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Humboldt-Universität zu Berlin - Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland

Schriftenreihe "Studentische Forschungsarbeiten"

 

Hier finden Sie eine ausgewählte Schriftenreihe von studentischen Forschungsarbeiten

 

"Die Alternative für Deutschland – eine rechtspopulistische Partei? The Alternative for Germany – a right-wing populist party?"

            Bachelorarbeit von Judith Heinmüller (August 2015)

 

Angesichts zunehmender Wahlerfolge und der Etablierung rechtspopulistischer Parteien fast überall in Europa wird auch immer wieder diskutiert, unter welchen Bedingungen eine solche Partei in Deutschland erfolgreich sein könnte. Mit Gründung der Alternative für Deutschland (AfD) im Frühjahr 2013 kam auch bald die Frage auf, ob es sich bei ihr um eben diese erfolgreiche rechtspopulistische Partei handeln könnte. Dabei herrscht jedoch nicht immer Einigkeit darüber, ob die AfD überhaupt als rechtspopulistisch bezeichnet werden kann. Um dieser Frage nachzugehen, wird in der vorliegenden Arbeit zunächst ein theoretischer Rahmen zum Thema Rechtspopulismus entwickelt. In Form einer qualitativen Fallstudie prüft die Arbeit anschließend, inwiefern sich die theoretisch erarbeiteten Merkmale des Rechtspopulismus in der AfD wiederfinden lassen. Nacheinander werden hierfür Ideologie, Wähler_innenstruktur und Organisationsform der Partei in den Blick genommen.

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"Deliberation - eine gruppenspezifische Angelegenheit?"

Projektbericht von Max Behrendt und Moritz Hartmann (März 2014)

 

Die Deliberation nimmt im Rahmen der Demokratietheorien eine zentrale Rolle ein. Dennoch existieren bislang wenig systematische empirische Überprüfung einiger der wichtigsten normativen Annah­men. Aufbauend auf die Studie Deliberation, Democratic Decision-Making and Internal Political Efficacy von Morrell aus dem Jahr 2005 wurde explorativ-experimentell mit Studierenden und älteren Teilnehmern überprüft, ob altersspezifische Unterschiede bezüglich des Einfluss des deliberativen Diskurses auf die Internal political efficacy der teilnehmenden Personen bestehen.

Zwei der zentralen Ergebnisse Morrells konnten bestätigt werden: Deliberation führte weder bei den Stu­dierenden noch bei den älteren Teilnehmern zu einem Anstieg der Internal political efficacy. Darüber hi­naus wurde sogar einer Verschlechterung der Situation-specific internal political efficacy bei den Studie­renden festgestellt. Diese Ergebnisse werfen spannende Fragen auf, da der Deliberation im Allgemeinen ausnahmslos positive Effekte auf die Internal political efficacy zugesprochen werden.

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„Programmatische Landesprofile politischer Parteien. Argumentationen in Plenardebatten zum Islamischen Religionsunterricht am Beispiel der CDU“

Katja Wegmann (März 2013)

 

Parteien im deutschen föderalen System gelten häufig als monolithische Blöcke. Dass keine Landesprofile von bundesweit organisierten Parteien sichtbar werden, resultiert dabei auch aus einem Mangel an expliziter Auseinandersetzung mit ihren Funktionslogiken und ihren Eigenständigkeiten auf Länderebene. Dass und inwiefern Landesorganisationen einer Partei zu einer Policy, die im Gestaltungsraum der Länder liegt, inhaltlich divergierende Argumentationsmuster aufweisen, zeigt die Arbeit mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse von Plenarreden von CDU-Abgeordneten in fünf Landesparlamenten (Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen). Zusätzlich werden Verbindungen zwischen den Argumentationsmustern sowie den für die untersuchte Policy (Einführung von Islamischem Religionsunterricht) relevanten landesspezifischen Rahmenbedingungen diskutiert.

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"Falsches Phänomen, andere Funktionslogik und systematische Verzerrungen

Zur Analyse von Fraktionsdisziplin mitHilfe von namentlichen Abstimmungen"

     Steffen Beigang (September 2012)
 

Die Arbeit beschäftigt sich mit den methodologischen Problemen bei der Messung von Fraktionsdisziplin. Dabei wird zunächst gezeigt, dass nicht jedes geschlossene Abstimmungsverhalten auf Fraktionsdisziplin zurückzuführen ist. Vielmehr führt die arbeitsteilige Struktur moderner Parlamente dazu, dass sich Abgeordnete in den meisten Fällen auf die Expertise von anderen Fraktionsmitgliedern verlassen, deren Position wiederum häufig auch mit der eigenen Position übereinstimmt. Daher lässt sich Fraktionsdisziplin nicht am geschlossenen Abstimmungsverhalten zeigen, sondern lediglich das Versagen der Fraktionsdisziplin durch ein dissentierendes Abstimmungsverhalten lässt sich messen. Da in vielen Parlamenten jedoch nur in einem Bruchteil aller Abstimmungen das individuelle Stimmverhalten der Abgeordneten aufgezeichnet wird, ist der Datenfundus hierfür beschränkt. Noch schlimmer ist jedoch, dass das Aufzeichnen des Abstimmungsverhaltens auch die Anreize für Abgeordnete an der Abstimmung teilzunehmen oder ihr fernzubleiben sowie gemeinsam mit der Fraktion oder abweichend abzustimmen, verändert. Unabhängig davon ist das relativ kleine Sample namentlicher Abstimmungen, wie eine Analyse aller Abstimmungen der 16. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages zeigt, keineswegs repräsentativ für Gesamtheit aller Abstimmungen. So finden namentliche Abstimmungen je nach Einbringer der Vorlage, Umstrittenheit der Thematik und Politikbereich unterschiedlich häufig statt und stellen damit ein systematisch verzerrtes Bild der parlamentarischen Arbeit dar.

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