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Humboldt-Universität zu Berlin - Mittelmeer Institut Berlin (MIB)

Lehre

 

  • SoSe 2015

"(Internationale) Politische Ökonomie der „Arabischen Welt"

 

Dozentin: Dr. Isabel Schäfer

 

Verschiedene sozio-ökonomische Faktoren - darunter Jugendarbeitslosigkeit, soziale Ungleichheit, steigende Lebenskosten, Mismatch zwischen Bildungssystemen und Arbeitsmärkten - waren zentrale Auslöser für die Umbruchprozesse, in denen sich die Region Nordafrikas und des Nahen Ostens (MENA) seit Ende 2010 befindet. Was hat sich an diesen Faktoren seit 2011 tatsächlich geändert? Entsteht aktuell sogar noch neues sozio-ökonomisches Protestpotential? Wirtschaftlich sind durch die Revolten und Proteste einige Länder stärker betroffen als andere. Vor allem für exportorientierte Länder (wie z.B. Tunesien) wirken sich die politischen Umwälzungen weiterhin negativ aus. Aber auch Einbrüche im Tourismus, bei der industriellen Produktion und bei Auslandsinvestitionen sowie direkte und indirekte Folgen von Bürgerkriegen und bewaffneten Konflikten (z.B. Libyen, Syrien) hinterlassen erhebliche wirtschaftliche Schäden. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Soziales und öffentliche Gehälter in einigen Ländern gestiegen, was zu makro-ökonomischen Ungleichgewichten führt. Für ausländische Firmen und Investoren entstehen häufig Verluste und neue Sicherheitsrisiken (z.B. Libyen). Strukturelle Probleme, wie etwa die politischen und ökonomischen Unterschiede zwischen ölreichen Staaten und Öl-importierenden Staaten werden untersucht, ebenso wie die politische und ökonomische Rolle zentraler Akteure in den aktuellen Transformationsprozessen (z.B. Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Unternehmer, Investoren). Weitere Themenaspekte sind ökonomische Wachstumsfaktoren, demographische Entwicklungen, Humankapital, Wasser und Ernährungssicherung, Islamic Banking und regionale Integration. Nicht zuletzt werden die Beziehungen zu externen Akteuren (z.B. EU, China, IWF, Weltbank) und die MENA-Region im globalen ökonomischen Kontext betrachtet. Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden theoretische Grundlagen der internationalen politischen Ökonomie erarbeitet und auf deren Basis die aktuellen Entwicklungen in der MENA-Region systematisch analysiert werden.

 

Literatur:

Richards, Alan/Waterbury, John/Cammett, Melani/Diwan, Ishac (2014): A Political Economy of the Middle East. Colorado: Westview Press.

Fawcett, Louise (2013): International Relations of the Middle East. Oxford: Oxford University Press.

Owen, Roger/Sevket, Pamuk (1998): A History of Middle East Economies in the 20th Century. Cambridge: Harvard University Press.

 


 

  • WiSe 2014/2015
     

„Die Europäische Union und die Umbrüche in Nordafrika und im Nahen Osten“

 

Dozentin: Dr. Isabel Schäfer

 

Das Seminar behandelt zunächst theoretische Grundlagen und das institutionelle Gefüge europäischer Außenpolitik (Theorieansätze, Mehrebenensystem, Entscheidungsprozesse, zentrale Akteure). Anschließend wird der Frage nachgegangen, worin die zentralen Herausforderungen im Prozess der Ausformulierung und der Umsetzung einer gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik gegenüber einer sich rasant verändernden südlichen Nachbarschaft liegen. Neben der Positionierung der EU in akuten Konflikten und Krisen (z.B. Libyen-Intervention 2011, Syrien-Konflikt, israelisch-palästinensischer Konflikt), werden auch die wirtschafts-/handelspolitischen Beziehungen, aktuelle Migrationsfragen und das europäische Verhältnis zum politischen Islam analysiert.

Welche Ziele und Prioritäten verfolgt europäische Außen- und Sicherheitspolitik im südlichen und östlichen Mittelmeerraum? Welche Instrumente stehen der EU zur Verfügung? Welche Positionen beziehen einzelne EU-Mitgliedstaaten? Welche Bedeutung haben die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) oder multilaterale Kooperationsrahmen (Union für den Mittelmeerraum (UfM) heute und inwieweit können sie zu friedlichen und nachhaltigen Transformationsprozessen und einer Entschärfung der teilweise zugespitzten sozio-ökonomischen Situation in Nordafrika und im Nahen Osten beitragen? Welche Erwartungen haben die Staaten und die Gesellschaften Nordafrikas und des Nahen Ostens an die EU?

