign Affairs. I argue that traditional principles constitutively participate in Davutoğlu’s imagination of Turkey’s relation with the Balkans and are even more observable in its foreign policy behavior towards Balkan countries. In that sense I support the argument that there was no great shift in the ideational structure of Turkey’s foreign policy since Davutoğlu took office and that long-established principles of Turkish foreign policy are still traceable in the AKP Era.

Keywords: Turkish foreign policy, Ahmet Davutoğlu, the Balkans, international relations, constructivism, agency-structure

Das Ziel dieser Arbeit ist die strukturellen Determinanten der türkischen Politik auf dem Balkan in der letzten Zeit zu erklären. Es wird versucht, mit einem konstruktivistischen Ansatz der internationalen Beziehungen und Alexander Wendts Auffassung über die Agentur-Struktur-Beziehungen in der internationalen Politik folgende Fragen zu beantworten: Ob und inwieweit werden das traditionelle Verständnis der Außenpolitik, die Identität und das Verhalten der neuen Akteure in der türkischen Außenpolitik beeinflusst?; Welche Elemente der "alten" idealistischen Struktur können in den aktuellen Beziehungen zwischen der Türkei und dem Balkan beobachtet werden? Ich benutze die außenpolitischen Grundsätze der Türkei, welche aus der Zeit der Gründung der Republik bis zum Ende des Kalten Krieges wahrnehmbar sind, als eine gegebene Struktur und versuche zu zeigen, wie sie die Gestaltung der sogenannten neuen türkischen Außenpolitik und das Verhalten der Türkei auf dem Balkan in der Zeit von 2009, als Ahmet Davutoğlu das Amt des Außenministers nahm, beeinflussen. Ich bin der Meinung, dass diese traditionellen Prinzipien ein grundlegender Teil Davutoğlus Vorstellung über die türkischen Beziehungen mit dem Balkan bilden und dass sie in den außenpolitischen Beziehungen zu den Balkan-Ländern sogar noch sichtbarer sind. In diesem Sinne unterstütze ich das Argument, dass keine große Veränderung in der ideellen Struktur der Außenpolitik der Türkei seit dem Amtsantritt Davutoğlu passiert ist und dass die seit langem etablierten Prinzipien der türkischen Außenpolitik noch immer nachvollziehbar in der AKP-Ära liegen.

Stichworte: Türkische Außenpolitik, Ahmet Davutoğlu, Balkan, internationale Beziehungen, Konstruktivismus, Agentur-Struktur

 

Please cite in the following format: Mitrovic, Marija, 2014: Turkish Foreign Policy towards the Balkans: The influence of traditional determinants on Davutoğlu’s conception of Turkey-Balkan relations. GeT MA Working Paper No. 10. Department of Social Sciences, Humboldt-Universität zu Berlin. [online] Homepage: Edoc Server Humboldt-Universität zu Berlin. URL: http://edoc.hu-berlin.de/series/getmaseries