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Humboldt-Universität zu Berlin - Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland

Sommersemester 2017

Vorlesungszeiten: 18.04.2017 - 22.07.2017

 

Hier finden Sie einen Überblick über das Lehrangebot im WS:

 

„Die Hochschulen schaffen das.“ Kritische Analyse einer Studie zu Hochschulen und Geflüchteten   -   bei Prof. Dr. Julia von Blumenthal und Steffen Beigang

Im Herbst 2015 entstanden spontan vielfältige Initiativen für Geflüchtete an vielen Hochschulen in Deutschland. In einer Umfrage unter den Hochschulen hat das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung 2016 untersucht, welche Formen dieses Engagement angenommen hat, wie verbreitet es ist und ob es langfristig institutionalisiert wurde.

Im Seminar werden einerseits die theoretischen Prämissen der Studie und ihre praktische Operationalisierung hinterfragt. Dafür setzen sich die Teilnehmer_innen mit der Organisation Hochschule und ihrer Wandlungsfähigkeit auseinander, diskutieren die gesellschaftliche Rolle von Universitäten als Bildungseinrichtungen und ihre Möglichkeiten zur Integration von Geflüchteten beizutragen. Andererseits wird ein Fokus auf methodische Fragen der Umsetzung als Online-Umfrage und ihrer Auswertung gelegt. Dabei werden mit der Befragung von Organisationen einhergehenden Herausforderungen betrachtet, die Grenzen qualitativer und quantitativer Paradigmen ausgelotet und Möglichkeiten ihrer Kombination vorgestellt.

dienstags, 14:00 - 16:00 Uhr, UNI 3b, Raum 001

 

LS: Neoinstitutionalismus bei Prof. Dr. Julia von Blumenthal

Die verschiedenen Spielarten des Neoinstitutionalismus werden kontinuierlich weiterentwickelt und in vielfältiger Weise empirisch angewendet. Das Lektüreseminar lädt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit neoinstitutionalistischer Forschung, vorrangig aus dem Bereich des historischen Institutionalismus, ein. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Beschreibung und Erklärung von Prozessen (graduellen) institutionellen Wandels sowie auf der Einbindung von Ideen.

Literatur:

James Mahoney and Kathleen Thelen: Advances in Comparative-Historical Analysis, Cambridge: Cambridge University Press 2015

montag, 16:00 - 18:00, UNI 3b, Raum 004

 

Colloquium Innenpolitik der BRD bei Prof. Dr. Julia von Blumenthal

dienstags, 18:00 - 20:00 Uhr, UNI 3b, Raum 003

 

Das Entscheidungsparadox: Politikberatung in Zeiten des Turboregierens bei PD Dr. Stephan Bröchler, dienstags, 12:00 - 14:00 Uhr, Raum K12a

Regierung und politische Berater befinden sich in einer paradoxen Situation gefangen: Der Druck auf die Regierung in immer kürzeren Zeitabständen die „richtigen“ Entscheidungen zu treffen nimmt dramatisch zu (z.B. Finanzkrise, Flüchtlingspolitik). Gleichzeitig erfordert die zunehmende Komplexität von Problemen mehr Politikberatung und Gesellschaftsberatung und immer mehr Zeit, um tragfähige Willensbildung und Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Im Seminar befassen wir uns mit der Frage, wie ExpertInnen und PolitikerInnen mit diesem Paradox umgehen. Anhand sozial- und politikwissenschaftlicher Analysekonzepte und empirischer Beispiele suchen wir Handlungsrestriktionen und –spielräume im Regierungssystem Deutschlands zu identifizieren und untersuchen die Frage, wie unter den Bedingungen des Hochgeschwindigkeitsregierens politische Entscheidungen zustande kommen.

 

LS: Regieren bei PD Dr. Stephan Bröchler, mittwochs, 12:00 - 14:00 Uhr, Raum 005

Regierungsforschung ist darauf gerichtet, die Art und Weise der Tätigkeit des Regierens im Spektrum prozessualer, struktureller, funktionaler, instrumenteller und personaler Aspekte auszuleuchten und im Rahmen eines systematischen und empirisch gesättigten wie theoretisch anspruchsvoll gestalteten Forschungsprozesses exakt zu beschreiben, zu erklären und kritisch zu bewerten (Bröchler 2011).

Das Lektüre-Seminar führt in Fragestellungen, Herangehensweisen und Erkenntnisse der Regierungsforschung ein. Am Beispiel unterschiedlicher Phasen im Zyklus des Regierens (Anbahnung und Koalitionsbildung, Regierungstätigkeit und Regieren vor Wahlen) befassen wir uns zum einen mit Forschungsansätzen der Regierungsforschung, wie Politikmanagement, Politische Kommunikation, Leadership, Kanzlerdemokratielehre, Core Executive Forschung, Instrumente des Regierens sowie formales und informales Regieren. Zum anderen nehmen wir theoretisch-konzeptionelle Ansätzen in den Blick, die sich für die Analyse des Regierens als fruchtbar erweisen können, wie beispielweise Neo-Instutionalismus, Vetospieler-Theorem und Multiple-Streams-Ansatz.

 

Föderalismus in Deutschland bei Franziska Lordick, dienstags 16:00 - 18:00 Uhr, UNI 3b, Raum 001

Der Föderalismus in Deutschland ist im Grundgesetz in den Artikeln 20 (1) und Artikel 79 (3) festgeschrieben. In diesem Seminar wollen wir nach einer Einführung in den Föderalismus mit der Genese des Deutschen Bundesstaates und seiner Entwicklung beschäftigen. Dabei werden sowohl die Institutionen in der Bundesrepublik in Augenschein genommen, als auch Aspekte der Politikverflechtung (beispielhaft auch anhand eines Politikfeldes), freiwillige Kooperation der Bundesstaaten sowie die Föderalismusreformen beleuchtet.

 

VS: Die politische Krise der Europäischen Union: Ursachen, Elemente, Folgen bei Dr. Martin Nagelschmidt

freitags, 10:00 - 14:00 Uhr, Raum 003

 

Demokratie und Verfassungsgerichtsbarkeit bei PD Dr. Werner Reutter

montags, 12:00 - 14:00 Uhr, Raum 001

Ziel des Seminars ist, Rolle und Einfluss von Verfassungsgerichten in der Bundesrepublik Deutschland normativ zu bestimmen, demokratietheoretisch einzuordnen und empirisch zu erschließen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir im Rahmen des Seminars den Stellenwert der Verfassungsgerichte in Bund und Ländern diskutieren und der Frage nachgehen, wie sich Demokratie und Verfassungsrechtsprechung zueinander verhalten.