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▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland

Sommersemester 2014

Semester: 14.04.2014 bis 19.07.2014

#53147

Governance und Religion in Deutschland (Seminar)

Das Verhältnis von Politik und Religion in Deutschland findet seit einigen Jahren vermehrt wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Dazu tragen sowohl die abnehmende Bindung an die traditionellen christlichen Kirchen als auch die vermehrte Integration muslimischer Religionsgemeinschaften in das etablierte Staats-Kirchen-System bei. In diesem Seminar sollen die verschiedenen Modi von Governance, die dabei relevant sind, thematisiert werden: Wie organisieren sich religiöse Gemeinschaften selbst? Wie wirken staatliche Institutionen mit religiösen Gemeinschaften in Deutschland zusammen? Welche Formen institutionellen Wandels lassen sich dabei beobachten.

Literatur: Gunnar Folke Schuppert: WhenGovernancemeets Religion, Baden-Baden: Nomos 2012

Dozentin: Prof. Dr. Julia von Blumenthal

montags 16:00 - 18:00 Uhr im Raum 002, Uni 3b

 

#53071

BA-, MA- Colloquium Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland

Dieses Colloquium richtet sich an Studierende, die ihre BA- oder Master-Arbeit im Bereich Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland schreiben möchten. In der Veranstaltung ist sowohl Gelegenheit, erste Themenideen zu diskutieren, als auch weiter fortgeschrittene Projekte vorzustellen. Darüber hinaus werden je nach Arbeitsschwerpunkten der Teilnehmenden Texte, die themenübergreifend von Interesse sind, gelesen und diskutiert. Das Colloquium ist nach Absprache offen für interne und externe Doktorandinnen und Doktoranden, die zu den Schwerpunkten des Lehrbereichs forschen.

Dozentin: Prof. Dr. Julia von Blumenthal

dienstags 18:00 - 20:00 Uhr im Raum 003, Uni 3b

 

#53096 

Einigkeit in der Politik - Voraussetzungen, Verbindlichkeit, Legitimation (Projektseminar)

Einigung gilt als wichtige Grundlage legitimer politischer Entscheidungen, da von konsensualen Entscheidungen breite gesellschaftliche Akzeptanz und Folgebereitschaft erwartet wird. Auf der anderen Seite wird Konsens aber auch mit „faulen Kompromissen“ und Strukturkonservativismus verbunden. Auch sind gerade kollektive Entscheidungen, die von allen getragen werden, besonders voraussetzungsvoll. Darüber hinaus beruhen so genannte Konsense nicht unbedingt auf „informed consent“, also der umfassenden Konfliktlösung aller Entscheidungsteilnehmer, insbesondere wenn diese „im Schatten der Mehrheitsabstimmung“ verhandelt werden.

Das Projektseminar fragt nach der Herstellung, der Verbindlichkeit und der normativen Qualität von Konsens in Demokratien. Theoretische Grundlage sind Erkenntnisse der Verhandlungs-, Entscheidungs- und Kommunikationsanalyse sowie der Demokratietheorie.

Analysiert wird die Einigung in politischen Gremien der deutschen und europäischen Politik.

Nach der theoretischen Erarbeitung der Grundlagen im ersten Semester analysieren die TeilnehmerInnen im zweiten Semester im Rahmen eigenständiger empirischer Untersuchungen konkrete politische Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse im Hinblick auf die Herstellung und Stabilität von Einigkeit. Der erste Teil des Seminars kann auch als Lektürekurs besucht werden.

Es werden u.a. folgende Fragen bearbeitet:

Unter welchen Bedingungen einigen sich Gruppen?

Welchen Unterschied machen Entscheidungsregeln in Bezug auf das Ausmaß der Konfliktlösung und die Machtverhältnisse im Gremium?

Wie ist die Legitimation von Konsensentscheidungen in Bezug auf Transparenz und Accountability, Partizipation und Repräsentation zu beurteilen?

