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Humboldt-Universität zu Berlin - Vergleichende Demokratieforschung und Politische Systeme Osteuropas

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Sozialwissen­schaften | Vergleichende Demokratieforschung und Politische Systeme Osteuropas | Queere postsowjetische Diaspora in Deutschland zwischen (Un-)Sichtbarkeit und (Selbst-)Exotisierung

Queere postsowjetische Diaspora in Deutschland zwischen (Un-)Sichtbarkeit und (Selbst-)Exotisierung

Wann 12.05.2021 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200) iCal
Wo Online
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Teilnehmer
  • Masha Beketova

Dieser Vortrag reflektiert die Räumlichkeit und Zeitlichkeit der queeren postsowjetischen Diaspora in Deutschland. 2010 argumentierte Borchardt, dass lesbische russischsprachige Migrant*innen in Deutschland auf sehr subtile Weise Gemeinschaften konsolidieren und aufbauen. Im Vergleich zu anderen queeren Migrantengemeinschaften schienen russophone Lesben politische Identitäten zu vermeiden und versammelten sich um die Clubkultur. Positive Selbstidentifikation und Ermächtigung waren fast nur durch nonverbale Praktiken, euphemistische Gemeinschaften und Zugehörigkeitspraktiken möglich. Zehn Jahre später können wir nicht nur über die sich entwickelnde postsowjetische LGBTIQ+-Migrantenbewegung sprechen, sondern auch über interne Unterschiede, Hierarchien und multiple politische Selbstidentifikationen. Diese Phänomene werden in der queeren Diaspora und der postsowjetischen Migrationsforschung immer noch übersehen. Welche selbstbestimmten Gegendiskurse der queeren postsowjetischen Diaspora existieren jenseits der Dichotomie von Unsichtbarkeit und (Selbst-)Exotisierung? Was können wir über die deutsche "Dominanzkultur" und postsowjetische Queerness aus diasporischer Perspektive lernen?

 

Wenn Sie die Veranstaltung besuchen möchten fragen Sie bitte bei Anja Krüger nach dem Link.