Humboldt-Universität zu Berlin - Makrosoziologie

WS 2008/2009

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2008/2009

 

Diplom-Grundstudium/Bachelor

VL + GK Soziologische Theorie Klaus Eder
VS Die Analyse beruflicher Übergänge mit Methoden der Ereignisanalyse Nicole Brose
PS Generatives Verhalten in Deutschland und in Europa Nicole Brose
     
PS Einführung in die Systemtheorie Audris Muraitis
PS Migration und Ungleichheit im Zugang zu Bildung im deutsch-französischen Vergleich Ingrid Tucci, Safiye Yildiz
PS Interkulturelle Kommunikation für SozialwissenschaftlerInnen Melisa Salazar
CO Bachelor-, Master- und Diplomanden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse Klaus Eder

Diplom-Hauptstudium/Master

LK Advanced Theories of Inclusion (LK I): Making sense of ethnicity - Theories, models, empirical approaches Klaus Eder
LK Making sense of social science concepts- Theories, models, empirical approaches (LK III) Klaus Eder
SE Relationale Soziologie Sophie Mützel
SE Migration, Milieus und Identität: Zuwanderer in Deutschland Edith Pichler
CO Bachelor-, Master- und Diplomanden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse Klaus Eder
CO Forschungsseminar für Doktoranden Klaus Eder

 

 

Diplom-Grundstudium/Bachelor

53 003/04 Soziologische Theorie

Seminarplan (pdf)

In dieser Vorlesung wird eine Einführung in soziologische Grundbegriffe und soziologische Theorieansätze angeboten. Die Grundkurse sind nur BA-Studierenden im Studiengang Sozialwissenschaften zugänglich. Ein weiter Grundkurs für andere Studierende (u.U. auch in Englisch) wird eingerichtet.

Einführende Literatur:

  • Berger, Peter L. & Luckmann, Thomas. (1966). Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Frankfurt/Main: Fischer.
  • Goffman, Erving. (1996 [1959]). Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag (5. Aufl.). München: Piper.
  • Joas, Hans (Hrsg.). (2001). Lehrbuch der Soziologie. Frankfurt/Main: Campus.
VL Di 8.30-10 wöch. UL 6, 3094/96 Klaus Eder

Grundkurse:

Lehrveranstaltung in Moodle | Seminarplan

GK 1 Di 10-12 UNI 3, 203 S. Mützel
GK 2 Di 14-16 UNI 3, 002 E. Hartmann
GK 3 Mi 16-18 UNI 3, 002 K. Eder
GK 4 Do 8.30-10 UNI 3, 003 S. Carlson
GK 5 Fr 10-12 UNI 3, 001 A. Süer
zurück zur Übersicht

 

53 025 Die Analyse beruflicher Übergänge mit Methoden der Ereignisanalyse

Die Analyse beruflicher Übergänge ist ein wesentlicher Bestandteil der soziologischen und ökonomischen Arbeitsmarktforschung. Dabei gilt gerade der Eintritt in das Erwerbsleben im Anschluss an die berufliche Ausbildung oder das Studium als eine kritische Phase im Lebenslauf, in der die Weichen für den weiteren Beschäftigungsverlauf gestellt werden. Diese bedeutsame Statuspassage wird im Seminar mit Hilfe ereignisanalytischer Methoden untersucht. Dadurch kann beispielsweise die Frage beantwortet werden, wie lange der Übergang von Hochschulabsolventen in den Beruf dauert und von welchen Faktoren ein erfolgreicher Berufsstart abhängig ist.
Das Seminar bietet eine anwendungsorientierte Einführung in ereignisanalytische Methoden auf der Grundlage des Sozio-ökonomischen Panels. Sie sollten über Grundkenntnisse multivariater Verfahren (lineare oder logistische Regressionsanalyse) verfügen und Erfahrungen im Umgang mit STATA oder SPSS haben.

