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Humboldt-Universität zu Berlin - Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland

Projektideenworkshop und Projektvorstellung

Im Rahmen der Förderlinie Impulse der Exzellenzinitiative an der Humboldt-Universität zu Berlin hat das Dekanat der Philosophischen Fakultät III ein Programm zur Vernetzung aller sozialwissenschaftlich arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Humboldt-Universität zu Berlin initiiert. Dieses Vorhaben wurde durch zwei Veranstaltungen im Sommersemester 2013 realisiert: einem Projektideenworkshop sowie einer öffentlichen Projektvorstellung mit eingeladenen Expertinnen und Experten. Mit einer Fördersumme von insgesamt 20.000 Euro werden ausgewählte interdisziplinäre Projekte in Forschung und Lehre, die im Rahmen dieser Veranstaltungen entwickelt wurden, gefördert.

 

Projektideenworkshop

Projektvorstellung

Projekte

Förderentscheidung

Impressionen: Projektideenworkshop

Impressionen: Projektvorstellung

 

Projektideenworkshop

Der Projektideenworkshop am 3. Mai 2013 verfolgte das Ziel, sich überschneidende Forschungsinteressen der Teilnehmenden zu identifizieren und gemeinsame Projektideen zu entwickeln.

Um den Austausch der Wissenschafler_innen zu unterstützen, wurde der Workshop von Jule Endruweit, Moderatorin und Coach, professionell begleitet.

Insgesamt haben 16 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sechs verschiedenen Instituten und Zentren der Humboldt-Universität an dem fünfstündigen Workshop teilgenommen:

  • Institut für Geographie, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II
  • Institut für Erziehungswissenschaften, Philosophische Fakultät IV
  • Institut für Europäische Ethnologie, Philosophische Fakultät I
  • Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft, Philosophische Fakultät III
  • Institut für Sozialwissenschaften, Philosophische Fakultät III
  • Großbritannienzentrum

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlossen sich nach Interessenschwerpunkten zu Gruppen zusammen und erarbeiteten im Workshop eine gemeinsame Projektidee. Am Ende der Veranstaltung konnten vier Projekte skizzenhaft präsentiert werden, die im Anschluss zu konkreten Projekten weiterentwickelt wurden.

 

Projektvorstellung

Am 5. Juli 2013 fand eine abschließende Projektvorstellung statt, um die weiterentwickelten Projekte der Öffentlichkeit vorzustellen und zu diskutieren. Auf Einladung der Dekanin der Philosophischen Fakultät III, Prof. Dr. Julia von Blumenthal, wurden Professorinnen und Professoren der verschiednen Fachbereiche als Expertinnen und Experten zu den Vorträgen eingeladen.

 

Folgende Professorinnen und Professoren konnten für die Veranstaltung gewonnen werden:

 

  • Prof. Dr. Beate Binder – Philosophische Fakultät I, Institut für Europäische Ethnologie
  • Prof. Dr. Christian Kaden, Begründer des Lehrgebiets Musiksoziologie/ Sozialgeschichte der Musik an der HU, seit Ende des Wintersemesters 2011/12 pensioniert
  • Prof. Dr. Rita Nikolai - Philosophische Fakultät IV, Institut für Erziehungswissenschaften, Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung
  • Prof. Henning Nuissl - Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II, Geographisches Institut, Angewandte Geographie
  • Prof. Dr. Martin Reinhart - Philosophische Fakultät III, Institut für Sozialwissenschaften, Juniorprofessur für Wissenschaftsforschung
  • Prof. Dr. Patrice Veit - Centre Marc Bloch, Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften

 

Projekte

Die folgenden vier Projekte sind aus dem Projektideenworkshop hervor gegangen und bewerben sich um die insgesamt 20.000 Euro Fördergelder:

 

Musik im Verein als Bildungsinstrument

Inventive Methods  – Ansätze partizipativer Forschung im städtischen Raum

Konsensuale Entscheidungsprozesse

Die Rolle von Leistungsindikatoren in der Bildungsforschung im internationalen Vergleich

 

 

Musik im Verein als Bildungsinstrument

Projektbeteiligte:

Katrin Bicher, Institut für Musikwissenschaft, Musiksoziologie

Dr. Sylvana Dietel, Institut für Erziehungswissenschaften

Tanka Fonta, Musiker, Bildender Künstler

Nepomuk Riva, Institut für Musikwissenschaft, Musiksoziologie

 

 

Kurzbeschreibung:

