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Humboldt-Universität zu Berlin - Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland

Sommersemester 2016

Hier finden Sie unser Lehrangebot für das Sommersemester. Vorlesungszeiten: 18.04.2016 - 22.07.2016

 

BA-, MA- Kolloquium Politisches System der Bundesrepublik Deutschland

Dieses Colloquium richtet sich an Studierende, die ihre BA- oder Master-Arbeit im Bereich Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland schreiben möchten. In der Veranstaltung ist sowohl Gelegenheit, erste Themenideen zu diskutieren, als auch weiter fortgeschrittene Projekte vorzustellen. Darüber hinaus werden je nach Arbeitsschwerpunkten der Teilnehmenden Texte, die themenübergreifend von Interesse sind, gelesen und diskutiert. Das Colloquium ist nach Absprache offen für interne und externe Doktorandinnen und Doktoranden, die zu den Schwerpunkten des Lehrbereichs forschen.

Dozentin: Prof. Dr. Julia von Blumenthal

dienstags 18.00 - 20.00 Uhr, Raum 003

Beginn: 19.04.2016

 

Governance von Wissenschaft und Hochschulen

Governance wird in der sozialwissenschaftlichen Forschung meist mit einem Schwinden staatlicher und hierarchischer Formen der Steuerung verbunden, mit einer größeren Rolle privater Akteure sowie mit der vermehrten Nutzung des Prinzips des Wettbewerbs. Das Seminar wird in einem ersten Teil Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ansätzen politik- bzw. sozialwissenschaftlicher Governance-Forschung geben. Im zweiten und dritten Teil des Seminars werden die miteinander verbundenen Felder der Wissenschaftspolitik sowie der Steuerung von Hochschulen näher analysiert. Ziel ist es, neben einer vertieften Auseinandersetzung mit den für die Anwendungsfelder zentralen Fragen auch zu einer kritischen Reflexion des analytischen Potenzials sowie der Erklärungskraft verschiedener Ansätze der Governance-Forschung zu kommen.

Dozentin: Prof. Dr. Julia von Blumenthal

montags 18.00 - 20.00 Uhr, Raum 003

Beginn: 09.05.2016

 

Diskriminierungserfahrungen in Deutschland - Diskriminierung als Hindernis gesamtgesellschaftlicher Integration und Inklusion (Vertiefungsseminar)

Diskriminierungserfahrungen unterscheiden sich von Diskriminierungen, da nicht jede Diskriminierung auch als solche wahrgenommen wird. Zugleich werden Situationen als Diskriminierung bewertet, die nicht der rechtlichen oder einer wissenschaftlichen Definition von Diskriminierung entsprechen. Nichtsdestotrotz hat auch das subjektive Gefühl Diskriminierung erlebt zu haben, Auswirkungen für das Individuum. Das Vertiefungsseminar begleitet ein Forschungsprojekt am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) zur Auswertung zweier quantitativen Umfragen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland. Die Datensätze stehen in anonymisierter Form auch den Teilnehmer_innen des Seminars zur Verfügung, um im Rahmen der Hausarbeit im Vertiefungsseminar Teilfragestellungen auszuwerten. Ebenfalls besteht die Möglichkeit vertiefende qualitative Untersuchungen durchzuführen.

In den Vertiefungsseminarshausarbeiten sollen theoretisch angeleitete empirische Untersuchungen zu Diskriminierung durchgeführt werden. Dabei können grundsätzliche Zusammenhänge etwa zwischen Diskriminierungserfahrung und anderen Phänomenen (z.B. interpersonales Vertrauen, Lebenszufriedenheit) analysiert oder Wirkungsmechanismen bei einzelnen Diskriminierungserfahrungen in den Fokus genommen werden. Innerhalb des Seminares werden im ersten Drittel grundlegende Typen von Diskriminierung diskutiert (z.B. direkt/indirekt, institutionelle Diskriminierung usw.). Die Auswahl der Themen im restlichen Seminarverlauf ist abhängig von den Forschungsinteressen der Teilnehmenden. Ein Teil der Seminarsitzungen wird dabei immer dazu genutzt, sich mit unterschiedlichen Methoden der qualitativen und quantitativen Datenerhebung und Datenauswertung auseinanderzusetzen.

Dozenten: Steffen Beigang und Dr. Naika Foroutan

montags 14.00 - 18.00 Uhr, Raum 205

Beginn: 18.04.2016

 

Überforderte Politik?!

Regieren heißt, zusammenführen, bündeln, koordinieren, damit Politik Richtung geben kann. Doch Politik erscheint gerade in aktuellen Krisen (Energiewende, Migrationspolitik) personal wie strukturell überfordert. Das Seminar wirft einen genaueren politikwissenschaftlichen Blick, wie vor allem deutsche Bundesregierungen im Umgang mit politischen Krisen handeln: Wie verändert sich das Politikmanagement der Regierungen? Unter welchen Bedingungen war Regierungshandeln erfolgreich und wann scheiterte es? Auf der Basis von Theorien des Regierens und einer Reihe von Fallbeispielen (Energiewende, Flüchtlingspolitik) wollen wir Antworten auf diese Fragen finden.