VS Mo 14-16 wöch. UNI 3, 217 (PC-Pool) Nicole Brose

 

zurück zur Übersicht

 

53 033 Generatives Verhalten in Deutschland und in Europa

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Familienförderung im oberen Mittelfeld. Dennoch bewegen sich die Geburtenraten hierzulande auf einem Niveau mit den südeuropäischen Ländern, die bei den Ausgaben für Familienpolitik weit hinter den anderen europäischen Ländern zurückfallen. Somit stellt sich die Frage, ob demographische Entscheidungen mit familienpolitischer Intervention überhaupt beeinflusst werden können und wo die entscheidenden Stellschrauben liegen. Diesem Problem soll im Seminar nachgegangen werden. Dabei werden familienpolitische Maßnahmen in ausgewählten europäischen Ländern und ihre theoretischen Grundlagen diskutiert. Darüber hinaus erhalten Sie im Seminar die Gelegenheit, eigene empirische Analysen auf der Grundlage internationaler Makrodaten durchzuführen. Dafür sind Grundkenntnisse in statistischen Methoden (nach Möglichkeit Kenntnisse multivariater Verfahren) sowie Erfahrungen im Umgang mit STATA oder SPSS erforderlich.

PS Do 12-14 wöch. UNI 3, 001 Nicole Brose

 

zurück zur Übersicht
53 034 Einführung in die Systemtheorie

Niklas Luhmann gilt als einer der bedeutendsten Soziologen den 20. Jahrhunderts. Sein Ziel war es zum einen eine universal angelegte, in sich konsistente Theoriearchitektur für die Soziologie zu entwerfen, die sich selbst als Gegenstand miterfassen kann. Zum anderen hat er eine enorme Anzahl von Aufsätzen und Monografien veröffentlicht und sich der soziokulturellen Entwicklung, Differenzierungstheorie, Modernisierungstheorie, Kommunikationstheorie und den gesellschaftlichen Funktionsbereiche gewidmet. Seine Systemtheorie erweist sich oftmals als Hürde und schreckt viele schon beim ersten Kontakt ab. Dies führt dazu, dass seine Impulse innerhalb der Soziologie nur bruchstückhaft genutzt werden und die Kritik an seinem Werk häufig am Gegenstand und der Intention vorbei gehen. Das Seminar hat zum Ziel, den Zugang zur soziologischen Systemtheorie zu erleichtern und eine Theoriediskussion zu ermöglichen. Die Systemtheorie kann als eine netzwerkartig angelegte Theorie sich gegenseitig kontrollierender Begriffe verstanden werden, die auf der einen Seite für Gesellschaftsbeschreibungen (und Diagnosen) fruchtbar gemacht und auf der anderen Seite weiterentwickelt und sehr gut diskutiert werden kann. En passant wird hier die Arbeit mit Theorien eingeübt und die Möglichkeiten der empirischen Überprüfung beleuchtet. Interessant für die Soziologie ist nicht zuletzt Luhmanns Einbeziehung des psychischen Systems bzw. des Bewusstseins in die soziologische Theorie. Dies kann für eine Bestimmung der Arbeitsteilung bzw. der Grenze zwischen Psychologie und Soziologie genutzt werden und schärft den Blick für die Gegenstände und Zuständigkeiten der Soziologie.

Literatur:

Gripp-Hagelstange, Helga, Einführung: Niklas Luhmanns Denken - Oder: Die Überwindung des alteuropäischen Denkens, in: Gripp-Hagelstange, Helga (Hrsg.), Niklas Luhmanns Denken. Interdisziplinäre Einflüsse und Wirkungen, UVK Universitäts-Verlag Konstanz, Konstanz, S. 7-21, 2000.

PS Mi 8.30-10 wöch. UNI 3, 002 Audris Muraitis

 

zurück zur Übersicht

 

53 051 Migration und Ungleichheit im Zugang zu Bildung im deutsch-französischen Vergleich