Bildungsangebote spielen für die Entwicklung der eigenen Identität, Förderung und Möglichkeit des Ausdrucks eine maßgebliche Rolle. Die Art dieser Gestaltung und Unterstützung in der Erwachsenenbildung, die möglichen Bildungswege, sind dabei denkbar vielfältig, z. B. kann die Verständigung über Inhalte (praktisch und theoretisch) mit Gleichgesinnten im Verein erfolgen. Vereine – als Zusammenschluss mehrerer Akteure, die für ein gemeinsam verfolgtes Ziel mehr oder weniger regelmäßig in einer mehr oder weniger stark hierarchisch organisierten Struktur zusammenkommen, in Bezug auf ein gemeinsames Thema ein Wir-Gefühl ausbilden und sich nicht zuletzt dadurch auch von Nicht-Mitgliedern unterscheiden – stellen Lern-Orte dar, in denen der Bildungsgedanke in unterschiedlicher Art und Weise auftritt: offensichtlich oder nebenbei auf die Mitglieder oder auf Außenstehende gerichtet, Element einer Aktivität oder Ergebnis eines erfahrenen Erlebnisses. Musik kann dabei in ebenso vielfältiger Beziehung zum jeweils zentralen Bildungsgedanken stehen: sie kann Inhalt der Bildungsbestrebung sein, aber auch Mittel, um andere Bildungsinhalte zu transportieren und zu unterstützen.

Dieser vielfältigen Erscheinungsform von Musik in Vereinen, die der Erwachsenenbildung, hier der kulturellen Bildung, dienen, will sich das Projekt über zwei Fallstudien in Form von interdisziplinären Lehrveranstaltungen widmen.

In einem der beiden Teilprojekte – Teilprojekt 1: "Interkulturelle Bildung – Ein deutsch-kamerunisches Vermittlungs-Seminar", veranstaltet von Nepomuk Riva und Tanka Fonta – sollen  Studierende der Humboldt-Universität zu Berlin mit Musiker_innen aus Kameruner Kulturvereinen in Berlin in einem praxisorientierten Seminar zusammenkommen und anhand von historischen Tonaufnahmen und Forschungspublikationen aus der deutschen Kolonialzeit neues Wissen über die Kameruner Musik- und Kulturgeschichte generieren. Gebildet werden soll dabei ein Verständnis für den jeweils anderen Kulturkreis über das tertium comparationis „Musik“, das im einen Fall vor allem praktiziert wird, im anderen wissenschaftlich dokumentiert ist.

Das zweite Teilprojekt – Teilprojekt 2: "Musik im Verein als Teil der Erwachsenenbildung – Ein Forschungsseminar", durchgeführt von Katrin Bicher und Dr. Sylvana Dietel – widmet sich der Frage nach den unterschiedlichen Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten von Musik in Bildungsvereinen konkreterer Art: Musiziervereinigungen, Konzertveranstaltungen, Volkshochschulkursen etc. Anhand von Fallbeispielen wird die je verschiedene Rolle von Musik im Zusammenhang mit dem jeweiligen Bildungsziel und den Wahrnehmungen von Wirkungen über Bedeutungsbeschreibungen der Teilnehmer_innen untersucht – wobei das Teilprojekt 1 als Beispiel neben anderen dienen und auf diese Weise sowohl Untersuchungsmittel (Projekt 1) als auch Untersuchungsgegenstand (Projekt 2) sein soll.

Beide Seminare zielen an ihrem Ende auf gegenseitige Präsentationen und eine gemeinsame öffentliche Ausstellung hin, so dass sich zum einen die Teilnehmer_innen an dem Projekt (Interviewte, Einrichtungen) über die Ergebnisse informieren können und die Antragsteller_innen zur Grundthematik des Projektes einen breiten Forschungsüberblick erarbeiten. Weiterhin ermöglicht die Ausstellung einen Zugang für die interessierte Öffentlichkeit in der Humboldt-Universität zu Berlin und darüber hinaus.

 

Inventive Methods  – Ansätze partizipativer Forschung im städtischen Raum

Projektbeteiligte:

Fabian Beran, Geographisches Institut, Angewandte Geographie

Dr. Manuela Bojadzijev, Institut für Europäische Ethnologie

Dr. Melanie Krebs, Institut für Europäische Ethnologie

Birgit zur Nieden, Insitut für Sozialwissenschaften, Diversity and Social Conflict

 

Kurzbeschreibung:

Viele Studierende der Sozialwissenschaften, Humangeographie und Europäischen Ethnologie haben großes Interesse an einer gesellschaftlich relevanten und anwendungsorientierten Forschung. Im Projekt „Inventive Methods“ sollen in diesem Sinne die Möglichkeiten der Verwendung innovativer Formen der Wissensproduktion und partizipativer/kollaborativer Forschung im städtischen Raum mit einem Fokus auf Methodologie und Methoden diskutiert und in einem Lehrforschungsseminar getestet werden.

