Humboldt-Universität zu Berlin - Theorie der Politik

Entsühnung oder Versorgung

Die Wiedereingliederung der Kriegsveteranen.

Ein Beitrag in der Theaterzeitung "komisch" zur Aufführung von "Idomeneo" in der Komischen Oper Berlin.

Der Sieg war gewaltig. Aber die Rückkehr der Sieger geriet zum Desaster. Troja, die gewaltige Festung, die den Achäern zehn Jahre  lang heroischen Widerstand geleistet und die Belagerer mehrfach an den Rand einer Niederlage gebracht hat, war schließlich doch  gefallen, und die Eroberer hatten furchtbar in der Stadt gewütet: Die Männer hatte man erschlagen und die Frauen, so sie denn jung  und attraktiv waren, zur Beute gemacht. Was dann noch am Leben war, fand den Tod in dem Feuersturm, den die Sieger entfacht  hatten, um Troja ein für allemal auszulöschen. Doch der Triumph der Sieger währte nur kurz: Auf der Heimfahrt gerieten ihre Schiffe in  einen Seesturm, viele ertranken und nicht wenige von denen, die ihre Heimat wiedersahen, fanden dort einen schmachvollen Tod.  Paradigmatisch für sie ist das Schicksal Agamemnons, der bei seiner Rückkehr nach Mykene von seinem Weib und deren Liebhaber im  Bad ermordet wird. Und auch Odysseus, der Gegentyp zu Agamemnon, findet, als er nach weiteren zehn Jahren Irrfahrt schließlich nach Ithaka heimkehrt, dort chaotische Verhältnisse vor: Die jungen Männer aus der Oberschicht buhlen um die Hand seiner Frau  Penelope und haben einen Mordanschlag auf seinen Sohn Telemach vorbereitet.   

Im Vergleich dazu sind die Verhältnisse auf Kreta, wohin der Held Idomeneo in Mozarts Oper zurückkehrt, ausgesprochen ruhig. Doch  Idomeneos Rückkehr war nur möglich durch das Versprechen eines Menschenopfers, das der Kreterkönig dem Meergott Poseidon  gegeben hatte, damit er den Sturm beruhige. Poseidon zürnte den Eroberern Trojas. Er hat den Untergang der Stadt, die er jahrelang  beschützt hatte, zuletzt nicht verhindern können, aber sobald die siegreichen Achäer die Schiffe zur Rückfahrt bestiegen,  befanden sie sich in seiner Hand. In einem gewaltigen Seesturm nahm er einigen die Beute, anderen die Gefährten und vielen das  Leben. Poseidon hat dafür gesorgt, dass die Sieger ihres Sieges nicht froh wurden.

Liest man die Erzählungen vom Untergang der Sieger mit zynischem Blick, könnte man sagen, Poseidon habe dafür gesorgt, dass in  deren Herkunftsgebieten kein massives Veteranenproblem aufgetreten ist: Odysseus kehrt allein zurück; seine Gefährten sind vor  Troja gefallen oder im Meer ertrunken. Wie es um die Veteranen Agamemnons bestellt war, erfahren wir nicht. Jedenfalls haben sie  nach der heimtückischen Ermordung ihres Anführers nichts unternommen, um dessen Tod zu rächen. Seine Tochter Elektra musste  einigen Berichten zu Folge ins Exil gehen; in der Oper Idomeneo ist Kreta der Ort ihres Exils. Hier, im Land eines alten Kriegsgefährten ihres Vaters, fühlt sie sich in Sicherheit. Sie setzt auf die Veteranensolidarität, um vor den Nachstellungen ihrer Mutter und ihres  Großonkels sicher zu sein. Und offenbar hofft sie, durch die Ehe mit Idamante, dem Sohn des Idomeneo, Herrscherin des Landes  werden zu können. Dementsprechend frustriert ist sie, als sich abzeichnet, dass Idamante eine Trojanerin ehelichen und zur  kretischen Königin machen wird.