Dozent: Dr. Stephan Bröchler

montags 14.00 - 16.00 Uhr, Raum 003

Beginn: 18.04.2016

 

Von der Politik- zur Gesellschaftsberatung: Alles Beratung oder was?

Seit vielen Jahren steigen in westlichen Demokratien Nachfrage und Angebote der Politikberatung. Die Beratung der Politik ist dabei darauf gerichtet, verantwortliche Akteure durch die Bereitstellung von Informationen und Bewertungswissen bei der politischen Willensbildung und Entscheidungsfindung zu unterstützen. Lange Zeit waren - wie selbstverständlich - die zentralen Adressaten der Politikberatung Politiker und Ministerialbürokratie. Besonders zwei Faktoren führen zur Änderung dieser Sichtweise. 1) Die Erkenntnis, dass sich die Bearbeitung öffentlicher Aufgaben mehr und mehr im Zusammenwirken von staatlichen und handlungsfähigen zivilgesellschaftlichen Akteuren vollzieht (Governance). 2) Im Kontext von Forderungen nach mehr politischer Transparenz und Partizipation rücken neue Adressaten in das Blickfeld der Politikberatung. Beide Entwicklungen führen dazu, dass nun besonders Bürgerinitiativen, Verbände, aber auch, im Rahmen direktdemokratischer Verfahren, Bürgerinnen und Bürger adressiert werden. Im Lektürekurs werden die unterschiedlichen Konzepte der Politikberatung und die Rolle unterschiedlicher beratender Akteure und Adressaten reflektiert, Politikfelder der Politikberatung (wie Technologiepolitik, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik) exemplarisch analysiert und die demokratische Bedeutung des Wandels von der Politik- zur Gesellschaftsberatung diskutiert.

Dozent: Dr. Stephan Bröchler

dienstags 16.00 - 18.00 Uhr, Raum 003

Beginn: 19.04.2016

 

Parteiendemokratie in der Krise?

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) und die PEGIDA-Bewegung (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) haben durch die massive Zuwanderung von Flüchtlingen spätestens seit dem Sommer 2015 einen immer größeren Zuspruch in der Bevölkerung finden können. Die Parteien in der Regierung und Opposition scheinen gerade im Bereich der Flüchtlingspolitik einen Teil der Wählerinnen und Wähler nicht repräsentieren zu können. Das Seminar Parteiendemokratie in der Krise beschäftigt sich mit der Entwicklung der politischen Parteien und dem Parteiensystem in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei werden sowohl rechtliche Voraussetzungen wie das Parteiengesetz und Artikel 21 GG, aber auch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes (Parteiverbotsverfahren) in Augenschein genommen. Es soll zudem ein Vergleich der aktuellen oben skizzierten Lage zu anderen großen Herausforderungen an die Parteien, wie zum Beispiel die Deutsche Wiedervereinigung, gezogen werden.

Dozentin: Franziska Zahn

freitags 12.00 - 14.00 Uhr, Raum 005

Beginn: 22.04.2016

 

Gott und die Welt. Über das Verhältnis von Religion und Politik in säkularer Gesellschaft (Projekttutorium)

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion“?  Diese ursprünglichste aller Gretchenfragen richtet sich in der modernen Gesellschaft nicht nur an einzelne Personen, sondern genauso an die Politik dieser Gesellschaft. Für den liberalen Rechtsstaat westlicher Prägung scheint es ausgemacht: Ein Verhältnis von Religion und Politik meint in erster Linie deren Trennung, eine Trennung in göttliche und weltliche Sphäre. Diese kurzsichtige Beschreibung des Verhältnisses wird diesem allerdings kaum gerecht. Denn die Realität geht tiefer, sie zeigt Vermengungen und Konflikte, zeigt Nähe und Distanz von Gott (bzw. Göttern) und Welt, die in ihrer Trennung vielmehr ungleiche Nachbarn sind im säkularen Staat als sauber separierte Sphären. Durch sowohl normative als auch empirische Blickwinkel im Dialog zwischen Philosophie, Sozial-, Rechts- und Kulturwissenschaften widmet sich das Tutorium dem Thema in zwei Schritten: Im ersten Teil werden durch relevante Begriffsbestimmungen, ein Blick auf die philosophische Debatte und eine historische Übersicht des Verhältnisses von Religion und Politik Grundlagen gelegt, wobei jeweils Textausschnitte aus relevanten Werken gemeinsam gelesen und diskutiert werden. In einem zweiten Teil wird anhand von Fallbeispielen in Deutschland das Thema in seiner gesellschaftlichen und praktischen Relevanz behandelt.

Dozent: Valentin Feneberg

montags 12.00 - 14.00 Uhr, Raum 205

Beginn: 18.04.2016

 

Legitimation durch Leistung? Was macht, was kann der Staat? Einführung in die vergleichende Staatstätigkeitsforschung. (Teil 1 Projektseminar)

Dozent: Dr. Martin Nagelschmidt

dienstags 12.00 - 16.00 Uhr, Raum 003

Beginn: 19.04.2016