Das Projekt „Inventive Methods“ besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil werden neuere Ansätze der inventiven Methoden und Beispiele partizipativer Forschungen in einem Workshop zusammengetragen. Anschließend wird ein gemeinsames Lehrforschungsseminar entwickelt und durchgeführt, in dem die diskutierten Methoden an der Schnittstelle der Forschungsfelder Stadt, Migration und Bildung, in denen die thematischen Schwerpunkte der Antragsstellenden liegen, erprobt werden. Im dritten Teil werden die Ergebnisse aus dem Workshop und der Lehrforschung publiziert. Optional sollen die Erfahrungen und Ergebnisse zu einem gemeinsamen Antrag für ein Forschungsprojekt der beteiligten Institute führen.

 

Konsensuale Entscheidungsprozesse

Projektbeteiligte:

Clemens Blümel, Institut für Sozialwissenschaften, Wissenschaftsforschung

Dr. Eva Krick, Institut für Sozialwissenschaften, Innenpolitik

Kerstin Rothe, Institut für Erziehungswissenschaften

 

Kurzbeschreibung:

Das Projekt „Konsensuale Entscheidungsprozesse“ zielt auf den Austausch und die Vernetzung zu konsensorientierten politischen Prozessen aus einer normativen und einer vergleichenden entscheidungsanalytischen Perspektive.

Für diesen Zweck erweitern die Antragsteller_innen aus den Instituten für Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften den im Oktober 2013 an der Humboldt-Universität stattfindenden Workshop „Decisionmaking by Consensus in Political Arenas“.

Die Antragsteller_innen präsentieren auf dem Workshop jeweils Forschungsbeiträge aus ihren Disziplinen (Bildungsforschung, Wissenschaftsforschung, Verhandlungsforschung) und laden weitere Referent_innen zur Diskussion ein.

 

Die Rolle von Leistungsindikatoren in der Bildungsforschung im internationalen Vergleich – Eine vergleichende Analyse der wechselseitigen Einflüsse von globalen Bildungsstudien und der jeweiligen nationalen Bildungsforschung in Deutschland und Großbritannien

Projektbeteiligte:

Clemens Blümel, Institut für Sozialwissenschaften, Wissenschaftsforschung

Daniel Kubiak, Institut für Sozialwissenschaften

Christin Laschke, Institut für Erziehungswissenschaften, Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung

Corinna Lautenbach, Institut für Erziehungswissenschaften, Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung

 

Kurzbeschreibung:

Die Rolle von Leistungsindikatoren in der Empirischen Bildungsforschung wird vor dem Hintergrund eines neoinstitutionalistischen Ansatzes international vergleichend betrachtet. Hierzu soll eine Analyse der Wechselwirkung zwischen dem globalen Bildungsdiskurs und der jeweiligen nationalstaatlichen Rezeption bzw. Verankerung der mit diesem Gegenstand befassten Forschung, der Empirischen Bildungsforschung, durchgeführt werden. Ein Vergleich der Länder Deutschland und Großbritannien soll hierbei ermöglichen zu analysieren, wie unterschiedliche nationale Kontexte und bildungswissenschaftliche/-politische Traditionen auf das Zusammenspiel von Leistungsvergleichen und dem bildungswissenschaftlichen Diskurs einwirken. Zur Identifikation dieser Bedingungsfaktoren wird exemplarisch auf die Wechselwirkung der PISA-Studien mit der jeweiligen nationalen Bildungsforschung eingegangen.

 

Förderentscheidung

Die im Anschluss an die Projektvorstellung noch einmal überarbeiteten Projektanträge wurden zur Bewertung beim Dekanat der Philosophischen Fakultät III am 22. Juli 2013 eingereicht. Das Dekanat hat am 29. Juli 2013 beschlossen, alle vier Projekte zu fördern.

 

Impressionen: Projektideenworkshop am 3. Mai 2013

 

Abb.: Franziska Zahn

Abb.: Franziska Zahn/Jule Endruweit

Abb.: Franziska Zahn/Jule Endruweit

Abb.: Franziska Zahn/Jule Endruweit

Abb.: Franziska Zahn/Jule Endruweit

Abb.: Franziska Zahn/Jule Endruweit

Abb.: Franziska Zahn/Jule Endruweit

Abb.: Franziska Zahn/Jule Endruweit

Abb.: Franziska Zahn/Jule Endruweit

 

Impressionen: Projektvorstellung am 5. Juli 2013

 

Abb.: Franziska Zahn

Abb.: Franziska Zahn

Abb.: Franziska Zahn