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Humboldt-Universität zu Berlin - Makrosoziologie

WS 2005/2006

 

Diplom-Grundstudium/Bachelor

PS Soziologie des Lebenslaufs Nicole Brose
PS 8. Mai 1945 Deutschland; 25. April 1945 Italien: "Diskurse" 60 Jahre danach Edith Pichler
PS Einführung in die Militärsoziologie Ulrich vom Hagen
TU Europ‰ische Identit‰t ... durch antiamerikanisches Ressentiment? Bernhard Forchtner

Diplom-Hauptstudium/Master

PJ Theorien und Methoden der vergleichenden Bewegungsforschung Klaus Eder
SE Konfliktsoziologie - Theoretische Ansätze und empirische Fallanalysen Klaus Eder
CO Bachelor-, Master- und Diplomanden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse Klaus Eder
CO Forschungsseminar für Doktoranden Klaus Eder

 

 

Diplom-Grundstudium/Bachelor

53 041 Soziologie des Lebenslaufs

Lebensl‰ufe werden durch gesellschaftliche Institutionen wie Ausbildung, Erwerb und Ruhestand maflgeblich strukturiert. Diese Erkenntnis hat einige Sozialwissenschaftler dazu veranlasst, den Lebensverlauf als ÑNormalbiographieì zu rekonstruieren. Nun zeigt sich jedoch bei genauerer Betrachtung, dass dieses grobe dreiteilige Modell den vielf‰ltigen Variationen innerhalb moderner Lebensverl‰ufe kaum gerecht wird. In diesem Zusammenhang ist von einer ÑIndividualisierungì und ÑDestandardisierungì von Lebensverl‰ufen die Rede. Doch auch diese Diagnose bedarf der Relativierung: Einmal getroffene Entscheidungen bez¸glich Familienplanung, Ausbildung und Erwerb begrenzen zuk¸nftige Optionen und stellen so die Weichen f¸r den weiteren Lebensverlauf. Im Seminar soll u.a. gekl‰rt werden, welche Entscheidungen im Lebensverlauf zu den Ñkritischenì z‰hlen und wohin sie tendenziell f¸hren. Zudem soll ein ‹berblick ¸ber die Problemfelder der quantitativen und qualitativen Lebensverlaufsanalyse vermittelt werden. Dar¸ber hinaus sollen interessante Forschungsergebnisse diskutiert werden.

PS Di 10-12 wöch. UNI 3, 202 Nicole Brose

 

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53 042 8. Mai 1945 Deutschland; 25. April 1945 Italien: "Diskurse" 60 Jahre danach

Eine zentrale Dimension der Konstruktion moderner Gesellschaften ist die Auseinandersetzung mit dem „kollektiven Gedächtnis“. Identitäten basieren in weiten Teilen auf kollektiver Erinnerung. Diesen Erinnerungskonstruktionen entsprechen verschiedene sozio-kulturelle Praktiken, die u.a. auch der Legitimation der Politik dienten. Gab es mehrheitlich nach dem 2. Weltkrieg einen Konsens über die Kultur des Erinnerns und der identitären Praxis der beiden Nationen, sind in letzter Zeit neue „Stimmen“ hinzugekommen: „Bombenkrieg“, Flucht und Vertreibung, (neuerdings auch bezüglich des Schicksals der italienischen Flüchtlinge aus Istrien und Dalmatien), „Foibe“ (Schluchten in den Karsten Friauls), Gleichsetzung der „Ragazzi di Salò“ mit den Partisanen. Deuten alle diese „neuen Diskurse“ auf einen Perspektivenwechsel bezüglich des kollektiven Gedächtnisses hin? Die beiden Schlüsselfälle sind Erinnerungspraktiken in Deutschland und Italien. Je nach Interessenlage der Teilnehmer können die Beispiele auch auf andere nationale Erinnerungspraktiken ausgeweitet werden.