Hinsichtlich der empirisch vielfach belegten Benachteiligung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Hinblick auf ihre Bildungschancen zielt dieses Seminar darauf ab, das komplexe Zusammenwirken von Migration, sozialer Herkunft und Bildung in Frankreich und Deutschland in den Blick zu nehmen. Das Seminar wird in drei großen Themenkomplexen unterteilt.
Im ersten Themenkomplex wird auf die Geschichte der Migration nach Deutschland und Frankreich und auf die mit Migration verbundene Heterogenität der Lebenssituationen der zugewanderten Gruppen eingegangen. Dazu werden Ansätze und Theorien der Migrationsoziologie als auch empirische Ergebnisse der Forschung in diesem Bereich einbezogen und diskutiert. Die Geschichte der Migration, die Gründe für die Migration, Ansätze zur sozialen und kulturellen Positionierung von MigrantInnen und ihrer Kinder innerhalb der deutschen bzw. französischen Gesellschaft bilden einige spezifische Themenbereiche.
Darüber hinaus bildet Schule eine wichtige Sozialisationsinstanz für Schüler deutscher und nichtdeutscher Herkunft. Durch die Vermittlung eines bestimmten soziokulturellen Wissens, der Werte- und Normenvermittlung, die wiederum ohne ihre Verbindung zu Kulturen nicht denkbar ist, erfolgen ebenso durch Erziehung und Vermittlung von Schulbuchwissen unterschiedliche soziokulturelle Positionierungen von SchülerInnen unterschiedlicher Herkunft.
Vor diesem Hintergrund wird im zweiten Themenkomplex insbesondere das deutsche Bildungssystem und auch in einer vergleichenden Perspektive das französische Bildungssystem in den Blick genommen, um herauszuarbeiten, wie die schulische Institution die kulturelle Vielfalt thematisiert und einbezieht. Dabei sind Konzepte der interkulturellen Bildung und auch die Analyse der institutionellen Mechanismen, die auch zu einer Benachteiligung der jungen Menschen nicht-deutscher Herkunft führen können, besonders relevant.
Im dritten Themenkomplex werden aktuelle empirische Forschungsergebnisse zu Bildungsungleichheiten entlang ethnisch-kultureller Linien diskutiert. Hier werden insbesondere die verschiedenen familiären, sozialen, strukturellen und kulturellen Aspekte, die zu einer Benachteiligung junger Menschen nicht-deutscher Herkunft beitragen, analysiert. Im Hinblick auf die letztgenannten Aspekte wird auch nach Möglichkeit auf die Situation in anderen europäischen Ländern insbesondere Frankreich eingegangen.

PS Mi 18-20 wöch. UNI 3, 202 Ingrid Tucci, Safiye Yildiz

 

zurück zur Übersicht

 

53 039 Interkulturelle Kommunikation für SozialwissenschaftlerInnen

In fast jedem Beruf ist es möglich, dass man mit Situationen konfrontiert wird, in denen die Interaktion mit kulturellen Erklärungen zu verstehen versucht wird. Obwohl SozialwissenschafterInnen sich mit den Themen Kultur, Kommunikation und Sozialer Ungleichheit theoretisch häufig auseinandersetzen und dann später dieses Wissen in der Arbeitspraxis anwenden, schlägt oft der Bogen von der Theorie zur Praxis fehl. Dies liegt manchmal darin begründet, weil man die Räume, in denen man die eigene Position und Interaktionspraxis reflektieren und neue Muster üben kann, fehlen. Ziel dieses Seminars ist, uns durch die Schaffung solcher Räume in der Kommunikation handlungsfähiger zu machen. Im Seminar werden wir immer wieder zwischen der Diskussion und Reflexion wissenschaftlicher Texte auf der einen Seite und praktischen Übungen und Rollenspielen auf der anderen Seite wechseln. Um diese Übungen effektiv zu gestalten, können nicht mehr als 16 Studierende an diesem Seminar teilnehmen.

Literatur:

  • Auernheimer, G. (Hg., 2002) Interkulturelle Kompetenz und Professionalität. Interkulturelle Studien Bd.13. Opladen
  • Battaglia, S. (2000) ?Verhandeln über Identität. Kommunikativer Alltag von Menschen binationaler Abstammung?. in: Frieben-Blum, E., u.a. (Hg.) Wer ist fremd? Opladen, S.183-202.
  • Goffman, E. (1967) Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität, Frankfurt/Main, 1967 [1963].
  • Rommelsbacher, Birgit (1995) Dominanzkultur: Texte zur Fremdheit und Macht. Berlin: Orlanda Frauenverlag.
  • Thomas, A. / Kammhuber, S. / Schroll-Machl, S. (Hg., 2003) Handbuch Interkulturelle Kommunikation und Kooperation,Band 1: Grundlagen und Praxisfelder. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht.
  • Terkessidis, Mark (2004) Die Banalität des Alltagsrassismus. Migranten zweiter Generation entwickeln einer neuen Perspektive. Bielefeld: transcript Verlag.
PS Block   UNI 3, 202 Melisa Salazar