Die Analyse berücksichtigt sowohl die (sicherheits)politische Dimension, als auch die ökonomische und kulturelle Dimension der aktuellen bilateralen und multilateralen EU-MENA-Beziehungen.

 

Einführende Literatur:

Hill, Christopher/Smith, Michael (2011): International Relations and the European Union. Oxford: Oxford University Press.

Smith, Karen E. (2014): European Union Foreign Policy in a Changing World. Cambridge: Polity Press. 

Fawcett, Louise (2013): International Relations of the Middle East. Oxford: Oxford University Press.

Richards, Alan/Waterbury, John, et al (2013): A Political Economy of the Middle East. Colorado: Westview Press.

 

  • Seminar Nr. 53 118, Do, 14h00-16h00, Raum UNI 3, 002, Universitätsstr. 3b, Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

 

 

 

 

 

  • SoSe 2014

"Außenpolitik und Außenbeziehungen der arabischen Staaten"

 

Dozentin: Dr. Isabel Schäfer

 

Die politischen Systeme und Gesellschaftsordnungen in vielen arabischen Staaten befinden sich weiterhin im Umbruch. Auch die geopolitische Lage in der Region Nordafrikas, des Nahes Ostens und der Golfstaaten hat sich seit 2011 erheblich verändert. Dies soll zum Anlass genommen werden, die Außenpolitik und Außenbeziehungen der arabischen Staaten neu zu betrachten. Identität und Religion beeinflussen individuelles und kollektives Verhalten. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, auch diese Faktoren (neben sicherheitspolitischen, ökonomischen und entwicklungspolitischen Faktoren) im Rahmen der Analyse der folgenden Problemfelder mit zu berücksichtigen: Machtbalancen in und zwischen Staaten, bilaterale und multilaterale Beziehungen, transnationale Herausforderungen, Sicherheit, internationale Normen und Fragen der Entwicklung. Welche zentralen Akteure, Referenzsysteme und Feindbilder beeinflussen und bestimmen die Ausformulierung von Außenpolitik? Welche Rolle spielen staatliche Akteure, NGOs und internationale Organisationen wie die Arabische Liga (AL), der Golf-Kooperationsrat (GCC) oder die Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC)?

Nach der einleitenden Diskussion verschiedener theoretischer Ansätze der Außenpolitik-Analyse werden anhand ausgewählter Fallbeispiele die außenpolitischen Ziele, Traditionen, Strategien und Instrumente einzelner Staaten Nordafrikas, des Nahen Ostens und der Golfregion weitergehend und komparativ untersucht. Das Seminar ist weniger theorieorientiert, sondern konzentriert sich vielmehr auf die Aufarbeitung und Analyse der konkreten außenpolitischen Beziehungen der arabischen Staaten des letzten Jahrzehnts (seit 9/11), insbesondere zu Europa, aber auch zu Nachbarstaaten, den USA und anderen Weltregionen. Im Vordergrund steht die Frage, ob und zu welchen tiefgreifenden Veränderungen es durch den „Arabischen Frühling“ in der Außenpolitik und in den außenpolitischen Beziehungen kam.

 

Literatur:

Fawcett, Louise (2009): International Relations of the Middle East, 2nd Edition, Oxford: Oxford University Press.

Hinnebusch, Raymond / Ehteshami, Anoushiravan (2002): The Foreign Policies of Middle East States. Boulder: Lynne Rienner Publishers.

Milton-Edwards, Beverly (2011): Contemporary Politics in the Middle East. Third Edition. Cambridge: Polity Press.

Telhami, S. / Barnett, Michael (2002) (eds.): Identity and Foreign Policy in the Middle East. Ithaca, NY/London: Cornell University Press.

Ein Reader mit Grundlagentexten wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.

