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Humboldt-Universität zu Berlin - Theorie der Politik

Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte widmen sich ideengeschichtlichen und politiktheoretischen Fragestellungen in drei Themenfeldern:
 
I) Politikberatung, politisches (Nicht-)Wissen und wissenschaftliche Expertise 
 
Wie Politik beraten wird und werden kann, welche Rolle wissenschaftliche Expertise dabei spielt und mit welchen „alternativen“ Wissensformen diese konkurriert, ist Gegenstand des Habilitationsprojektes, einer Studie zur (Ideen-)Geschichte des politischen Rats. Sie bildet den Fluchtpunkt verschiedener Untersuchungen zum Verhältnis von Politik, (Nicht-)Wissen und Expertise in den zurückliegenden Jahren, aus denen mehrere Aufsätze hervorgegangen sind. 
 
Die Ergebnisse fließen zudem in ein zweites aktuelles Vorhaben ein: einen politiktheoretisch-zeitdiagnostischen Essay mit dem Titel „Was tun? Eine Theorie politischer Ratlosigkeit“, den die Volkswagen-Stiftung im Rahmen ihres Programms „Originalitätsverdacht? Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften“ fördert (Laufzeit: 2017–2018).
 
 
II) Sicherheit, Krieg und Frieden als begriffliche und politische Herausforderungen
 
Angesichts der Veränderungen im inter- und transnationalen Gewaltgeschehen des 21. Jahrhunderts, die zuweilen als desorientierend wahrgenommen werden, besteht erheblicher Bedarf an politiktheoretischen Begriffsklärungen, Diskurs- und auch Strategieanalysen. Lassen sich die gegenwärtigen sicherheits- und friedenspolitischen Herausforderungen noch mit den bisherigen (Begriffs-)Strategien beschreiben und bewältigen? Diese Frage steht im Zentrum der ideengeschichtlich, diskursanalytisch und strategietheoretisch argumentierenden Dissertation, die 2015 im Campus Verlag erschienen ist: „Asymmetrische Kriege. Eine politiktheoretische Untersuchung zur Kriegführung im 21. Jahrhundert“
 
Hieran sowie an mehrere Aufsätze zur Theorie des Krieges, zur Verletzbarkeit und Resilienz offener Gesellschaften und zur Semantik des „hybriden Krieges“ schließt das internationale Forschungsprojekt an: „What is the ‘Islamic State’? Understanding the Network-State Threat to Open Societies“. Dieses Projekt wird seit 2016, gefördert durch den DAAD und „Universities Australia“, gemeinsam durchgeführt mit Professor Dr. Herfried Münkler, Humboldt-Universität zu Berlin, sowie Professor Dr. Andrew Phillips und Dr. Sebastian Kaempf, University of Queensland in Brisbane, Australien.
 
 
III) Staatlichkeit und Demokratie im Wandel
 
Ob und wie wissenschaftlich-technische, transnationale und innergesellschaftliche Entwicklungen den Staat und die Demokratie unter Veränderungsdruck setzen, und wie liberale Demokratien gegebenenfalls darauf reagieren können und sollten – etwa mit neuen Begriffen des Staates oder unter Rückgriff auf ältere Theorien und Diskurse wie diejenigen über republikanische Stabilität –, diesen Fragen widmet sich das Projekt „Politische Stabilität – Ordnungsversprechen, Demokratiegefährdung, Kampfbegriff“. Im Rahmen dieser Kooperation mit Professor Dr. Grit Straßenberger und Dr. Eva Hausteiner, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, findet vom 14. bis 16. März 2018 die Frühjahrstagung der Sektion „Politische Theorie und Ideengeschichte“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft in Bonn statt.