 

Termine:
Mo 27.10., 16-18 Uhr
Mo 3.11. 16-20 Uhr
Fr/Sa 21./22.11.; 5./6.12., 16.17.1.09 - jeweils Fr 16-20 und Sa 10-14 Uhr
Mo 2.2.09 16-18 Uhr
 

 

zurück zur Übersicht

 

 

 

Diplom-Hauptstudium / Master

 

53 120 Advanced Theories of Inclusion (LK I): Making sense of ethnicity - Theories, models, empirical approaches

The seminar LKI uses the concept of ethnicity as an introduction to advanced general sociological theory. It takes the high variability of ethnic boundary construction in time and space as its starting point. It looks at boundary construction and identity formation as key processes of inclusion into and exclusion from social groups. Thus migrant groups as well as national groups or African tribes come into focus. To make sense of the variation of the making (and unmaking) of ethnic markers, new empirical evidence, new theories (beyond constructivism) and new methodological tools will be discussed in order to describe this variation and to produce better explanatory theories.

Dieses Angebot für Studierende im Master Research Track und Introductury Year der BGSS wird in Absprache dem Dozenten für Studierende im Master-Studiengang geöffnet, wenn die Kapazität dies erlaubt.


Literatur:

  • Brubaker, William Rogers (2006): Ethnicity Without Groups: Harvard University Press.
  • Eder, Klaus; Giesen, Bernhard; Schmidtke, Oliver; Tambini, Damian (2002): Collective Identities in Action. A sociological approach to ethnicity. Aldershot: Ashgate.
  • Pachucki, Mark A.; Pendergrass, Sabrina; Lamont, Michel (2007): Boundary processes. Recent theoretical developments and new contributions. Guest Editors. In: Poetics, Jg. 35, S. 331-351.
  • Wimmer, Andreas (2008a): Elementary strategies of ethnic boundary making. In: Ethnic and Racial Studies.
  • Wimmer, Andreas (2008b): The making and unmaking of ethnic boundaries. A multi-level process theory. In: American Journal for Sociology, Jg. 113, H. 4, S. 970-1022.
SE Di 14-16 wöch. UNI 3, 001 Klaus Eder

 

zurück zur Übersicht

 

53 148 Making sense of social science concepts- Theories, models, empirical approaches (LK III)

The seminar LKIII offers a follow-up seminar for students in the introductory year dealing with the issues discussed in LKI in a research-design oriented manner. It is restricted to Introductory Year students and to MA-students in the Research Track.

Dieses Angebot für Studierende im Introductury Year der BGSS wird in Absprache dem Dozenten für Studierende im Master-Studiengang geöffnet, wenn die Kapazität dies erlaubt.


Literatur:

  • Brubaker, William Rogers (2006): Ethnicity Without Groups: Harvard University Press.
  • Eder, Klaus; Giesen, Bernhard; Schmidtke, Oliver; Tambini, Damian (2002): Collective Identities in Action. A sociological approach to ethnicity. Aldershot: Ashgate.
  • Pachucki, Mark A.; Pendergrass, Sabrina; Lamont, Michel (2007): Boundary processes. Recent theoretical developments and new contributions. Guest Editors. In: Poetics, Jg. 35, S. 331-351.
  • Wimmer, Andreas (2008a): Elementary strategies of ethnic boundary making. In: Ethnic and Racial Studies.
  • Wimmer, Andreas (2008b): The making and unmaking of ethnic boundaries. A multi-level process theory. In: American Journal for Sociology, Jg. 113, H. 4, S. 970-1022.
SE Di 16-18 wöch. UNI 3, 001 Klaus Eder

 

zurück zur Übersicht

 

53091 Relationale Soziologie

Lehrveranstaltung in Moodle | Seminarplan

In diesem Hauptseminar beschäftigen wir uns mit der relationalen Perspektive in der Soziologie, wie sie seit einigen Jahren aus ganz unterschiedlichen Strömungen in der soziologischen Theorie diskutiert wird. Der analytische Blick liegt dabei nicht auf einzelnen Variablen, sondern auf den Beziehungen zwischen Akteuren und den Strukturen und Mustern solcher Beziehungen. Empirisch und methodisch wird die relationale Soziologie vor allem, aber nicht nur, durch die soziologische Netzwerkanalyse vorangetrieben. Im ersten Teil des Seminars werden wir die einschlägigen, meist englischsprachigen Texte dieser Theorierichtung kennenlernen, und dann im zweiten Teil empirische Beispiele aus der historischen Soziologie, der Wirtschafts- und Kultursoziologie diskutieren

