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Humboldt-Universität zu Berlin - Allgemeine Soziologie

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Sozialwissen­schaften | Allgemeine Soziologie | Aktuelles | Tagung "Soziale Ungleichheit der Lebensführung" am 13. und 14. Januar 2017

Tagung "Soziale Ungleichheit der Lebensführung" am 13. und 14. Januar 2017

Der Lehrbereich Allgemeine Soziologie veranstaltet am 13. und 14. Januar 2017 eine Tagung zum Thema "Soziale Ungleichheit der Lebensführung". Stattfinden wird sie im Festsaal der Humboldt Graduate School, Luisenstraße 56, 10117 Berlin.

 

Das Thema soziale Ungleichheit ist, nicht zuletzt seit der weltweiten Finanzkrise, hoch aktuell.
Die Thematik der Lebensführung wiederum berührt einerseits die alltagspraktische Frage danach, wie und auf Grundlage welcher materiellen und kulturellen Ressourcen die Menschen tagtäglich ihr Leben führen; andererseits steht zumindest im Hintergrund immer auch die philosophische Frage nach dem „guten“ und „gelungenen“ Leben.
Die Kombination der Themen soziale Ungleichheit und Lebensführung zielt darauf, den Zusammenhang beider Bereiche in den Mittelpunkt zu stellen: Wie verweisen individuelle Lebensführung und soziale Ungleichheit aufeinander? Wie spiegelt sich die ungleiche Ressourcenverteilung konkret im alltäglichen Arbeits- und Freizeitverhalten der Menschen oder auch in ihren sozialen Beziehungen wider? Inwiefern werden die Praktiken der Lebensführung durch eine tatsächliche oder nur als solche wahrgenommene Verschlechterung der eigenen sozialen Position verändert? Wie steht es überhaupt um die Lebensführungschancen im Sinne einer tatsächlichen Gestaltungsmacht in der Formulierung und Realisierung eigener Lebensansprüche?

Drei thematische Blöcke stehen im Mittelpunkt der Tagung: Unter dem Titel Strukturen sozialer Ungleichheit geht es im ersten Block um die Lebensführung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen (Prekariat, Mittelklasse, Vermögende) und den Zusammenhang von sozialer Schicht und individueller Lebensführung. Der zweite Block, Lebensführung als (Gegen-)Struktur der Gesellschaft rückt solche Formen der Lebensführung in den Vordergrund, bei denen eine bestimmte Idee mehr oder weniger unabhängig von materiellen Faktoren die Gestaltung des Lebens in entscheidender Weise prägt. Im Abschlusspanel Lebensführung im Blick der soziologischen Zeitdiagnose wird die Frage von sozialer Ungleichheit und Lebensführung im Rahmen allgemeiner gesellschaftlicher Entwicklungen in Deutschland diskutieren.

 

Programm

 

(PDF-Version)

 

 

Freitag, 13. Januar 2017

 

09:00 Uhr Begrüßung (Johannes Giesecke)
09:10 Uhr Einführung (Anja Röcke)

 

I. Strukturen sozialer Ungleichheit

 

Moderation: Thorsten Peetz

 

09:30 Uhr Klaus Dörre: Prekariat und Lebensführung
10:00 Uhr Uwe Schimank (zusammen mit Steffen Mau und Olaf Groh-Samberg): Lebensführung als investive Statusarbeit – Geht das in Niedrigwachstumsgesellschaften?
10:30 Uhr Kaffeepause
11:00 Uhr Cornelia Koppetsch: Rechtspopulismus, Etablierte und Außenseiter. Eine figurationstheoretische Perspektive
11:30 Uhr Karl-Siegbert Rehberg: Das „Refugiumsbürgertum“ in der DDR und nach der „Wende"
12:00 Uhr Mittagspause
14:15 Uhr Jürgen Gerhards: Transnationales Humankapital: Wie Eltern der mittleren und oberen Klasse ihre Kinder auf die Globalisierung vorbereiten
14:45 Uhr Peter Hägel: Reichtum und Lebensführung
15:15 Uhr Kaffeepause

 

II. Lebensführung als (Gegen-)Struktur der Gesellschaft

 

Moderation: Erika Alleweldt

 

15:45 Uhr Cornelia Klinger: „Le sujet qui marche tout seul“. Private Lebensführung zwischen Selbstverwirklichungsanspruch und Systemerfordernis
16:15 Uhr Karin Lohr: Subjektivierung und Lebensführung
16:45 Uhr Kaffeepause
17:00 Uhr Uwe Krähnke: Lebensführung und Habitus der hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter
17:30 Uhr Empfang

 

Samstag, 14. Januar 2017

 

Moderation: Jochen Steinbicker

 

 

09:00 Uhr Rückblick auf die Beiträge des ersten Tages (Jochen Steinbicker)
09:10 Uhr Nicole Burzan, Ronald Hitzler: Mindset „Juvenilität”. Hängen individuelle und soziale Ungleichheit zusammen?
10:00 Uhr Kaffeepause

 

III. Podiumsdiskussionen: Lebensführung im Blick der soziologischen Zeitdiagnose

 

10:30 – 11:30 Uhr Podium I
Moderation: Bastian Ronge

 

Wolfgang Merkel Ungleichheit, Lebensführung und Demokratie
Heinz Bude Lebensführung und Angst
11:30 Uhr Kaffeepause

12:00 – 13:00 Uhr Podium II
Moderation: Uwe Krähnke

Frank Ettrich: Lebensführung in Ostdeutschland
Sighard Neckel: Ökologische Distinktion. Lebensführung im Zeichen von „Nachhaltigkeit“
Stephan Lessenich: Lebensführung in Zeiten von Postwachstum

13:00 – 13:30 Uhr Schlussdiskussion
Moderation: Maria Keil

Hans-Peter Müller: Soziale Ungleichheit der Lebensführung (Schlusswort)

 

Organisatoren: Erika Alleweldt – Maria Keil – Anja Röcke – Jochen Steinbicker