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Humboldt-Universität zu Berlin - Vergleichende Analyse Politischer Systeme

Forschung

Unser Forschungsprogramm beschäftigt sich mit der institutionellen Analyse demokratischer Systeme aus vergleichender Perspektive. Dabei konzentrieren wir uns auf die folgenden drei Bereiche: Demokratische Entscheidungsprozesse in nationalstaatlichen und in „multi-level“ Systemen, Prinzipien und Konsequenzen von Unterschieden in der Gestaltung von Institutionen für demokratische Politik, Der Wandel demokratischer Institutionen.

Die spezifischen Projekte im Bereich „nationale und multi-level Demokratie“ sind darauf ausgerichtet, durch breit angelegte vergleichende Untersuchungen politischer Entscheidungsprozesse auf der nationalen und der supranationalen Ebene systematische Erkenntnisse über die Funktionsweise politischer Institutionen zu gewinnen, insbesondere im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen Institutionen und Interessen.

Unsere Forschung über die Entstehung und die Auswirkungen von Institutionen betrachtet sowohl die Makroebene nationaler politischer Regelwerke als auch die Mikroebene politischer Prozesse, zum Beispiel Problemlösungsmechanismen in der Formulierung und Umsetzung von Politik oder unterschiedliche Formen der politischen Mobilisierung. Wir untersuchen diese Fragestellungen als Muster der Interaktion zwischen begrenzt rationalen politischen Akteuren, die bewusst politische Interessen und Ziele verfolgen.

Darüber hinaus analysieren wir auch den Wandel demokratischer Politik aus einer längerfristigen historischen Perspektive in verschiedenen Projekten mit einer großen thematischen Bandbreite – von Mobilisierungsstrategien der Arbeiterbewegung im Zuge politischer Modernisierung im späten 19. Jahrhundert, bis hin zur Neuverhandlung von Nachkriegsarrangements koordinierter Marktwirtschaften im Kontext von internationalem Deregulierungsdruck und ökonomischer Integration.

In theoretischer Hinsicht zielen wir darauf ab, Beiträge zu den folgenden Bereichen und Fragestellungen zu leisten: Weiterentwicklung der Vetospieler-Theorie, Entwicklung einer Theorie und einer Operationalisierung des elektoralen Drucks, Weiterentwicklung von Verhandlungstheorien durch die Berücksichtigung des Faktors Zeit, Verfeinerung und Weiterentwicklung des historisch-institutionellen Ansatzes durch die Betonung von kognitiven und psychologischen Prozessen, Beiträge zu den theoretischen Debatten über die Entstehung und den Wandel von Institutionen, Entwicklung eines besseren Verständnisses für die Beziehung zwischen Institutionen und Wohlfahrtsstaaten, sowie die Identifizierung der Determinanten von individuellen und national aggregierten Einstellungen und Verhaltensmustern gegenüber der Europäischen Union.

Aktuelle Forschungprojekte