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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Sozialwissenschaften

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SFB "Re-Figuration von Räumen" mit Beteiligung des ISW bewilligt

Der SFB 1265 "Re-Figuration von Räumen" wurde von der DFG als einer von fünfzehn neuen SFBs bewilligt. Sprecherin ist Professorin Martina Löw, TU Berlin. Am Institut für Sozialwissenschaften (ISW) werden zwei Projekte im Rahmen des SFBs durchgeführt, beide unter dem Dach des Projektbereichs „Zirkulation und Ordnung“.

Professorin Talja Blokland leitet das Projekt "Die Welt in meiner Straße: Ressourcen und Netzwerke von Stadtbewohner/-innen". Es untersucht, wie sich eine verstärkte räumliche Mobilität auf soziale Netzwerkbeziehungen und ihre räumlichen Arrangements auswirkt, wie in sozialen Netzwerken Räume konstituiert werden und ob und wie diese Räume von den Bewohner/-innen als Ressourcen genutzt werden können. Aus der Perspektive einer Soziologie der sozialen Ungleichheit fragt das Projekt, wie unter den Bedingungen verstärkter Mobilität und translokaler Erfahrungen soziale Netzwerke erschlossen, geschaffen und transformiert werden und wie deren Ressourcen für die Bewältigung bzw. Verbesserung der eigenen Lebenssituation genutzt werden.

Das von Prof. Steffen Mau geleitete Projekt "Die Grenzen der Welt: Prozesse von De- und Rebordering in globaler Perspektive" erforscht den Zusammenhang zwischen der Organisation von Territorialität, der Zirkulation von Personen und institutionellen Ordnungen. In Abgrenzungen zu frühen Annahmen zum Bedeutungsverlust von Grenzen leistet dieses Projekt eine vollständige Erfassung aller Landgrenzen, an denen zwei staatliche Territorien aufeinandertreffen. Die physische Qualität all dieser Grenzen soll mit einer Abstufung von vollständigem Wegfall aller Grenzbefestigungs- und Kontrollanlagen, punktueller Kontrolle an Übergangsstationen, Sicherung der Grenze durch Patrouillen, der Existenz von Zaun- und Absperranlagen bis hin zum Vorhandensein von hohen Mauern mit wenigen und stark kontrollierten Übergangspunkten systematisch beschrieben werden. Aufbauend auf dieser Vollerhebung sollen qualitative Fallstudien stark fortifizierter und militarisierter Grenzen durchgeführt werden. Ziel dieser Fallstudien ist ein genauer Blick auf bestimmende Faktoren für den Abschottungscharakter von Territorialgrenzen und ihre Wirkung auf Grenzüberschreitung, Interaktion und Mobilität.

 

Weitere Informationen:

DFG Pressemitteilung Nr. 48
Medieninformation Nr. 208/2017 TU Berlin
Berliner Universitäten im Verbund: Zwei neue SFB für Berlin
Geographisches Institut: Sonderforschungsbereich „Re-Figuration von Räumen