Die Veteranensolidarität, auf die Elektra gesetzt hat, hat nicht getragen. Sie konnte nicht tragen, weil Idomeneo ein Menschenopfer  versprochen hat, dem er sich nun, seit klar ist, dass es um seinen Sohn Idamante geht, entziehen will. Nur Idamantes Hochzeit mit  der trojanischen Königstochter Ilia kann seine Opferung verhindern. Dass die trojanischen Gefangenen aus Sklaven zu freien Bürgern  auf Kreta werden, versöhnt den Gott. Die Kreter, als Inselvolk auf das Wohlwollen des Meergotts angewiesen, werden sich mit den  Trojanern paaren. Troja wird dadurch in Kreta fortexistieren. Dass die Ehe Idamantes mit Ilia obendrein dessen persönlichen  Präferenzen entspricht, dass Idamante Ilia liebt, ist eine Konzession des Librettisten Varesco an ein Publikum, das den kalten Geist  der Staatsräson nur noch in frühromantischer Verpackung ertragen konnte.

Wir sind gewohnt, mit dem Veteranenbegriff Versorgungsansprüche und Wiedereingliederungsprobleme zu verbinden.  Kriegsheimkehrer sind ein Problem: Sie haben für die gemeinsame Sache gekämpft und erwarten nun den »Dank des Vaterlands«. Die  Römische Republik hat sich jahrhundertelang an diesem Problem abgearbeitet und es nicht zu lösen vermocht, während die  Entwicklung des modernen Sozialstaats in Europa ganz entscheidend durch die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen  orangetrieben wurde. Die Weimarer Republik hatte mit den Veteranen des Ersten Weltkriegs freilich noch ein zusätzliches Problem:  Die  Kriegsheimkehrer verweigerten sich der Eingliederung in die Friedensökonomie und bildeten Freikorps, um ihr Bedürfnis nach  Kameradschaft und die Vorstellung von einem heroischen Dasein ausleben zu können. Die Weimarer Republik ist - auch - an den  Veteranen des Ersten Weltkriegs gescheitert. Auch der trojanische Krieg hat ein Veteranenproblem hinterlassen, das sich aber gänzlich  nders darstellt als die Veteranenprobleme Roms oder Weimars. Es ist nicht wesentlich materieller, sondern spiritueller Art; es  geht nicht um Versorgung, sondern um Entsühnung. Nicht der zukünftige Unterhalt, sondern die zurückliegende Blutschuld der aus  dem Kriege Heimkehrenden ist das Problem. Wie, so die den Praxen der Entsühnung zu Grunde liegende Frage, schafft es eine  Gesellschaft, diejenigen wieder in ihre Mitte wiederaufzunehmen, an deren Händen Blut klebt? Dabei ist die Tötung des Feindes im  Zweikampf das Eine, doch die meisten der Trojaheimkehrer hatten sich an grässlichen Massakern in der eroberten Stadt beteiligt,  hatten Frauen vergewaltigt, Kinder erschlagen und wie Bestien in Troja gewütet. Im modernen Sinn waren sie Kriegsverbrecher. Auch  wenn es diesen Begriff mitsamt seinen juristischen Definitionen in der archaischen Welt noch nicht gab, so gab es doch die Vorstellung  eines Frevels; der freilich wurde nicht auf die Menschen bezogen, denen solche Gewalt angetan wurde, sondern auf die Götter, denen  die Unglücklichen vertraut hatten. Es ist also keine Laune Poseidons, wenn er, der von den Eroberern gedemütigte Schutzgott Trojas, im Seesturm Rache nimmt und dafür sorgt, dass nur ein Bruchteil der Sieger in die Heimat gelangt. Aber auch diese Wenigen bleiben  in Problem. Mit dem Bericht von den Ruhmestaten der Krieger dürfte, zumindest andeutungsweise, auch bekannt geworden sein, wie  ich die Achäer in der eroberten Stadt aufgeführt und was sie deren Bewohnern angetan hatten. Die rühmenden Berichte von den  Heldentaten der Sieger waren das Eine; das Andere war das Grauen, das Frauen und Kinder empfanden, wenn der aus dem Krieg  Heimkehrende Ehemann und Vater über die Schwelle des Hauses trat. Wie konnte man sicher sein, dass sich das, was in Troja  tattgefunden hatte, hier nicht wiederholte? Von den amerikanischen Vietnamveteranen ist bekannt, dass einige nach ihrer Rückkehr  nicht mehr zwischen Heimat und Feindesland zu unterscheiden wussten. Sie wiederholten die Massaker des Krieges an ihren Wohnorten.