 

  • Seminar 53025, Do 14-16h, Raum 004, Universitätsstr. 3b, Institut für Sozialwissenschaften

 

  • WiSe 2013/14

"Die junge Generation in den Umbrüchen der arabischen Welt: Protestkulturen, politische Partizipation, Zukunftsperspektiven"

 

Dozentin: Dr. Isabel Schäfer

 

Seit der tunesischen Revolution 2010/2011 und den nachfolgenden Umbrüchen in der arabischen Welt, hat sich das Bild der „arabischen Jugend“ verändert. Die “jungen Revolutionäre” haben die Umbrüche angestoßen, die sich mittlerweile politisch sehr unterschiedlich entwickelt haben (Militärregierung in Ägypten, Bürgerkrieg in Syrien, neues politisches System und angespannte Sicherheitslage in Libyen, politische Krisen und Transition in Tunesien etc.). Die junge Generation ist in den meisten dieser politischen Prozesse heute viel weniger präsent als 2011, aber sie ist zu einem neuen politisch relevanten Akteur geworden, auch wenn eine “arabische Jugend” an sich natürlich nicht existiert. Sehr vielfältig und unterschiedlich sind nicht nur die Situationen von Land zu Land (Tunesien, Algerien, Libyen, Ägypten, Palästinensische Gebiete...), sondern auch innerhalb dieser jungen Generation mit all ihren verschiedenen Gruppierungen, Facetten, Herausforderungen und Zukunftsträumen. Neben hoher Jugendarbeitslosigkeit und schwierigen Berufsperspektiven zählen auch eingeschränkte Mobilität oder (sicherheits-)politische Rahmenbedingungen zu zentralen Problemfeldern.

Ziel des Workshops ist es, nach einer theoretischen Diskussion des Jugend- und Generationenbegriffs, auf verschiedene Aspekte des “Jungseins” in den heutigen Gesellschaften Nordafrikas und des Nahen Osten einzugehen. Hierbei sollen insbesondere neue und alte Formen politischer Partizipation und Mobilisierung der jungen Generation (insbesondere auch junger Frauen) in den neu entstehenden oder sich aktuell verändernden politischen und sozialen Systemen in verschiedenen Ländern der euro-mediterranen Region anhand von Fallbeispielen analysiert werden.

 

Ein ausführlicher Reader mit Grundlagentexten wird zur Verfügung gestellt. Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich. Eine Vorbesprechung findet am 13.12.2013 von 10h00-14h00 in Raum 220, Luisenstr. 56 statt.

Die Lehrveranstaltung ist eine Kooperation mit dem EuroMaster-Programm des Instituts für Sozialwissenschaften. 

 

  • Seminar 52160: Do 12h-14h, Raum 004, Universitätsstr. 3b, Institut für Sozialwissenschaften
  • Kontakt:

 

Email:

Web:

Telefon:

Büro:

Sprechstunde:

i.schaefer@hu-berlin.de

www.mib.hu-berlin.de

+49 30/2093-1526

Ziegelstr. 13c, Raum 320

Nach Vereinbarung

 

 

  • SoSe 2013

"(Politischer) Islam und Internationale Beziehungen - Diskurse, Identitäten, Realitäten nach dem „Arabischen Frühling"

 

Dozentin: Dr. Isabel Schäfer

 

Die Umbrüche in der arabischen Welt haben nicht nur zu tiefgreifenden innergesellschaftlichen Transformationsprozessen, sondern auch zu einer veränderten geopolitischen Lage in der gesamten Mittelmeerregion geführt. In einigen Ländern sind erstmals die unter den autoritären Regimen verbotenen, nun legalisierten „islamistischen“ Parteien an der Regierung beteiligt und besetzen teilweise die Außenministerposten, wie z.B. die Ennahda-Partei in Tunesien. Hat diese Entwicklung Auswirkungen auf die Außenpolitik der arabischen Staaten und wenn ja welche? Kann man von einer „islamisch orientierten“ oder „islamistischen“ Außenpolitik sprechen? Welchen Einfluss üben das konservativ islamische Saudi-Arabien und andere Golf-Staaten auf die außenpolitische Ausrichtung der politischen Akteure in der MENA-Region aus? Bilden sich neue Koalitionen zwischen islamisch orientierten Staaten in der Region oder stehen vielmehr sicherheitspolitische und ökonomische Interessen als gemeinsamer Nenner im Vordergrund? Welchen Einfluss haben islamische Akteure (aus der Zivilgesellschaft), islamische Institutionen (Al-Ahzar, Organisation Islamischer Staaten) und transnationale islamische Bewegungen (Al Qaida) auf die Internationalen Beziehungen der MENA-Region. Was bedeutet das neue außenpolitische Selbstbewusstsein für die Beziehungen zu Europa und zum Rest der Welt?

