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Humboldt-Universität zu Berlin - Makrosoziologie

SoSe 2008

 

Diplom-Grundstudium/Bachelor

PS Soziale Ungleichheit und soziale Netzwerke Nicole Brose
PS Gastarbeiter, Migranten, Zuwanderer, ausländische Mitbürger, Personen mit Migrationshintergrund etc.: Begriffe, Diskurse und Erinnerungen Edith Pichler
PS Genealogie der Moderne - Michel Foucault und die Sozialwissenschaften Mike Laufenberg
CO Bachelor-, Master- und Diplomanden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse Klaus Eder

Diplom-Hauptstudium/Master

PJ Kultursoziologische Perspektiven wirtschaftlichen Handelns: Markt und Kultur Sophie Mützel
SE Soziologie der Kultur. Theoretische und methodische Ansätze - zugleich eine Einführung in soziologische Theorie für Fortgeschrittene Klaus Eder
SE Zur Verlaufslogik von Konflikten Klaus Eder
CO Bachelor-, Master- und Diplomanden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse Klaus Eder
CO Forschungsseminar für Doktoranden Klaus Eder

 

 

Diplom-Grundstudium/Bachelor

53 021 Soziale Ungleichheit und soziale Netzwerke

Spätestens seit Mark Granovetters viel beachteter Studie „Getting a Job“ gelten soziale Kontakte und Beziehungen als wichtige Konstituenten sozialer Ungleichheit. Einerseits wird ihnen nachgesagt, dass sie den Weg zu attraktiven beruflichen Positionen und anderen Ressourcen ebnen. Zum anderen gelten sie jedoch auch als Faktoren, die dazu beitragen, benachteiligte soziale Lagen auf Dauer zu stellen oder den Erfolg von Unternehmen zu behindern. Im Seminar soll dieses ambivalente Verhältnis zwischen sozialen Beziehungen und sozialer Ungleichheit näher beleuchtet werden.

PS Do 12-14 wöch. UNI 3, 003 Nicole Brose

 

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53 029 Gastarbeiter, Migranten, Zuwanderer, ausländische Mitbürger, Personen mit Migrationshintergrund etc.: Begriffe, Diskurse und Erinnerungen

Seit der ersten bilateralen Vereinbarungen über die Rekrutierung von „Gastarbeitern“ sind mehr als 50 Jahre vergangen. In diesem Zeitraum sind mehrere Begriffe entstanden und verwendet worden, um die Menschen zu bezeichnen, die nach Deutschland kamen und blieben. Anhand der Begriffe kann man die Geschichte und die Migrationsprozesse rekonstruieren, die politische Praxis und die politischen Entscheidungen bezüglich dieser Prozesse dokumentieren und bewerten und die in der Wissenschaft oder in der Öffentlichkeit dominierenden Diskurse analysieren. Außerdem kann man erörtern, wie sich die Betroffenen in dem jeweiligen Kontext artikulieren bzw. ob sie „Gegenbegriffe- und Diskurse“ entwarfen. Es stellt sich dann die Frage inwieweit die verschiedenen Begriffe die kollektive Erinnerung geprägt haben.

Literatur

  • Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (Herausgeberin). 6. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland Berlin, August 2005.
  • Die dritte Generation: integriert, angepaßt oder ausgegrenzt? Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 3. Mai 1995 in Bochum / Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Arbeits- und Sozialforschung. - Bonn, 1995. - 64 S. Text & Image files. - (Gesprächskreis Arbeit und Soziales; 55) Electronic ed.: Bonn : FES Library, 2000ISBN 3-86077-427-
  • Häußermann, H./Oswald, I.: 1997, Zuwanderung und Stadtentwicklung. Wiesbaden.
  • Kaufmann, Luis (Hrg): 2007, Vielfalt fördern-Einfalt vermeiden. Neue Strategien der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Berlin
  • Interkulturelle Woche 2007. Teilhaben-Teil werden. Woche der ausländischen Mitbürger. Herausgeber: Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche / Woche der ausländischen Mitbürger
  • Nikolinakos, Marios 1973. Politische Ökonomie der Gastarbeiterfrage. Migration und Kapitalismus. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg
  • Von der Ausländer- zur Einwanderungspolitik: eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 12. und 13. Oktober 1993 in Leipzig / Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Arbeits- und Sozialforschung. - Bonn, 1994. - 125 S.: graph. Darst. - ( Gesprächskreis Arbeit und Soziales; 32) Electronic ed.: Bonn : FES ibrary, 2004ISBN 3-86077-288-0
PS Fr 14-16 wöch. UNI 3, 202 Edith Pichler

 

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53 047 Genealogie der Moderne - Michel Foucault und die Sozialwissenschaften

Die Arbeiten Michel Foucaults sind in geistes- und sozialwissenschaftlichen Analysen und Theoriebildungsprozessen heute lebendiger denn je. Für die Auseinandersetzung mit Formen sozialer Kontrolle, Normierung und Macht, Prozessen der Wissensproduktion oder Fragen der Subjektivierung erscheint das Werk des französischen Theoretikers mittlerweile unverzichtbar.