Literatur:

  • Abbott, Andrew. 1995. ?Things of boundaries.? Social Research. 62: 857-882.
  • Bourdieu, Pierre/Wacquant, Loïc. 1992. An invitation to reflexive sociology. Chicago: University of Chicago Press.
  • Emirbayer, Mustafa. 1997. ?Manifesto for a relational sociology.? American Journal of Sociology 103:281-317.
  • Latour, Bruno. 2006. "Die Macht der Assoziation." S. 195-212 in ANThology. hrsg. von Andréa Belliger/David Krieger, Bielefeld: transcript.
  • Tilly, Charles. 2005. Identities, Boundaries, and Social Ties. Boulder: Paradigm.
  • Trezzini, Bruno. 1998. ?Theoretische Aspekte der sozialwissenschaftlichen Netzwerkanalyse.? Schweizerische Zeitschrift für Soziologie 24:511-544.
  • White, Harrison C./Godart, Frédéric. 2007. Stories from Identity and Control. In: Sociologica, (3), http://www.sociologica.mulino.it/journal/article/index/Article/Journal:ARTICLE:123.
SE Fr 12-14 wöch. UNI 3, 002 Sophie Mützel

 

zurück zur Übersicht

 

53 090 Migration, Milieus und Identität: Zuwanderer in Deutschland

Bereits Anfang der 50er Jahre begann Deutschland die Verhandlungen mit Italien und anderen Ländern über die Anwerbung von Arbeitskräften. Im Jahre 1957 folgten die Römischen Verträge, die als Grundlage für die Entstehung der Europäischen Union angesehen werden können. Seither sind fast 50 Jahre vergangen, und in Deutschland lebt mittlerweile eine zweite bzw. dritte Generation von Zuwanderern. Außerdem ist Europa bzw. Deutschland mit neuen Formen der Mobilität konfrontiert. Diese Prozesse haben zu einer Pluralisierung der jeweiligen Communities geführt, die nicht mehr, wie häufig in der Öffentlichkeit angenommen, homogen strukturiert sind, sondern durch die Präsenz verschiedener Milieus und Identitäten charakterisiert sind. Im Seminar sollen diese Prozesse am Beispiel einiger Communities und deren Interaktion mit der Mehrheitsgesellschaft analysiert werden.

Literatur

  • Assmann, Aleida / Heidrun Friese (Hrsg.), 1998, Identitäten (Erinnerung, Geschichte, Identität, 3). Frankfurt/Main
    Bourdieu, Pierre: Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital, in: Kreckel, R. (Hrgs.) Soziale Ungleichheiten, Soziale Welt, Sonderband 2. Göttingen, S. 183-198, 1983.
  • Eder, Klaus, Rauer Valentin, Schmidtke Oliver, 2004, Die Einhegung des Anderen. Türkische, polnische und russlanddeutsche Einwanderer in Deutschland. Wiesbaden.
  • Giesen, Bernhard, 1999, Kollektive Identitäten: Die Intellektuellen und die Nation 2. Frankfurt/Main.
  • Die Milieus der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Eine qualitative Untersuchung von Sinus Sociovision. Auszug aus dem Forschungsbericht. Heidelberg, 16. Oktober 2007
  • Vester, Michael, von Oertzen, Peter, Geiling, Heiko et. All., 2001, Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel. Zwischen Integration und Ausgrenzung. Frankfurt/Main
SE Fr 14-16 wöch. UNI 3, 001 Edith Pichler

 

zurück zur Übersicht

 

53 068 Bachelor-, Master- und Diplomanden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse
CO Di 18.30-20 wöch. UNI 3, 003 Klaus Eder

 

zurück zur Übersicht

53 097 Doktoranden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse
CO Mo 18.30-20 wöch. UNI 3, 001 Klaus Eder

 

zurück zur Übersicht