Welche Rolle spielt Deliberation? Geht von konsensualen Entscheidungen eine besondere Autorität und Stabilität aus?

Dozentin: Dr. Eva Krick

montags 14:00 - 18:00 Uhr im Raum 005, Uni 3b

 

#53024

Entscheidungsprozesse im Deutschen Bundestag (Proseminar)

„Hier schlägt das Herz der Demokratie oder es schlägt nicht“, so beschreibt Bundestagspräsident Norbert Lammert die Rolle des Parlaments in der konstituierenden Sitzung des 16. Deutschen Bundestages. Doch wie kann der Bundestag eine solche Erwartungshaltung erfüllen? In Anbetracht von Parteienkonkurrenz erscheint der politische Wettbewerb zunächst allgegenwärtig. Bereits in den Fraktionen sind Positionen umstritten: So muss auch die innerfraktionelle Geschlossenheit zunächst durch wechselseitiges Vertrauen und mittels Überzeugungsarbeit hergestellt werden. Noch weiter hinter den Kulissen agieren mit der Runde der Parlamentarischen Geschäftsführer und dem Ältestenrat auch Gremien, die dem politischen Streit weitestgehend entzogen sind und in denen die Entscheidungen über die Organisation der Parlamentsarbeit überwiegend konsensual gefällt werden.

Das Seminar beschäftigt sich mit Arenen der parlamentarischen Arbeit (dem Plenum, den Ausschüssen, dem Ältestenrat und den Fraktionen) und stellt die Frage, auf welchem Weg jeweils Entscheidungen getroffen werden und was die Ursachen für diese Wege sind. Ergänzt wird dies um theoretische Ansätze, die einen Vergleich mit anderen Parlamenten und anderen politischen Arenen ermöglichen.

Am Ende des Seminars sollen die Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis für die parlamentarischen Abläufe entwickelt haben, um so die Besonderheiten des Bundestages gegenüber anderen Parlamenten herausarbeiten zu können oder einzelne Policy-Entscheidungen analysieren zu können.

Dozent: Steffen Beigang

freitags 12:00 - 14:00 Uhr im Raum 001, Uni 3b

 

#53030

Innere Sicherheit - Herausforderung der Demokratie in Deutschland (Proseminar)

Im Rahmen des Seminars werden sich die Teilnehmer mit dem Politikfeld der Inneren Sicherheit auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang lernen die Seminarteilnehmer die Geschichte des Grundgesetzes und die wesentlichen Verfassungsprinzipien und -grundlagen unter dem besonderen Gesichtspunkt der Inneren Sicherheit kennen.
Auch erfolgt im Verlauf des Seminars eine Behandlung der Verfassungsorgane mit Ihren Funktionen und ihrer verfassungsrechtlicher Einordnung sowie weiterer Behörden und Organe der Inneren Sicherheit. In diesem Zusammenhang werden mögliche Eingriffe des Rechtsstaates z.B. durch Partei- und Vereinsverbote, unter Beachtung demokratischer Grundsätze und den Prinzipien der FDGO (der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung) diskutiert.


Des Weiteren werden im Seminar die Themen Extremismus und Terrorismus besprochen. Hier wird zum Beispiel die Bekämpfung von politischem Extremismus diskutieren und die Teilnehmer werden die wesentlichen Merkmale der verschiedenen Extremismusformen kennenlernen. Auch erfolgt eine Einordnung der Begriffe Radikalismus, Extremismus und Fundamentalismus in einen nationalen wie internationalen Kontext. Die Thematisierung des internationalen Terrorismus und des „neuen“ Terror-Risikos nach dem 9/11 erfolgt mit einer Betrachtung der Folgen und Reaktionen in der nationalen wie auch internationalen Politik und Gesellschaft.

Dozent: Dipl. Pol. Ingo Naumann

Blockseminar

Am 14.04. findet von 18:00-20:00 Uhr die Einführungsveranstaltung im Raum 005, Uni 3b, statt.