Das Lektüreseminar will anhand von Leitbegriffen (Genealogie, Diskurs, Dispositiv, Subjekt, Sexualität, Macht, Wahrheit, Gouvernementalität) Grundlagen des Foucaultschen Denkens erschließen und seine „Genealogie der Gegenwart" an konkreten Ereignissen nachvollziehen: der Geburt des Gefängnisses und des Wahnsinns, der Entwicklung von Regierungstechniken und einer Regierung des „Selbst", der Genese der Biomacht und des Rassismus. Das Seminar zielt dabei auf eine kritische Diskussion des theoretischen und methodischen Angebots von Foucault, gerade auch im Hinblick auf sozial wissenschaftliche Anschlussmöglichkeiten. Foucault-Neulinge sollen sich ebenso angesprochen fühlen wie solche, die seine Bekanntschaft schon gemacht haben. Voraussetzung ist ein Interesse an der Lektüre anspruchsvoller Texte eines Theoretikers, der sich einfachen Zu- und Einordnungen immer wieder entzieht.

PS Di 18-20 wöch. UNI 3, 202 Mike Laufenberg

 

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Diplom-Hauptstudium / Master

53 090 Kultursoziologische Perspektiven wirtschaftlichen Handelns: Markt und Kultur (Teil 2)

Fortsetzung vom Wintersemester

PJ Di 8.30-10 wöch. UNI 3, 002 Sophie Mützel

+ 2 Blockseminare Mitte und Ende des Semesters

 

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53 076 Zur Verlaufslogik von Konflikten

In diesem Seminar werden Modelle zur Beschreibung und Erklärung der Verlaufslogik von Konflikten diskutiert (Entstehung und Beendigung von Konflikten). Die Konfliktsituationen reichen von Zwei-Personen-Konstellationen bis hin zu Großgruppenkonflikten (etwa „Kulturkonflikten“). Dabei wird die Frage ventiliert, wann, wo und wie solche Konflikte mit Gewalt verbunden werden. Gewalt kann dabei reichen von personaler Gewalt (Selbstmord) über interpersonale Gewalt (Mord und Totschlag) bis hin zu kollektiver Gewalt (Aufruhr, Terror usw.).
Dieses Seminar wendet sich vor allem auch an Studierende des „Introductory year“.


Literatur:

  • Bergesen, Albert J. (2007). Three-step model of terrorist violence. Mobilization, 12, 111-118.
  • Black, Donald. (2004). The geometry of terrorism. Sociological Theory, 22, 14-25.
  • Gould, Roger V. (2003). Collision of Wills: How Ambiguity about Social Rank Breeeds Conflict. Chicago, IL: University of Chicago Press.
  • Hardin, Russell. (1995). One for All. The Logic of Group Conflict. Princeton, NJ: Princeton University Press.
  • Tilly, Charles. (2005). Identities, Boundaries, and Social Ties. Boulder, CO: Paradigm Publishers.
  • Wagner-Pacifici, Robin. (2005). The Art of Surrender. Decomposing Sovereignty at Conflict's End. Chicago, IL: University of Chicago Press.
SE Mi 8-10 wöch. UNI 3, 205 Klaus Eder

 

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53 096 Soziologie der Kultur. Theoretische und methodische Ansätze - zugleich eine Einführung in soziologische Theorie für Fortgeschrittene

Dieses Seminar diskutiert klassische (von Weber bis Geertz) und neuere (praxistheoretische, performanztheoretische) Ansätze einer Kultursoziologie sowohl aus methodologischen wie theoretischen Blickwinkeln. Dabei geht es um die Frage nach der sozialen Einbettung und den sozialen Folgen von Kultur sowie nach den Mechanismen, die dies leisten. Diese konzeptionellen Grundfragen werden an Hand von Fallanalysen Fälle beleuchtet und auf ihre methodologischen Implikationen hin bestimmt.


Literatur:

  • Alexander, Jeffrey C. (2004). Cultural pragmatics. Social performance between ritual and strategy. Sociological Theory, 22, 527-73.
  • Bourdieu, Pierre. (1983). The field of cultural production. Poetics, 12, 311-356.
  • DiMaggio, Paul J. (1994). Culture and economy. In Neil Smelser & Richard Swedberg (Eds.), The Handbook of Economic Sociology (pp. 27-57). Princeton, NJ: Russell Sage.
  • Geertz, Clifford. (1983). Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
  • Peterson, Richard A., & Anand, N. (2004). The production of culture perspective. Annual Review of Sociology, 30, 311-334.
  • Reckwitz, Andreas. (2000). Die Transformation der Kulturtheorien. Zur Entwicklung eines Theorieprogramms. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft.
SE Di 16-18 wöch. UNI 3, 003 Klaus Eder

 

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53 058 Bachelor-, Master- und Diplomanden-Kolloquium Vergleichende Strukturanalyse

Colloquiumsplan (Stand 24.4.08)

CO Mo 18.30-20 wöch. UNI 3, 001 Klaus Eder

 

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53 092 Kolloquium für Doktoranden

Colloquiumsplan (Stand 24.4.08)

CO Di 18.30-20 14-tg. UNI 3, 201 Klaus Eder

 

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