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Humboldt-Universität zu Berlin - Diversity Politics

Diversity Politics

„Diversity Politics“ ist der Name eines neuen politologischen Themenfeldes, das sich der Auseinandersetzung mit heterogenen Gesellschaften, der in ihnen virulenten Probleme sowie möglichen politischen Problemlösungsstrategien widmet. Inhaltlich war die Arbeit am Lehrbereich auf Fragestellungen im Zusammenhang der Diversitätskategorien Geschlecht und Sexualität sowie „Rasse“, Ethnizität, Nationalität und Religion konzentriert. Diversität wurde dabei nicht als natürliche oder quasi-natürliche Größe verstanden, sondern als sozial und politisch, im Zusammenhang vielfältiger gesellschaftlicher Prozesse konstruiert – weshalb auch Genese und Reproduktion wirkmächtiger Differenzkategorien zu den zentralen Gegenstandsfeldern einer diversitätspolitologischen Auseinandersetzung gehörten. Neben lokalen Ausprägungen von Diversität fokussierte der Lehrbereich ferner in besonderem Maße Aspekte ihrer globalen Ausprägung, Anwendung und Politisierung.


Lehre und Forschung im Bereich „Diversity Politics“ waren stark politik- und sozialtheoretisch ausgerichtet. Schwerpunkte lagen bei feministischen Theorien, postkolonialen Theorien sowie der Intersektionalitätsforschung.

 

Das Institut für Sozialwissenschaften hat sich dafür entschieden, den Lehrbereich mit Auslaufen der entsprechenden Juniorprofessur abzuwickeln. Ina Kerner ist seit Dezember 2016 Fellow am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Research (KHK/GCR21) in Duisburg.

 

 

Prof. Dr. Ina Kerner

ehem. Juniorprofessorin für Diversity Politics
Humboldt-Universität zu Berlin
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät
Institut für Sozialwissenschaften
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Email: ina.kerner@sowi.hu-berlin.de

 

 

 

 

Aktuell

 

Leistungsnachweise aus den vergangenen Semestern:

Alle noch abzuholende Kopien von Leistungsnachweisen und kommentierten Essays des Lehrbereiches liegen im Büro des Institutssekretariats bei Frau Semionyk bereit.

 

Fakultätspreis für gute Lehre: 

Ina Kerner erhielt 2016 den ersten Preis für gute Lehre der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät. Prämiert wurde ihr Seminar über Demokratie und das Politische aus dem Sommersemester 2015, das im Herbst letzten Jahres in eine deutsch-pakistanische Sommerschule in Islamabad mündete. Der Preis wurde im Juli 2016 überreicht.

 

Forschungsprojekt bewilligt:

Im Juli 2015 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das gemeinsam von Prof. Dr. Ina Kerner und Dr. Franziska Dübgen (Universität Kassel) eingereichte Projekt "Diversität, Macht und Gerechtigkeit. Transkulturelle Perspektiven" bewilligt. Im ursprünglich für die HU vorgesehenen Teilprojekt stehen Gerechtigkeitskonzepte und -diskurse aus dem südlichen Afrika (Ubuntu) im Mittelpunkt. Dieses Teilprojekt soll im März 2017 am KWI in Essen beginnen. Das in Kassel angesiedelte Teilprojekt, das bereits starten konnte, thematisiert Gerechtigkeit und Okzidentalismuskritik in der zeitgenössischen politischen Theorie im Maghreb.

 

Kürzlich erschienene Publikationen:

Un feminismo político para un futuro mejor. In: Nueva Sociedad, Heft 265, 2016, S. 77-88 (gemeinsam mit Philipp Kauppert). Zum Text

Political Feminism for a Better Future. Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin 2016 (gemeinsam mit Philipp Kauppert). Zum Text

Frantz Fanon in der Politikwissenschaft. Potentiale einer Rezeption. In: Aram Ziai (Hg.): Postkoloniale Politikwissenschaft. Theoretische und empirische Zugäng. Bielefeld 2016: Transcript, S. 71-89.

La teoría postcolonial como teoría crítica global. In: devenires. Revista de filosofía y filosofía de la cultura, Jg. 17, Heft 34, 2016, S. 157-185.

Eine gesellige Gesellschaft. Für eine neue Politik der Konvivialität. In: Polar, Heft 21, 2016, S. 91-97 (gemeinsam mit Frank Adloff, Sérgio Costa, Andrea Vetter).

For a Politics of Conviviality. ISA Forum 2016 (gemeinsam mit Frank Adloff, Sérgio Costa und Andrea Vetter). Zum Text

Transnationalismus, Geschlecht und Intersektionalität: Bausteine einer Feministischen Internationalen Politischen Theorie. In: Regina Kreide, Andreas Niederberger (Hg.): Internationale Politische Theorie. Eine Einführung. Stuttgart - Weimar 2016: Metzler, S. 155-169.

Jenseits des politiktheoretischen Eurozentrismus: Strategien einer Dekoloniserung. In: Sybille de la Rosa, Sophia Schubert, Holger Zapf (Hg.): Transkulturelle Politische Theorie. Eine Einführung. Wiesbaden 2016: VS, S. 113-133.

 

 

 

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