 Sie seien schwerstens traumatisiert, lautete danach die Diagnose. Traumabehandlung wurde zum Schlüsselbegriff bei der Versorgung  on Veteranen. Auch die Ilias berichtet von einem solchen Massaker, das sich noch vor Troja abgespielt hat: Als der große Ajax einen  Wettstreit mit Odysseus verloren hatte, geriet er so in Rage, dass er eine Schafsherde niedermachte, weil er, blind vor Zorn, meinte, es  handele sich um Odysseus und seine Anhänger. Als Ajax erkannte, was er angerichtet hatte, nahm er sich das Leben. Konnte man  ausschließen, dass sich derlei in der Heimat wiederholte? Wie konnte man sich davor schützen, dass mit den Veteranen auch der  Wahnsinn des Krieges in die Heimat Einzug hielt? In einem ganz wörtlichen Sinn ist dies das Problem afrikanischer Dörfer, die  ehemaligen  Kindersoldaten aufnehmen und ins zivile Leben reintegrieren müssen. Auch wenn viele dieser Kindersoldaten, deren Anzahl weltweit zeitweilig auf zwischen zwei- und dreihunderttausend geschätzt wurde, keineswegs freiwillig, sondern gezwungen in den  Krieg gezogen sind (was im übrigen auch für Odysseus gilt, der sich, als das Rekrutierungskommando Agamemnons kam, zunächst  dumm gestellt hat), so haben sich doch die meisten von ihnen grausamer Gewalttaten schuldig gemacht, sie haben gefoltert und sich  als Jugendliche an Massenvergewaltigungen beteiligt. Mit ihnen, so die Befürchtung der Dorfbewohner, ziehe ein böser Geist in die  Gemeinschaften ein. Wenn man sie einfach aufnehme, werde dies den Sozialverband des Dorfes zerstören. Nicht die materielle  Versorgung ist hier das Problem, sondern die spirituelle Entsühnung der »Kinderveteranen«. Also muss der Geist der aus dem Krieg  Heimgekehrten Jugendlichen in langwierigen Praktiken gereinigt werden. Von Priestern oder Medizinmännern angeleitet, müssen sie  ich wochenlangen Bußritualen unterziehen, damit schließlich zusammen mit den alten Kleidern auch die alte Existenz verbrannt werden kann. In Verbindung mit den Reinigungsriten wird dem Feuer viel zugetraut. Es ist ein Substitut der einstigen Menschenopfer.  Die verzehrende Kraft der Flammen steht für die Endgültigkeit, mit der die jungen Männer von den wiederkehrenden Erinnerungen an  ie Gewalttaten der Vergangenheit befreit werden. Ist das erfolgt, so vertraut die Dorfgemeinschaft darauf, dass der Wahnsinn des  Krieges gebannt und die Wiedereingliederung möglich ist.

