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Humboldt-Universität zu Berlin - Mittelmeer Institut Berlin (MIB)

Das MIB

Warum ein Mittelmeer Institut in Berlin?

  • Bestehende Forschungsinstitute und wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland arbeiten zwar bereits zu Nordafrika und dem Nahen Osten, jedoch ein Institut, das den Mittelmeerraum in seiner Gesamtheit untersucht, existiert bislang nicht. Der Mittelmeeransatz bietet den Vorteil, dass hierbei auch die Beziehungen zwischen Europa (EU und einzelne EU-Mitgliedstaaten) und den nordafrikanischen und nahöstlichen Staaten, sowie Israel und der Türkei, also die euro-mediterranen Beziehungen mitberücksichtigt werden. Da zahlreiche Herausforderungen (aktuelle Transitionswelle, Migration, Energie, Sicherheitsfragen etc.) einen regionalen Charakter haben, braucht es auch regionale bzw. interregionale Analysen und Antworten.
  • In Deutschland hat mittlerweile fast jeder fünfte Einwohner einen Migrationshintergrund. Hier zeigt sich die enge Verknüpfung der Themen Migration und Integration. Viele in Deutschland lebende Menschen stammen aus dem südlichen oder östlichen Mittelmeerraum. Deutschland und Europa haben ein vitales Interesse daran, die politischen, ökonomischen und kulturellen Beziehungen zu den Herkunftsländern zu verbessern. Nur so kann auch die Integration der in Deutschland lebenden Menschen mit einem Migrationshintergrund aus dem südlichen und östlichen Mittelmeerraum besser gelingen.
  • Der Mittelmeerraum ist spätestens seit den Schengener Abkommen, den letzten EU-Erweiterungen und seit dem deutsch-französischen Disput über die „Mittelmeerunion“ auch für Deutschland näher gerückt. Deutsche Institutionen und Firmen planen energiepolitische Projekte in dieser Region und haben Interesse an einem positiven Investitionsumfeld und politischer Stabilität. Gleichzeitig sind die Kenntnisse über die politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Hintergründe im gesamten Mittelmeerraum oft unzureichend. Hier gilt es eine Forschungslücke zu schließen und die intensiven ökonomischen Beziehungen zwischen Europa und den südlichen und östlichen Mittelmeeranrainern auch wissenschaftlich zu begleiten.

 

Inhaltliches Spektrum

  • Aktuelle politische, ökonomische, soziale und kulturelle Transformationsprozesse im Mittelmeerraum
  • Euro-Mediterrane Beziehungen, Euro-Arabische Beziehungen, Sicherheitsbeziehungen (Konflikt und Kooperation, Grenzen, Regionalkonflikte, Nuklearfragen, politischer Islam, internationaler Terrorismus)
  • Governance, Demokratisierung, Transformation, Modernisierung
  • Internationale Ökonomie, Schwerpunkt Außenhandel und Energiepolitik
  • Migration und Mobilität, Transnationalisierung
  • Kulturelle Beziehungen, Geschichte des Raums und seiner Gesellschaften

 

Konkretes Output

  • Interdisziplinäre Grundlagenforschung: Hintergrundanalysen, wissenschaftliche Fachpublikationen, internationale Fachkonferenzen, Vorträge, institutionelle Vernetzung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Wissenschaftskooperationen mit einschlägigen nationalen und internationalen Instituten und Netzwerken, Stärkung der Mediterranean Studies in Deutschland.
  • Universitäre Lehre und wissenschaftlicher Austausch: Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität zu Berlin zu den Themenfeldern des Instituts. Organisation von Austauschprogrammen mit Universitäten im südlichen und östlichen Mittelmeerraum, für Studierende, Dozenten und Wissenschaftler.
  • Anwendungsorientierte Forschung/Politikberatung: Studien und Policy Papers zu aktuellen Themen, Konferenzen, Workshops, Schulungen, thematischer Newsletter, Austausch zwischen Wissenschaftlern, Multiplikatoren und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Kultur, Organisation von Expertengesprächen.

 

Konzeptioneller Artikel