Nach der Beschäftigung mit theoretischen Konzepten der Internationalen Beziehungen aus einer islamischen Tradition und Perspektive (Souveränität, Nation, Umma, globale Demokratie) soll ein kurzer historischer Überblick über die Bedeutung des Islam in den Internationalen Beziehungen der MENA-Region erarbeitet werden. In der Vergangenheit haben die meist national-säkular geprägten Staaten der MENA-Region ihre Außenpolitik hier und da über den Faktor Religion erklärt und legitimiert. Auch der Westen hat den Faktor Islam während des Kalten Kriegs im Kampf gegen den Kommunismus benutzt. Der Schwerpunkt des Seminars liegt jedoch auf der Analyse der neuen Akteure, der aktuellen Entwicklungen und Verschiebungen, sowie auf der Frage nach der islamisch geprägten Neuformulierung außenpolitischer Prioritäten, Interessen und Methoden.

Ein ausführlicher Seminarplan und Reader werden zu Semesterbeginn im Copy-Shop „Sprint Out“ in der Georgenstr. 190 zur Verfügung gestellt.

 

  • Seminar: Do 12h-14h, Raum 004, Universitätsstr. 3b, Institut für Sozialwissenschaften
  • Kontakt: i.schaefer@hu-berlin.de; www.mib.hu-berlin.de

 

 

  • WiSe 2012/13

"Migration and Security"

Dozentin: Katarzyna Forska

 

The course offers an interdisciplinary approach to the analysis of EU migration and asylum policy, especially interesting in the context of the post-Arab Spring human mobility phenomena in the Mediterranean.

The aim of this introductory course is to provide students with a general understanding of EU-migration and asylum policy-making and its consequences for the migrant individuals as well as third countries in terms of (in)security. The course offers a historical overview of EU migration policy trends from the Treaty of Maastricht to the post-Arab Spring revision of the Global Approach to Migration. Special attention is paid to the externalization of EU migration and asylum policies, regional cooperation on migration and the related (in)security issues/discourses on both sides of the Mediterranean. Although the main focus is on policy analysis, the course also introduces students to relevant theoretical concepts drawn from the area of ethics, security studies, and critical discourse studies.

  • Fr 12-14h, Raum 001, Universitätsstraße 3b, Institut für Sozialwissenschaften

 

  • SoSe 2012

"Nordafrika und der Nahe Osten in den Internationalen Beziehungen"

Dozentin: Dr. Isabel Schäfer

 

Angesichts der aktuellen Umbrüche in der arabischen Welt stellen sich viele die Region betreffende Fragen auf eine neue Art und Weise: das Verhältnis von Islam und Demokratie, die Verschiebung regionaler Allianzen und Machtstrukturen, die Bedeutung sozialer Bewegungen, der Einfluss transnationaler Dynamiken oder die Rolle der internationalen Akteure. Wo stehen Nordafrika und der Nahe Osten heute im internationalen System? Welche Rolle spielt die internationale Gemeinschaft in den aktuellen Umbruchsituationen?

In einem einleitenden Teil werden die historischen Hintergründe der MENA-Region sowie zentrale Konzepte und Debatten erarbeitet. Der Schwerpunkt des Seminars wird jedoch auf die aktuellen Entwicklungen gelegt. Auf der Grundlage einer breit angelegten Analyse der beiden Subregionen Nordafrika und Naher Osten werden anschließend einzelne Teilaspekte vertieft:die politischen Systeme im Transformations-/Demokratisierungsprozess, sicherheitspolitische Fragen, die Außenpolitik ausgewählter staatlicher Akteure (USA, EU, Russland), internationale Interventionen, regionale Konflikte, politische Ökonomie, regionale Integration, die Präsenz neuer „global player“ in der Region, Frauen, Ethnizität und Minderheiten, das Verhältnis „Westen“ und „Arabische Welt“ sowie die Frage, obder politische Islam ein Zukunftsmodell sein kann.

Welche IB-Theorien erlauben es die MENA-Region zu erklären? Wie können die Internationalen Beziehungen mit den Regionalstudien in Synergie gebracht werden? Der Schwerpunkt wird jedoch weniger auf der Theoriediskussion liegen als auf der Analyse aktueller Akteure, Institutionen, Machtstrukturen und Dynamiken

  • Seminar 53108, Do 12-14h, Raum 002, Institut für Sozialwissenschaften

 

  • WiSe 2011/12

"Die Arabischen Revolutionen - ein Paradigmen-wechsel in den IB?" 

Dozentin: Dr. Isabel Schäfer

 

  • Seminar 53158, Do 10-12h, Raum 002, Institut für Sozialwissenschaften