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Humboldt-Universität zu Berlin - Wissenschaftsforschung

Begutachtung in der Krise

Exploration eines systematischen Ansatzes für die Wissenschaftsforschung

Projektdauer: 2017-2019

Projektleitung: Dr. Cornelia Schendzielorz, Prof. Dr. Martin Reinhart

 

Selbst- und Fremdsteuerung von Wissenschaft ist in erheblichem Masse auf Begutachtungsprozesse angewiesen, in denen Fachexpert*innen die Qualität von wissenschaftlicher Arbeit im sogenannten Peer Review bewerten. Diese Prozesse sind jedoch vielfältiger Kritik ausgesetzt, die von Überlastung, über Partikularismus, Konservatismus bis zu Ineffizienz reicht. Gleichwohl sind Peer-Review-Verfahren nach wie vor der etablierte Standard für qualitative Bewertungen wissenschaftlicher Leistung.

Das Projekt befasst sich mit den vielfältigen Begutachtungsprozessen, die das Wissenschaftssystem auf verschiedenen Ebenen durchziehen und nimmt besonders deren Herausforderungen und Dilemmata in den Blick, um eine systemische Perspektive auf Begutachtung in der Wissenschaft zu entwickeln. Anhand von empirischen Fallstudien erfolgt eine praxeologische Analyse der Bewertungspraktiken, um die Konzeption sowie die Durchführung und den Ablauf der einzelnen Verfahrensschritte zu erfassen. Zentrale Referenzen sind die breite Peer-Review-Forschung sowie die aktuellen Arbeiten im Rahmen der Sociology of valuation, und vorangegangene Studien des DZHW und iFQs.

Ziel des Projektes ist eine systematische Verfahrensanalyse von Begutachtungsprozessen in der Wissenschaft, um relevante Parameter zur Differenzierung und Typologisierung von Bewertungsverfahren herauszuarbeiten. In einer vergleichenden Analyse der Evaluationsverfahren werden dabei systematische Zusammenhänge und Anschlüsse verschiedener Verfahrensschritte ergründet, die für die Funktionstüchtigkeit des Begutachtungssystems in der Wissenschaft entscheidend sind.

 

Informationen auf der Seite des DZHW