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Humboldt-Universität zu Berlin - Wissenschaftsforschung

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Sozialwissen­schaften | Wissenschaftsforschung | Forschung | Beschäftigungsbedingungen und Personalpolitik an Hochschulen in Deutschland

Beschäftigungsbedingungen und Personalpolitik an Hochschulen in Deutschland

 

Projektdauer: 2014-2015

AntragsstellerInnen: Dr. Anne K. Krüger (HU Berlin), Johannes Moes (HU Berlin), Dr. Anna Schütz (Bremen)

Projektdurchführung: Franziska Leischner

Studentische Mitarbeit: Volkan Sayman

Lehrstuhl: Prof. Martin Reinhart

 

In der Diskussion um einen „Wettbewerb um die klügsten Köpfe“ (Gemeinsame Wissenschaftskonferenz 2013) für Wissenschaft und Forschung ist bislang vor allem die Anwerbung dieser „Köpfe“ diskutiert worden. Dagegen wurde kaum in den Blick genommen, welche Perspektiven man WissenschaftlerInnen mittel- und langfristig bieten will, um sie auch im System halten zu können. Stattdessen vollzieht sich eine Entwicklung hin zu einer immer umfassenderen Praxis der befristeten Beschäftigung von WissenschaftlerInnen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen (vgl. Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2013). In Bezug auf die Personalstruktur seines Wissenschaftssystems nimmt Deutschland damit eine Sonderstellung ein: Im internationalen Vergleich betrachtet zeigt sich, dass im deutschen System unbefristete Beschäftigungsverhältnisse lediglich gering ausgeprägt und damit einhergehend eine langfristige Karriere- und Forschungsplanung kaum möglich sind (vgl. Kreckel et al. 2014). Zwar geraten die aktuellen Beschäftigungsbedingungen und eine damit zusammenhängende Personalpolitik zunehmend in den Fokus hochschulpolitischer Aufmerksamkeit. Jedoch wird in aktuellen Studien vor allem die individuelle Perspektive der WissenschaftlerInnen in den Blick genommen. Das Projekt zielt dagegen darauf ab, auf der Ebene der einzelnen Hochschule die Beschäftigungsbedingungen von WissenschaftlerInnen jenseits der Professur sowie entsprechende personalpolitische Maßnahmen zu erheben. Neben dem Verhältnis von befristeten zu unbefristeten Stellen für wissenschaftliche MitarbeiterInnen an der jeweiligen Hochschule betrifft dies Beschäftigungsstandards wie Vertragsdauer und Verlängerungsmöglichkeiten, aber auch Aspekte einer „Zwangsteilzeitbeschäftigung“, Maßnahmen zur Vereinbarkeit der Arbeitsaufgaben mit familiären Verpflichtungen und Unterstützungsstrukturen für Qualifizierung. Eine solche Untersuchung auf Hochschulebene ermöglicht erstens ein differenziertes Bild über die jeweilige Ausgestaltung von Beschäftigungsbedingungen und personalpolitische Maßnahmen, die vor Ort geboten werden und die Karrierewege und -möglichkeiten von WissenschaftlerInnen entscheidend beeinflussen. Zweitens erlaubt eine solche Herangehensweise einen Vergleich der Hochschulen untereinander. Dadurch soll ein wesentlicher Beitrag zur aktuellen Debatte um die Attraktivität von Karrieren an deutschen Hochschulen im internationalen Vergleich geleistet werden.

 

Abschlussbericht