So ähnlich wird man sich dies auch bei den archaischen Gemeinschaften der Ilias-Zeit vorstellen müssen, nur dass neben den rituellen  Praktiken bei der Wiedereingliederung der Veteranen in die Gesellschaft des Friedens offenbar Menschenopfer eine  entscheidende Rolle spielten. In der Regel dürften es die als Beute mitgeführten Gefangenen gewesen sein, deren rituelle  Abschlachtung den Höhepunkt des Festes zur feierlichen Beendigung des Krieges darstellte. Vermutlich war auch den trojanischen  Gefangenen auf Kreta dieses Schicksal zugedacht, und nur das Eingreifen Poseidons hatte den »Opfertausch« erzwungen. In den  Erzählungen aus dem Umfeld des trojanischen Krieges spielen solche Menschenopfer immer wieder eine Rolle - von der Opferung der  Agamemnon-Tochter Iphigenie vor dem Auslaufen der Flotte nach Troja bis zum Gelöbnis des Idomeneo, den ersten Menschen, der ihm  m Strand begegne, dem Poseidon zu opfern. Diese Menschenopfer, so der Tenor der Erzählungen, dienten der Besänftigung der  Götter. Wir haben es hier mit Erzählungen zu tun, hinter denen sich gesellschaftliche Erfordernisse verbergen, die man nicht offen  ansprechen darf. Die öffentliche Benennung von Grund und Zweck der Opfer würde deren Wirkung in Frage stellen. Es ging um die  Entsühnung derer, die in den Krieg zogen und denen man eine heile Rückkehr wünschte oder die aus dem Krieg zurückkehrten und  wieder Teil einer Gesellschaft werden sollten, deren Maßstäbe und Alltagsroutinen sie während des   Krieges zu verachten gelernt     hatten.

Die gesellschaftliche Wiedereingliederung der Veteranen war davon abhängig, dass sie so schnell wie möglich die Lektion des Krieges wieder »entlernten«. Die Entsühnung in Form von Menschenopfern war ein Akt spiritueller Wiedereingliederung. Das blutige Fest  beschließt das Kapitel der blutigen Kämpfe und Massaker. Es ist der Friedensschluss einer siegreichen Gesellschaft mit sich selbst. Die  Erzählungen vom Umgang mit dem Veteranenproblem in archaischen Gesellschaften akzentuieren die Dimension des Spirituellen. Von  den materiellen Problemen der Wiedereingliederung ist nicht die Rede. Allenfalls könnte man in dem Massaker, das der nach zwanzig  Jahren Krieg und Irrfahrt heimkehrende Odysseus unter den Freiern in seinem Hause anrichtet, den Widerschein solcher Konflikte um  materielle Ansprüche bei der Heimkehr der Kriegsveteranen sehen. Die lange Abwesenheit des Herrn und Herrschers hatte in der  Heimat zu einem Verteilungskonflikt geführt, der in Form eines Wettstreits um die Hand der Königin ausgetragen wurde. Mit Odysseus'  Rückkehr rechnete keiner mehr. Also konnte man sich daran machen, dessen Hab und Gut zu verteilen. Was wir hier zu  sehen bekommen, ist die Kehrseite der materiellen Probleme bei der Wiedereingliederung der Veteranen: Die Daheimgebliebenen werden zu Kriegsgewinnlern, indem sie die Hinterlassenschaft der Gefallenen und Vermissten unter sich aufteilen. Das ist die Furcht  aller, die in den Krieg ziehen: dass sie bei ihrer Heimkehr nichts mehr so vorfinden, wie sie es hinterlassen haben. Fürchtet »die Heimat«, dass mit den Veteranen die Verhaltensweisen des Krieges in die Ordnung des Friedens Einzug halten, so fürchtet »die  Front«, dass sich zu Hause Drückeberger und Kriegsgewinnler über Weib und Hof hermachen. Die daraus zu ziehende  Schlussfolgerung ist klar: Man muss die Praktiken des Krieges in die Heimat zurücktragen und mit Gewalt die dort eingerissene  »Unordnung« beenden. Nicht die heimkehrenden Veteranen sind demnach das Problem, sondern diejenigen, die deren Abwesenheit  ausgenutzt haben, um sich zu bereichern und breitzumachen.