Literatur:

  • Assmann, Jan: 1992, Das kulturelles Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München.
  • Cornelißen, Christoph/Klinkhammer, Lutz/Schwenkentker, Wolfgang (Hrgs.): 2003, Erinnerungskulturen. Deutschland, Italien und Japan seit 1945. Frankfurt am Main
  • Halbwachs, Maurice:1985, Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen. Frankfurt.
  • Crainz, Guido: 2005, Il dolore e l´esilio. L´Istria e le memorie divise d´Europa. Rom
  • Frei , Norbert: 2005, 1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewusstsein der Deutschen. München.
  • Natoli, Claudio, 1998, Antifaschismus und Resistenza in der Geschichte des italienischen Einheitsstaats. In J. Petersen/W. Schieder, (Hrsg.), Faschismus und Gesellschaft in Italien. Staat-Wirtschaft-Kultur. Köln
  • Luzzato, Sergio: 2004, La crisi del l´antifascismo. Turin
  • Wörsdörfer, Rolf: 2004, Krisenherd Adria 1915-1955. Konstruktion und Artikulation des Nationalen im italienisch-jugoslawischen Grenzraum. Paderborn.
PS Fr 10-12 wöch. UNI 3, 003 Edith Pichler

 

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53 137 Einführung in die Militärsoziologie

Ziel des Seminars ist es, den Studierenden Einblicke in milit‰rsoziologische Fragestellungen und Ans‰tzen zu geben und sie mit dem Themenbereich ÇMilit‰rë vertraut zu machen. Die Milit‰rsoziologie ist lange Zeit in ihrer Relevanz f¸r grˆflere gesellschaftliche Zusammenh‰nge kaum ber¸cksichtigt worden. Diese Situation ‰ndert sich, da mit dem Ende der Blockkonfrontation und der Militarisierung von Auflenpolitik auch das Interesse f¸r das Milit‰r und die Milit‰rsoziologie w‰chst. Das Milit‰r in den meisten Gesellschaften eine elementare Institution des Staates, da es das Gewaltmonopol des Staates nach auflen verkˆrpert und einen zentralen Faktor in der Regelung der Auflenbeziehungen in der Staatenwelt darstellt. Zugleich nehmen die Streitkr‰fte auch finanziell und personell eine herausgehobene Position im Staat ein. Schliefllich ist das Milit‰r zwangsl‰ufig ein Teil der Gesellschaft und zumindest in der Bundesrepublik Deutschland bewusst integrativ konzipiert worden. In diesem Seminar wollen wir uns deshalb insbesondere dem Verh‰ltnis von Milit‰r und ziviler Gesellschaft widmen, die unter dem Begriff Çzivil-milit‰rische Beziehungenë einen zentralen Aspekt der Milit‰rsoziologie darstellen.

Literatur:

  • Kernic, Franz (2001): Sozialwissenschaften und Milit‰r. Wiesbaden: Deutscher Universit‰tsverlag.
  • Leonhard, Nina & Werkner, Ines-Jacqueline (Hg.) (2005): Milit‰rsoziologie ñ Eine Einf¸hrung. Wiesbaden: VS Verlag f¸r Sozialwissenschaften.
  • Picht, Georg (Hg.) (1966): Studien zur politischen und gesellschaftlichen Situation der Bundeswehr. Witten/Berlin: Eckart-Verlag.
  • Wachtler, G¸nter (Hg.) (1983): Milit‰r, Krieg, Gesellschaft. Texte zur Milit‰rsoziologie. Frankfurt/New York: Campus
PS Mo 12-14 wöch. UNI 3, 001 Ulrich vom Hagen

 

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53 141 Europäische Identität ... durch antiamerikanisches Ressentiment?

Dem Anspruch der Europ‰ischen Gemeinschaft nicht nur Wirtschaftsunion, sondern auch politische Union zu werden, schien es lange Zeit an emotionalem Bindemittel zu fehlen. Mit dem Irakkrieg und der sich formierenden Identit‰t eines old europe scheint nun aber ìendlichì ein Ñspontanious movement [as] a European societyì (Durkheim) zu entstehen. Wie sich ein solches ìusì gegen¸ber den USA (ìthemì) konstituieren kann, was unter ªAntiamerikanismus´ zu verstehen ist, welche Akteure auftreten (Intellektuelle, soziale Bewegungen, etc.) und ob positive Selbstbilder nicht doch nur in regressiven Deutungsmuster umschlagen, wollen wir w‰hrend dieses zweisemestrigen Projekttutoriums herausarbeiten

Literatur:

  • Arendt, Hannah (1954): Europa und Amerika, in: (dieselbe) (1989). Zur Zeit. Politische Essays. M¸nchen. S. 71-94.
  • Diner, Dan (2003). Feindbild Amerika. ‹ber die Best‰ndigkeit eines Ressentiments. M¸nchen.
  • Eder, Klaus (1999): Integration durch Kultur?, in: Viehoff, Reinhold/Segers Rien (Hrsg.). Kultur, Identit‰t, Europa. Frankfurt am Main. S. 147-179.
  • White, Hayden (2000): The Discourse of Europe and the Search for a European Identity, in: Strath, Bo (ed.). Europe and the Other and Europe as the Other. Br¸ssel, S. 67-86.
TU Di 18-20 wöch. UNI 3, 001 Bernhard Forchtner

 

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Diplom-Hauptstudium / Master

53 090 Theories and Methods of Comparative Social Movement Research
Theorien und Methoden der vergleichenden Bewegungsforschung

Veranstaltungsplan | Lehrveranstaltung in Moodle

This is the continuation of a research seminar that started in summer 05. In the first semester recent theorizing on social movements and collective mobilization was taken up and different methods of social movements research were discussed. In this semester we will analyse cases of transnational contention.
Seminarsprache: Englisch und Deutsch.

Literatur:

  • Balme, Richard, Chabanet, Didier, & Wright, Vincent. (2002). L'action collective en Europe / Collective Action in Europe. Paris: Presses des Sciences Po.
  • della Porta, Donatella, & Tarrow, Sidney (Eds.). (2004). Transnational Protest and Global Activism. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.
  • Giugni, Marco, McAdam, Doug, & Tilly, Charles (Eds.). (1998). From Contention to Democracy. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.
  • Imig, Doug, & Tarrow, Sidney (Eds.). (2001). Contentious Europeans. Protest and Politics in an Emerging Polity. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.
  • McAdam, Doug, Tarrow, Sidney, & Tilly, Charles. (2001). Dynamics of Contention. New York: Cambridge University Press.
PJ Di 16-18 wöch. UNI 3, 202 Klaus Eder


Hinweis zur Lehrveranstaltung:
Am Ende des Semesters findet eine zusätzlich Blockveranstaltung statt.

 

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53 091 Konfliktsoziologie - Theoretische Ansätze und empirische Fallanalysen

Veranstaltungsplan | Lehrveranstaltung in Moodle

Der theoretische Focus des Seminars ist der Zusammenhang von Konflikt und Konsens. Dazu werden makrosoziologische wie mikrosoziologische Ans‰tze der Erkl‰rung sozialer Konflikte analysiert. Die empirischen Fallbeispiele reichen von Alltagskonflikten ¸ber politische Konflikte bis hin zu ethnischen und kulturellen Konflikten. Die leitende praktische Fragestellung: Wie normal sind soziale Konflikte, wie lassen sie sich z‰hmen, und wann geraten sie aus dem Ruder?

Literatur:

  • Bonacker, Thorsten. (2002). Sozialwissenschaftliche Konflikttheorien. Eine Einf¸hrung. Opladen: Leske + Budrich.
  • Coser, Lewis A. (1965). Theorie sozialer Konflikte. Neuwied: Luchterhand.
  • Hardin, Russell. (1994). One for All. The Logic of Group Conflict. Princeton, NJ: Princeton University Press.
  • Collins, Randall. (1975). Conflict Sociology. Towards an Explanatory Science. New York: Academic Press.
  • Rapoport, Anatol. (1976). K‰mpfe, Spiele und Debatten. Drei Konfliktmodelle. Darmstadt: Verlag Darmst‰dter Bl‰tter.
SE Di 8.30-10 wöch. UNI 3, 002 Klaus Eder

 

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53 094 Bachelor-, Master- und Diplomanden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse

Colloquiumsplan (Stand 13.1.06)

Achtung: Terminänderung!
CO Di  18.30-20 wöch. UNI 3, 201 Klaus Eder

 

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53 095 Kolloquium für Doktoranden

Colloquiumsplan

Achtung: Terminänderung!

CO Mo 18.30-20 14-tg. UNI 3, 001 Klaus Eder

 

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