Odysseus, der sich schon vor Troja um einiges klüger erwiesen hat als Agamemnon, der Anführer des Feldzugs, hat aus den  Befürchtungen der Front bezüglich der Heimat eine Strategie gemacht. Im Unterschied zu Agamemnon kehrt er nicht mit Prunk und  Gepränge heim, sondern ist sein eigener Spion und Späher, der in der Gestalt eines Bettlers zunächst herausbekommen will, wie sich die Verhältnisse in Ithaka entwickelt haben. So erfährt er von der bedrohlichen Lage und kann sich darauf einstellen. Was die Heimat  bei der Rückkehr der Veteranen fürchtet, macht Odysseus wahr: Er richtet ein Massaker an, tötet die Freier und knüpft die ungetreuen  Mägde der Reihe nach auf. Danach lässt er Haus und Hof von Blut und Unrat säubern. Die Rückkehr des Kriegsveteranen Odysseus wird zu einer weiteren gesellschaftlichen Katastrophe: Erst hat er eine ganze Generation in den Krieg geführt und dort  verloren, jetzt löscht er bei seiner Rückkehr einen Großteil der nächsten Generation aus. Odysseus ist der Entvölkerer seines Reichs. Auf Kreta hingegen laufen die Dinge besser: Die Integration der Veteranen und der trojanischen Gefangenen in die Gesellschaft  gleichen die Kriegsverluste aus. Die Eheschließung Idamantes mit Ilia beendet den Krieg in jeder Hinsicht. Die römischen Historiker  haben das Veteranenproblem etwas anders akzentuiert: Bei ihnen geht es nicht um die großen Herren, sondern die kleinen Bauern, nicht um die Anführer, sondern um die Masse der Soldaten, die in immer neuen Kriegen gekämpft und gesiegt haben. Aber bei ihrer  Rückkehr finden sie sich der materiellen Grundlagen ihrer Friedensexistenz beraubt. Infolge ihrer langen Abwesenheit sind die Höfe überschuldet, die Familien vertrieben, und auf sie selber wartet die Schuldknechtschaft. Die einzige Hoffnung dieser Veteranen  besteht im Ausbruch eines neuen Krieges, denn dann werden sie wieder gebraucht. Ein lange währender Frieden ist für sie eine  soziale Katastrophe.

 Aber durch die Siege, die sie erringen, verschlechtern sie ihre Lage immer weiter: Die Menschenbeute, die  sie in Form von  Kriegsgefangenen machen, wird zu Hause in Arbeitssklaven verwandelt, mit denen die großen Herren ihre Latifundien bewirtschaften  nd die kleinen Bauern immer weiter zurückdrängen. Die Veteranen des Krieges können in die Gesellschaft nicht wieder eingegliedert  werden, weil es für sie darin keinen Platz mehr gibt. Durch ihre Siege haben sich die römischen Bauernsoldaten selbst die  Existenzgrundlage im Frieden genommen. Für sie gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder permanenter Krieg nach außen, der verhindert, dass sie Veteranen werden, oder der soziale Umsturz im Innern, ein Ackergesetz, das die Macht der Landaristokratie  beschränkt und die Veteranen versorgt. Das aber hieß Bürgerkrieg. Die römische Republik ist an ihrer Unfähigkeit zur  Veteranenversorgung gescheitert. Der neuzeitliche Staat hat, indem er sich zum Sozialstaat ausgebildet hat, die materielle Seite des  Veteranenproblems, die Versorgungsfrage, zu lösen vermocht. Doch durch die starke Konzentration auf die materielle Versorgung sind  ie seelischen Probleme der Kriegsheimkehrer aus dem Blick geraten. Die Oper Idomeneo berichtet von den Formen kollektiver  Traumabewältigung in archaischen Gesellschaften. Sie ist eine Erinnerung an diese Seite des Veteranenproblems, die moderne Gesellschaften leicht aus dem Blick verlieren.